Altium Designer

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Altium Designer
Altium Logo
Logo
Basisdaten
Entwickler Altium Limited
Aktuelle Version 16.1
(22. April 2016)
Betriebssystem Windows
Kategorie Computer-aided design
Lizenz proprietär
altium.com

Altium Designer (bis 2005 unter dem Namen Protel vertrieben) ist ein EDA-Programm der Firma Altium Limited zur Entwicklung von Leiterplatten in der Elektronik.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Firma Altium Limited veröffentlichte 1985 in Australien ihr erstes PCB-Layout-Programm Protel PCB. 1986 folgte der Export in die USA und Europa. Im Jahr 1987 kam Protel Schematic zur Erstellung von Schaltplänen dazu. Die Software erschien als erste ECad-Software überhaupt 1991 auf Windows. Mit Protel 98 wurden die einzelnen Programm-Komponenten in einer Oberfläche integriert. Seit 2005 wird die Software unter dem Namen Altium Designer vertrieben. Version 6.8 bot im Jahr 2007 als weltweite erste ECad-Lösung eine dreidimensionale Leiterplatten-Visualisierung an. Im April 2011 verlegte Altium seinen Firmensitz von Australien nach Shanghai in China. [1] In der Folge wurden die meisten Mitarbeiter in Sydney entlassen.

P-CAD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2000 wurde die Firma Accel Technologies aus San Diego, Californien mit ihrem Programm P-CAD von Altium übernommen.[2] P-CAD hatte eine ähnliche Funktionalität wie Protel, der Gedanke war, das beste aus beiden Tools zu vereinen. 2000 war der Verkaufsstart von P-CAD, 2006 wurde es zugunsten von Altium Designer eingestellt. Für die Migration von P-CAD zu Altium steht ein Importassistent zur Verfügung.

Die Importfunktion arbeitet bei alten PCAD-Daten nur unzuverlässig. Beim Versuch, eine Leiterplatte zu importieren, kann Altium abstürzen oder (z.B. bei Kupferflächen) Eigenschaften falsch übernehmen, so dass die Importfunktion nur mit Vorsicht zu verwenden ist. Auf jeden Fall sollten die Layouts nach dem Import nochmals gründlich manuell kontrolliert werden. Schaltpläne lassen sich mitunter überhaupt nicht öffnen. Wenn der Import von PCAD-Daten unumgänglich ist, hilft bei der Kontrolle der importierten Daten der kostenlose PCAD Viewer.

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eines der Hauptziele von Altium ist es, eine integrierte Entwicklungslösung zur Elektronikentwicklung anzubieten.

Altium Designer beinhaltet die Schaltbildeingabe, einem PCB Layout Editor mit Integritätsanalyse, eine auf SPICE-Modellen gestützte Schaltungssimulation, sowie eine plattformunabhängige FPGA-Entwicklungsumgebung.

Eine wesentliche Funktion des Programmes ist die vollständige Implementierung von 3D-Modellen in das Leiterkartendesign. Flex-PCBs können gefaltet, die Platzierungen visualisiert und regelbasiert räumlich in Echtzeit auf Abstand überprüft werden. Der Austausch mit MCAD Programmen ist über den Import und Export von STEP Dateien möglich. Es gibt eine Schnittstelle zu SOLIDWORKS.

Altium Designer kann als 32-Bit-Programm die Leistungsfähigkeit neuerer Computersysteme mit Multicore-Prozessoren und großem Arbeitsspeicher ausschöpfen. So ist eine 3D-Darstellung der Leiterkarte dank GPU-Beschleunigung schnell, aber das Routen verzweigter Netzte mit umfangreichen Echtzeit-DRC-Regeln stockt mitunter.

Konkret bietet die Software Module für folgende Aufgaben:

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altium wird von namhaften Firmen wie Bosch, Intel, Philips, Siemens und anderen eingesetzt[3][4] und hat zahlreiche Auszeichnungen in verschiedenen Ländern erhalten.[5][6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 5th April 2011: Altium to Relocate its Global Headquarters to Shanghai, China (PDF; 78 kB)
  2. Protel Shareholder News, January 2000 (PDF; 547 kB)
  3. http://www.altium.com/company/about-altium/en/about-altium_home.cfm
  4. http://altium.force.com/stories
  5. http://www.altium.com/successes/en/awards--recognition.cfm
  6. http://www.altium.com/successes/testimonials/de/testimonials_home.cfm

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]