Alexeij Sagerer

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Alexeij Sagerer (* 1944 in Plattling) ist ein deutscher Theaterregisseur, Autor, Schauspieler und Medienkünstler.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Schulzeit in Niederbayern, wo er die gleiche Schule wie Herbert Achternbusch besuchte, gründete Sagerer 1969 die Theaterproduktion proT („Prozessionstheater“) in München.[1] Wie Peter Handke spricht er von „unmittelbaren Theater“ für seine Produktionen, die von Wärmflaschen bis zu einer Herde Schafen beliebiges Material integrieren können. Seit 1980 arbeitet Sagerer mit Video, seit Ende der 1990er Jahre mit Internet auf der Bühne.

Bis 1982 hatte „proT“ Theaterräume in der Isabellastrasse, bis 1997 an weiteren festen Standorten und seitdem werden Produktionen an wechselnden Standorten inszeniert. 1988 erhielt Sagerer den Ernst-Hoferichter-Preis und 1997 den Theaterpreis der Landeshauptstadt München.

Produktionen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Tiger von Äschnapur: Produktionsreihe 1977–1982
  • oh, oh Maiandacht: An jedem Maiabend 1987–91 tritt ein verschiedener Künstler bzw. eine Künstlergruppe auf
  • Nibelungen & Deutschland Projekt: Der VierVideoTurm wird in die Themenräume Deutschland, Nibelungen, Richard Wagner und Nomaden und Helden gestellt. 1992–98
  • Operation Raumschiff: Seit 1997 entsteht „Der grösste Film aller Zeiten“ als Live-Aufzeichnung vor Ort und im Internet

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Silvia Stammen: Eigentlich geht's um Leben und Tod, aber das muss ja nicht traurig sein. In: Theater heute, Heft 2, 1995
  • Ralph Hammerthaler: Alexeij Sagerer. liebe mich – wiederhole mich, Künstlerische Biografie. Theater der Zeit, Berlin 2016. ISBN 978-3-95749-086-5

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. documenta 8 Katalog: Band 1: Aufsätze; Band 2: Katalog Seite 304; Band 3: Künstlerbuch; Kassel 1987, ISBN 3-925272-13-5.