Anaphora

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Die Anaphora (griech. Αναφορά „Erhebung“, lat. repetitio) ist eine musikalisch-rhetorische Figur und bezeichnet eine fortlaufende Wiederholung eines Themas, oder Figur in verschiedenen folgenden Sätzen, die den Affekt des Nachdrucks mit sich bringen soll.

Rhetorik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Rhetorik wird die Anaphora oder Anapher gebraucht, um die Wichtigkeit eines Themas zu verdeutlichen.

Beispiel:

„I have a dream, that one day …
I Have a dream, …
I Have a dream, …“

Dr. Martin Luther King

„Yes we can…
Yes we can…
Yes we can…“

US Präsident Barack Obama

In anderen Definitionen der Anaphora bzw. Repetitio wird der Affekt des Nachdrucks der Figur erwähnt.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joachim Burmeister beschreibt die Anaphora als eine sich wiederholende Verzierung, die jedoch nur in der Bassstimme vorkommt. „Geschieht dies in mehreren Stimmen, wird es als ‚palillogia‘ genannt“. Johannes Nucius hingegen erklärt die Anaphora zwar auch als ein sich wiederholendes Thema in der gleichen Stimme, spezifiziert diese dennoch nicht.

Liturgie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der orthodoxen Liturgie bezeichnet Anaphora das Hochgebet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dietrich Bartel: Handbuch der musikalischen Figuren, Laaber 1985