Aluminiumnitrat

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Strukturformel
Aluminiumion \mathrm{ \ \Biggl[} Nitration\mathrm{ \ \!\ \Biggr]_3^{-}}
Allgemeines
Name Aluminiumnitrat
Summenformel Al(NO3)3
CAS-Nummer
  • 13473-90-0 (wasserfrei)
  • 7784-27-2 (Nonahydrat)
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse
  • 212,99 g·mol−1 (wasserfrei)
  • 375,13 g·mol−1 (Nonahydrat)
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

Zersetzung ab 150 °C[2]

Löslichkeit
  • leicht löslich in Wasser (419 g·l−1, Nonahydrat)[2]
  • löslich in Ethanol[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
03 – Brandfördernd 07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 272​‐​315​‐​319
P: 302+352​‐​305+351+338 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]
Brandfördernd Reizend
Brand-
fördernd
Reizend
(O) (Xi)
R- und S-Sätze R: 8​‐​36/38
S: 17​‐​26​‐​36
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Aluminiumnitrat

Aluminiumnitrat ist eine chemische Verbindung, das Aluminiumsalz der Salpetersäure. Es bildet farblose und zerfließliche rhombische Kristalle. Aluminiumnitrat ist sehr gut in Wasser löslich; die Lösung reagiert sauer.[1] Beim Auskristallisieren aus wässrigen Lösungen bildet sich das Nonahydrat Al(NO3)3·9 H2O. Beim Erhitzen gibt das Hydrat bei 73 °C das Kristallwasser wieder ab. Das Salz zeigt keinen Schmelzpunkt und zersetzt sich ab etwa 150 °C.[2]

Darstellung[Bearbeiten]

Die Darstellung von Aluminiumnitrat kann durch Auflösen von Aluminiumhydroxid in Salpetersäure erfolgen.[1]

\mathrm{Al(OH)_3\ +\ 3\ HNO_3\longrightarrow\ Al(NO_3)_3\ + 3\ H_2O}

Verwendung[Bearbeiten]

Der Stoff wurde früher zur Glühstrumpf-Herstellung eingesetzt. Bei der Herstellung von Kernbrennstäben dient das Nitrat als Extraktionsmittel für Uran. Weiterhin wird Aluminiumnitrat als Beize in der Färberei und zum Gerben von Leder verwendet.[2]

Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

Aluminiumnitrat wirkt stark reizend auf die Schleimhäute der Augen und die Atemwege. Bei oraler Aufnahme können die aufgenommenen Nitrationen zu Schwindelgefühl, Kopfschmerzen sowie Schmerzen im Bauchbereich, blutigem Erbrechen, Durchfall, Erschlaffung der Gefäßmuskulatur und Verringerung der Herzfrequenz führen. Das Nitrat ist ein starkes Oxidationsmittel und wirkt daher brandfördernd.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Eintrag zu Aluminiumnitrat. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 7. April 2014.
  2. a b c d e f g h Eintrag zu Aluminiumnitrat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 30. Oktober 2009 (JavaScript erforderlich).
  3. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist nur noch auf Altbeständen zu finden und von rein historischem Interesse.