Albert Borbet

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Albert Borbet (* 1848 in Altena; † 1919) war ein Industrieller, der ursprünglich aus Altena stammte, durch die Heirat mit Emma Moenting nach Schalke umzog.

Emma Moentigs Vater, der Hüttenwerksbesitzer Heinrich Moenting, stellte die Verbindung zum Essener Friedrich Grillo her, mit dem Albert Borbet eine geschäftliche Verbindung einging. Alberts Sohn Walter Borbet machte ebenfalls in der Stahlindustrie Karriere.

Unternehmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter anderem übernahm Borbet zusammen mit Grillo und Friedrich Funke 1882 ein stilliegendes Drahtwerk im Stadtteil Werne bei Bochum, das als KG Funke, Borbet & Co. firmierte. 1895 stiegen Borbet, Funke und alle weiteren Kommanditisten wegen des geschäftlichen Misserfolges wieder aus. Das Werk wurde im Jahr 1887 als Westfälische Drahtwerke AG wieder in Betrieb gesetzt und kam 1926 durch die Aufnahme in die Vereinigte Stahlwerke AG unter die Verwaltung von Alberts Sohn Walter, der Generaldirektor des Bochumer Vereins geworden war. 1931 wurde das Werk stillgelegt, dann aber im Zweiten Weltkrieg durch den Bochumer Verein wieder zur Fabrikation von Bomben und Granaten genutzt. Nach dem Krieg wurde die technische Einrichtung des Werkes demontiert.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfhard Weber: Walter Borbet (1881–1942). In: Wolfhard Weber (Hrsg.): Ingenieure im Ruhrgebiet. Aschendorffsche Verlagsbuchhandlung Münster, 1999, S. 224–256.
  • Peter Kracht: "Straßen-, Flur- und Bachnamen in Werne", Bochum 1987 online (PDF; 932 kB)