Alaunschiefer

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Ehemaliges Alaunschieferbergwerk Saalfelder Feengrotten

Alaunschiefer oder Vitriolschiefer ist ein mit Pyrit (Schwefeleisen (FeS2)) und Kohle durchsetzter Tonschiefer. Wegen seiner Färbung wird Alaunschiefer auch bei den Schwarzschiefern eingeordnet.

Das Gestein setzt bei der Verwitterung Alaun frei, ein Salzgemisch aus Kalium- und Aluminiumsulfat, das früher in großem Umfang unter anderem in Gerbereien verwendet wurde.[1] Das Alaun wurde in Alaunwerken zunächst aus Alunit gewonnen, nach 1500 wurde die Gewinnung aus Alaunschiefer entwickelt. Nach 1800 lösten chemische Gewinnungsmethoden Alunit und Alaunschiefer als Quelle für Alaune ab.

In manchen Schiefern bilden sich bei der Verwitterung auch Sulfate des Kupfers oder des Zinks, die so genannten Vitriole.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans Murawski, Wilhelm Meyer: Geologisches Wörterbuch. 11. Auflage. Elsevier/Spektrum, Heidelberg 2004, ISBN 3-8274-1445-8, S. 262.