American Chamber of Commerce in Germany

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Die American Chamber of Commerce in Germany e. V. (AmCham Germany) ist eine private, unabhängige Non-Profit-Organisation und hat als eingetragener Verein ihren Sitz in Berlin. Sie unterhält Geschäftsstellen mit hauptamtlichen Mitarbeitern in Berlin und Frankfurt. Der Verein hat über 2.300 Mitglieder, sehr viele hiervon Unternehmen. Die Aktivitäten werden ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge finanziert.

Der Verein ist die größte bilaterale Wirtschaftsvereinigung in Europa und versteht sich als Lobbyist[1] der wichtigsten Gruppe ausländischer Investoren in Deutschland. Ziel der Kammer ist es, die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen und den Wirtschaftsstandort Deutschland zu fördern.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AmCham Germany wurde am 29. Januar 1903[2] von amerikanischen Geschäftsleuten in Berlin gegründet. Anfangs zählte die Kammer 100 Mitglieder, davon 60 % amerikanischer Herkunft und 40 % deutscher Herkunft. AmCham Germany gilt als der älteste bilaterale Handelsverband Deutschlands und die zweitälteste AmCham der Welt. AmCham Germany hat laut eigenen Angaben etwa 2.300 Mitglieder (Stand 2019).

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2018 wurde Frank Sportolari (UPS Deutschland) Präsident der American Chamber of Commerce in Germany. Zuvor waren von 2013 bis 2018 Bernhard Mattes (Verband Deutsche Automobilindustrie und Ford) und von 1991 bis 2013 Fred B. Irwin, 'Vice Chairman for Germany' der Citigroup Global Markets Deutschland AG & Co. KGaA. Präsident der Kammer. AmCham Germany zählt 500 ehrenamtliche Mitarbeiter, die in rund 30 regionalen und themenbezogenen Komitees arbeiten.

Wirtschaftspolitische Ausschüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den politischen Ausschüssen der Kammer werden Positionspapiere zu Themen wie Steuerpolitik, Biotechnologie, Telekommunikation, Medien, Energie, Umweltpolitik, Finanzdienstleistungen und Unternehmensrecht erstellt und den entsprechenden Regierungsstellen vorgelegt. Die Mitarbeit, die im Vorstand und in den Ausschüssen erfolgt, ist freiwillig.

Ausschüsse
  • Ausschuss für Biotechnologie
  • Rechtsausschuss
  • Ausschuss für Finanzdienstleistungen
  • Ausschuss für Regierungsbeziehungen
  • Ausschuss für Gesundheitsfragen
  • Steuerrechtsausschuss
  • Ausschuss für Sozial- und Arbeitspolitik*Telekommunikations- Internet- und Medienausschuss
  • Ausschuss für Umweltpolitik
  • Ausschuss für transatlantische Beziehungen.

AmCham Germany Transatlantic Partnership Award[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1987 verleiht AmCham Germany den undotierten Transatlantic Partnership Award. Preisträger waren Dirk Nowitzki (2012), Bill Gates (2011), Hasso Plattner (2010), Arnold Schwarzenegger (2009), Jürgen Weber (2008), Meg Whitman (2007) und Kurt Masur (2006).

Der Preis zeichnet eine aktive, vorbildliche und positive Gestaltung der transatlantischen Beziehungen aus (im Sinne der Verleiher). Dies gilt besonders mit Blick auf die Zukunft und die Sicherung der deutsch-amerikanischen Freundschaft.

Der AmCham Germany Transatlantic Partnership Award steht sowohl Persönlichkeiten als auch Institutionen und Einrichtungen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Sport und Kultur aus Deutschland und den Vereinigten Staaten offen.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitgliederzeitschrift ist commerce germany, die seit 1920 veröffentlicht wird. Die Hefte in englischer Sprache erscheinen dreimal im Jahr beim ACC Verlag & Services GmbH, eine Tochtergesellschaft der AmCham Germany. Sie informieren über aktuelle Themen der transatlantischen Beziehungen.

Das YEARBOOK erscheint einmal jährlich und enthält Kontaktinformationen der Mitglieder, politische Kontaktadressen, Branchen nach NAISC-Klassifizierung und weitere Informationen über die Kammer.

In Kooperation mit Mitgliedsunternehmen veröffentlicht die Vereinigung verschiedene Publikationen. Dazu gehört das AmCham Business Barometer, eine Studie, die jährlich in Zusammenarbeit mit Roland Berger Strategy Consultants erstellt wird, und die Un-/Zufriedenheit von US-Unternehmen am Standort Deutschland dokumentiert.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. American Chamber of Commerce in Germany e.V. bei lobbyradar.de (Memento vom 12. Dezember 2015 im Webarchiv archive.is)
  2. a b About Us & History. In: www.amcham.de. Abgerufen am 10. November 2017 (englisch).