Albeli

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Albeli
Systematik
Kohorte: Euteleosteomorpha
Ordnung: Lachsartige (Salmoniformes)
Familie: Lachsfische (Salmonidae)
Unterfamilie: Coregoninae
Gattung: Coregonus
Art: Albeli
Wissenschaftlicher Name
Coregonus zugensis
Nüsslin, 1882

Das Albeli (Coregonus zugensis) ist eine Fischart aus der Gattung Coregonus, die im Vierwaldstättersee endemisch ist.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Albeli erreicht gewöhnlich eine Standardlänge von 200 mm. Es sind jedoch auch Exemplare von 25 bis 30 Zentimetern bekannt geworden. Die Anzahl der Kiemenreusen beträgt 35 bis 42. Die Färbung des Rückens ist mehr oder weniger blass olivfarben.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Albeli ist heute nur noch auf das Gebiet des Vierwaldstättersees beschränkt. Im Zugersee ist es ausgestorben.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Individuen laichen von November bis Dezember, wobei sie entlang des Uferhangs in Tiefen zwischen 20 und 80 Metern ziehen. Die Nahrung besteht aus Zooplankton und Insektennymphen.

Wirtschaftliche Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Albeli gilt als der wirtschaftlich bedeutendste Speisefisch des Vierwaldstättersees. Im Zeitraum 1976 bis 1982 betrug die Fangquote des Albelis 58 Prozent aller im Vierwaldstättersee gefangenen Speisefische. Auch bei den Sportfischern ist das Albeli sehr begehrt.

Systematik und Nomenklatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Albeli wurde 1882 von Otto Nüsslin zunächst als Unterart Coregonus macrophthalmus zugensis beschrieben. Im selben Jahr erhielt das Taxon den Artrang. 1885 änderte Victor Fatio den Namen in Coregonus crassirostris compactus und 1890 in Coregonus exiguus albellus. 1950 revidierte Paul Steinmann (1885–1953) Fatios Klassifizierung und vergab den Namen Coregonus albellus für den Brienzlig aus dem Thunersee und dem Brienzersee. Gemäss Nüsslins Arbeit bekam das Albeli den Artstatus zurück.

Lokal werden auch die Coregonen des Zürichsees als Albeli bezeichnet. Hierbei handelt es sich allerdings um den Blaalig (Coregonus zuerichensis).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Maurice Kottelat: European Freshwater fishes. An heuristic checklist of the freshwater fishes of Europe (exclusive of former USSR), with an introduction for non-systematists and comments on nomenclature and conservation. Biologia (Bratislava) Sect. Zool., 52 (Suppl.). 1997.
  • Maurice Kottelat & Jörg Freyhof: Handbook of European Freshwater Fishes. 2007, ISBN 978-2-8399-0298-4.
  • Paul Steinmann: Monographie der schweizerischen Koregonen. Beitrag zum Problem der Entstehung neuer Arten. Spezieller Teil. Schweizerische Zeitschrift für Hydrologie 12: S. 340–491. 1950.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]