Alpen-Vergissmeinnicht

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Alpen-Vergissmeinnicht
Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris)

Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden I
Familie: Raublattgewächse (Boraginaceae)
Gattung: Vergissmeinnicht (Myosotis)
Art: Alpen-Vergissmeinnicht
Wissenschaftlicher Name
Myosotis alpestris
F.W.Schmidt
Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris)

Das Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris) ist eine Art der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Alpen-Vergissmeinnicht ist eine 10 bis 15 cm hohe mehrjährige krautige Pflanze. Die Grundblätter stehen in Rosetten. Die Blüten sind bis zu 9 mm breit und hell- bis intensiv blau mit gelben Schlundschuppen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24 oder 48, seltener 20, 70 oder 72.[1]

Verwechslungsmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Alpen-Vergissmeinnicht wird gerne mit dem Himmelsherold verwechselt, der in etwa zur selben Zeit blüht. Unterschied: Der Himmelsherold kommt erst ab Höhen von 2.000 Metern vor und besitzt zahlreiche sehr kleine Blattrosetten, die einen polsterförmigen Eindruck vermitteln.

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blütezeit ist vorwiegend Juni bis August. Die kurze Kronröhre gewährt auch kurzrüsseligen Insekten Zugang zum Nektar. Bestäuber sind Zweiflügler, Bienen und Schmetterlinge.

Die Blüten sind beim Aufblühen fliederfarben, später himmelblau. Dieser Farbumschlag ist typisch für die Familie der Raublattgewächse. Dies kommt dadurch zustande, dass der Blütenfarbstoff Anthocyan ähnlich wie Lackmus reagiert: Im anfänglich sauren Zellsaft färbt er die Blüten rötlich, im später alkalischen Zellsaft schlägt er nach blau um.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gebirgen von Europa, Asien und Nordamerika. Als Standort werden feuchte Flächen, Rasen, Schutt- oder Blockfluren zwischen 1300 und 3000 m über NN bevorzugt. Das Alpen-Vergissmeinnicht wächst sowohl auf silikatischen als auch kalkhaltigen Böden. Es gedeiht vor allem in Gesellschaften der Ordnung Seslerietalia albicantis.[1]

Aus dieser Sippe sind zahlreiche Gartenformen entstanden, die sehr leicht verwildern.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Man kann folgende Unterarten unterscheiden[2]:

  • Myosotis alpestris F.W. Schmidt subsp. alpestris
  • Myosotis alpestris subsp. pyrenaeorum (Blaise & Kerguélen) Valdés: Sie kommt in Spanien und Frankreich vor.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe, Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 782.
  2. a b Benito Valdés (2011): Boraginaceae. Datenblatt Myosotis alpestris In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien