Ammonoxidation

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Spätjahr 1930, halbtechnische Anlage für Versuche nach dem Andrussow-Verfahren in Herne, betrieben von Leonid Andrussow.
Diagramm aus 1931 mit dem Andrussow-Verfahren

Die Ammonoxidation ist ein chemisches Verfahren, mit dem aus organischen Verbindungen mit Methylgruppen durch gleichzeitige Reaktion mit Ammoniak und Sauerstoff die entsprechenden Nitrile hergestellt werden.[1]

Verfahrensbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Ammonoxidation handelt es sich um eine Gasphasenreaktion, welche meist bei Temperaturen oberhalb von 300 °C durchgeführt wird. Hierzu werden oft metallische Katalysatoren, beispielsweise Platin, benötigt.

Die allgemeine Reaktionsgleichung lautet:

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Industriell bedeutende Ammonoxidationen sind das Sohio-Verfahren, welches der Herstellung von Acrylnitril aus Propen dient, sowie das Andrussow-Verfahren, mit welchem Blausäure aus Methan gewonnen wird. Ferner besitzt die Herstellung von Phthalonitril aus o-Xylol industrielle Bedeutung.

Andrussow-Verfahren[2]
Sohio-Verfahren[3]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag zu Ammonoxidation. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 29. Mai 2014.
  2. Überführung chemischer Prozesse aus dem Labor- in den Produktionsmaßstab (Memento vom 23. Januar 2014 im Internet Archive) Vorlesung Technische Chemie, Uni Frankfurt (PDF; 1,2 MB).
  3. Industrial Organic Chemistry, Klaus Weissermel, Hans-Jurgen Arpe, John Wiley & Sons, 3. Auflage 1997, ISBN 3-527-28838-4.