Alfrocheiro Preto

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‘Alfrocheiro’
Synonyme siehe Abschnitt Synonyme
‘Alfrocheiro’
Art Edle Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera)
Beerenfarbe schwarz
Verwendung
Herkunft Portugal
bekannt seit 1791
VIVC-Nr. 277
Liste von Rebsorten

‘Alfrocheiro Preto’, häufig auch ‘Alfrocheiro’, ist eine vor allem in der DOC Dão (Portugal) beheimatete autochthone, Rotweinsorte.

Herkunft[Bearbeiten]

Autochtho9ne Rotweinsorte aus Portugal. Sie wurde bereits im Jahr 1791 von Coelho Seabra erwähnt. Nach DNA-Analysen ist sie genetisch nahe verwandt mit den Sorten ‘Carrasquín’, ‘Prieto Picudo’ und ‘Trousseau Noir’ (Bastardo).[1]

Verbreitung[Bearbeiten]

In Dão gilt die ‘Alfrocheiro Preto’ als wichtigste Rotweinsorte. Aber auch in anderen Landesteilen, etwa im Alentejo, Bairrada und Ribatejo wird sie wegen ihrer kräftigen Farbe und Dichte gern als Cuvée-Partner in vielen Weinen verwendet. 2010 betrug die Anbaufläche in Portugal 1.180 ha. Unter dem Synonym ‘Baboso Negro’ wird sie auch auf den Kanarischen Inseln (Spanien) angebaut.

Ampelographische Sortenmerkmale[Bearbeiten]

  • Die Blätter sind mittel bis stark fünflappig. Das Blatt ist kaum gezahnt.
  • Die Traube ist lang und dichtbeerig.

Reife: früh Die Sorte treibt spät aus. Die sehr ertragreiche Sorte ist empfindlich gegen die Grauschimmelfäule und den Echten Mehltau.

Aus der Kreuzung ‘Cayetana Blanca’ x ‘Alfrocheiro’ sind die Sorten ‘Camarate’, ‘Castelão Francês’, ‘Cornifesto’, ‘Juan García’ und ‘Malvasia Preta’ entstanden.

Wein[Bearbeiten]

Reinsortig ausgebaute Weine sind farbkräftige, fruchtigfrische Rotweine oder Roséweine mit einem Bukett von roten Früchten, etwa Kirschen und Erdbeeren. Am Gaumen präsentieren sie sich kraftvoll, dicht und mit feinen fruchtigen und würzigen Akzenten. In der Regel sind die Weine zum raschen Genuss bestimmt.

Synonyme[Bearbeiten]

‘Albarin Frances’, ‘Albarin Negrin’, ‘Albarin Negro’, ‘Albarin Tinto’, ‘Albarinon’, ‘Alfrocheiro Preto’, ‘Alfrucheiro’, ‘Alfurcheiro’, ‘Baboso Negro’, ‘Bastardo Negro’, ‘Brunal’, ‘Caino Gordo’, ‘Tinta Bastardinha’, ‘Tinta Francesa De Viseu’, ‘Tinta Francisca De Viseu’, ‘Tinto Serodo’

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jancis Robinson, Julia Harding, Josè Vouillamoz: Wine Grapes, 1. Auflage 2012, Penguin Books, London, ISBN 978-0-06-220636-7.