Alogie

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Als Alogie wird in der Psychiatrie eines der sogenannten Negativsymptome bei Schizophrenie und einigen anderen psychischen Störungen bezeichnet. Man versteht darunter eine Denkstörung mit verminderter Sprachproduktion oder Verarmung des Sprachinhalts.

Sie äußert sich auch in einer Verlängerung der Antwortlatenz. Das heißt, der Patient antwortet nur sehr zögerlich und ausgesprochen karg auf Fragen. Die Führung eines Gespräches wird mühsam. Ursachen für die Alogie sind Denk- und Ausdrucksstörungen, aber auch eine gestörte Kommunikationsfähigkeit.

Beispiel einer Alogie
Alogie Normales Sprechen

F: Haben Sie Kinder?
A: Ja.
F: Wie viele?
A: Zwei.
F: Wie alt sind sie?
A: Sechs und sechzehn.
F: Sind sie Jungen oder Mädchen?
A: Beides.
F: Wer ist der Sechzehnjährige?
A: Der Junge.
F: Wie ist sein Name?
A: Edmond.
F: Und von dem Mädchen?
A: Alice.

F: Haben Sie Kinder?
A: Ja, einen Jungen und ein Mädchen.
F: Wie alt sind sie?
A: Mein Sohn Edmond ist sechzehn
und meine Tochter Alice ist sechs.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • N. C. Andreasen u. a.: Positive and negative Symptoms. In: S. R. Hirsch u. a. (Hrsg.): Schizophrenie. Blackwell Science, Oxford 1995, S. 28–45.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]