Andrea Firmenich

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Andrea Firmenich (* 1959) ist eine deutsche Kunsthistorikerin und Geschäftsführerin der Stiftung Nantesbuch gGmbH.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Firmenich studierte Kunstgeschichte, Geschichte, Philosophie und Pädagogik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Sie wurde mit einer Arbeit über „Heinrich Campendonk 1889 – 1957. Leben und expressionistisches Werk malerisches Werk. Mit einem Werkkatalog des malerischen Oeuvres“ promoviert (ausgezeichnet mit dem Paul-Clemen-Preis des Landschaftsverbands Rheinland)[1]. Nach ihrem Volontariat im Brücke-Museum Berlin 1989 übernahm sie 1990 die wissenschaftliche Leitung der Kunsthalle Emden/Stiftung Henri und Eske Nannen. 1996 wechselte sie als Leiterin des Ausstellungsmanagements an die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland nach Bonn. Im Jahr 1999 wurde sie Direktorin des Museums Sinclair-Haus[2] in Bad Homburg. Neben der Organisation von Ausstellungen zur Klassischen Moderne und zeitgenössischen Kunst baute sie hier im Auftrag der ALTANA AG eine Unternehmenssammlung zum Thema „Natur in der zeitgenössischen Kunst“ auf.[3] Im Kunstfälscherskandal um Wolfgang und Helene Beltracchi trug sie 2006 wesentlich zu dessen Aufklärung bei, weil sie trotz erster Fehleinschätzung an der Authentizität eines angeblichen Gemäldes von Heinrich Campendonk zweifelte und weiter recherchierte[4].

Im Auftrag der Unternehmerin und Gesellschafterin Susanne Klatten konzipierte sie 2007 die ALTANA Kulturstiftung gGmbH. Sie übernahm deren Geschäftsführung und entwarf u. a. ein interdisziplinäres Programm kultureller Bildung mit zahlreichen überregionalen Kooperationspartnern. 2012 beauftragte Susanne Klatten sie ferner mit der Konzeption und Geschäftsführung der Stiftung Nantesbuch gGmbH[5], mit der die ALTANA Kulturstiftung 2017 unter einem organisatorischen Dach fusionierte und in deren Trägerschaft das Museum Sinclair-Haus seitdem steht[6].

Firmenich ist in mehreren Gremien und wissenschaftlichen Beiräten tätig (u. a. im Fachbeirat der Stiftung Henri und Eske Nannen und Schenkung Otto van de Loo und im Kuratorium des Werkverzeichnis der Gemälde von Gabriele Münter der Gabriele Münter und Johannes Eichner-Stiftung). Sie hat zahlreiche Publikationen zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts geschrieben und herausgegeben.

Firmenich ist mit dem Verleger Michael Wienand verheiratet, sie haben einen Sohn und leben in Köln.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeberschaft und/oder Autorenschaft (Auswahl):

  • Flügelschlag. Insekten in der zeitgenössischen Kunst, hg. Andrea Firmenich, Berlin 2019.
  • Chiahru Shiota – Gedankenlinien, hg. von Andrea Firmenich, Dortmund 2019.
  • Aussicht – Einsicht Blick durchs Fenster, hg. v. Andrea Firmenich, Johannes Janssen, München 2018.
  • Buchwelten, hg. v. Andrea Firmenich, Johannes Janssen, Bielefeld/Berlin 2017.
  • Die Zweite Haut, hg.v. Andrea Firmenich, Johannes Janssen, München 2016.
  • Ori Gersht. Naturgewalten. Filme und Fotografien (Ori Gersht. Forces of Nature. Film and Photography), hg.v. Andrea Firmenich, Johannes Janssen, übers. v. Russell Stockmann, München 2015.
  • Verzweigt. Bäume in der zeitgenössischen Kunst, hg.v. Andrea Firmenich, Johannes Janssen, Köln 2014.
  • Leiko Ikemura. Zwischenwelten. Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen, hg.v. Andrea Firmenich, Johannes Janssen, Bielefeld/Berlin 2014.
  • Reisenotizen. Barbara Klemm – Fotografien. Johann Wolfgang Goethe – Zeichnungen, hg. v. Andrea Firmenich, Johannes Janssen, München 2014.
  • Still bewegt. Videokunst und Alte Meister, hg. v. Andrea Firmenich, Johannes Janssen, München 2013.
  • Franz Gertsch. Holzschnitte. Aus der Natur gerissen, hg. v. Andrea Firmenich, Johannes Janssen, Köln 2013.
  • Herbert Brandl. Landschaften. Monotypien und Gemälde, Andrea Firmenich, Johannes Janssen, Köln 2012.
  • Georg Baselitz. Das Naturmotiv, hg.v. Andrea Firmenich, Johannes Janssen, Köln 2012.
  • Franz Marc und Joseph Beuys. Im Einklang mit der Natur, hg. v. Andrea Firmenich, Cathrin Klingsöhr-Leroy, München 2011.
  • Joan Hernández Pijuan. Farben der Erde (Joan Hernández Pijuan. Colores de la tierra), hg. v. Andrea Firmenich, Johannes Janssen, Köln 2011.
  • Young-Jae Lee. Formen aus der Erde, hg. v. Andrea Firmenich, Köln 2010, S. 12–17; 95–99.
  • AN DIE NATUR. ALTANA Kunstsammlung, hg. v.Andrea Firmenich, Köln 2010
  • Nahsicht. Käthe Kollwitz. Heinrich Zille, hg. v. Andrea Firmenich, Martina Padberg, Rainer Stamm, Bielefeld 2009.
  • Passagen. Video, Fotografie, Installation. Christoph Brech, hg. v. Michael Buhrs, Andrea Firmenich, Köln 2009.
  • Walter Moroder – Alberto Giacometti. Geheime Welt, hg. v. Andrea Firmenich, Köln 2008.
  • Heribert C. Ottersbach. Hälfte des Lebens, hg. v. Michael Buhrs, Andrea Firmenich, Köln 2008, S. 67–77.
  • AN DIE NATUR. ALTANA Kunstsammlung, hg. v. Andrea Firmenich, Köln 2007.
  • Bernd Koberling. Volumen der Stille, hg. v. Andrea Firmenich, Johannes Janssen, Köln 2007
  • Römische Perspektiven. Stipendiaten der Villa Massimo zu Gast im Sinclair-Haus, hg. v. Andrea Firmenich, Bad Homburg v. d. Höhe 2007.
  • August Macke. Durchfreuen der Natur. Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle aus dem Kunstmuseum Bonn und dem August Macke Haus Bonn, hg. v. Andrea Firmenich, München 2006.
  • Karl Bohrmann. Innenräume – Außenräume. hg. v. Andrea Firmenich, Michael Semff, Köln 2006
  • Karin Kneffel. Verführung und Distanz, hg. v. Andrea Firmenich, Brigitte Reinhard, Köln 2006.
  • Joan Miró. Fantastische Welten. Druckgrafik aus der Fundació Joan Miró Barcelona, Köln 2005.
  • Markus Lüpertz – Durs Grünbein. Daphne – Metamorphose einer Figur, hg. v. Andrea Firmenich, Köln 2005.
  • Natur-Schöpfung. Architektur und Kunst im Herbert-Quandt-Haus, hg. v. Andrea Firmenich Berlin 2004
  • German Art. Deutsche Kunst aus amerikanischer Sicht. Werke aus der Sammlung des Saint Louis Art Museum, hg. v. Andrea Firmenich, Cornelia Homburg. Köln 2004
  • Per Kirkeby. Natur und Gestalt. Retrospektive der Zeichnungen und Aquarelle, hg. v. Andrea Firmenich, Siegfried Gohr, Köln 2003.
  • Farbe und Form. Sophie Taeuber-Arp im Dialog mit Hans Arp, hg. v. Andrea Firmenich, Martina Padberg, Köln 2002.
  • Spektakel des Lebens. Max Beckmann. Arbeiten auf Papier, hg. v. Andrea Firmenich, Martina Padberg, Köln 2001.
  • Schichten der Nacht. Arnulf Rainer – Victor Hugo, hg. v. Barbara Catoir, Andrea Firmenich, Köln 2001.
  • Saskia Niehaus. Zeichnung und Skulptur, Köln 2001.
  • Josef Scharl. Monographie und Werkverzeichnis, hg. v. Andrea Firmenich, Andrea Lukas, Köln 1999
  • Fred Thieler. Monographie und Werkverzeichnis. Bilder von 1942–1993, hg. v. Andrea Firmenich, Jörn Merkert, Köln 1999
  • Kunsthalle in Emden. Stiftung Henri und Eske Nannen, hg. v. Andrea Firmenich, München 1997
  • Tanz in der Moderne. Von Matisse bis Schlemmer, hg. v. Karin Adelsbach, Andrea Firmenich, Köln 1996
  • Franz Radzwill. 1895 bis 1993. Monographie und Werkverzeichnis, hg.v. Andrea Firmenich, Rainer Schulze, Köln 1995
  • Martin Disler. Skulpturen 1985 bis 1995. hg. v. Andrea Firmenich, Dieter Koepplin, Köln 1995
  • Sammlung Henri Nannen. Meisterwerke aus der Kunsthalle in Emden, hg.v Andrea Firmenich, Ulrich Schneider, Köln 1994
  • Georg Baselitz. Holzschnitte 1966–1991, hg. v. Andrea Firmenich, Siegfried Gohr, Köln 1994
  • Lyonel Feininger. Natur-Notizen, Skizzen aus dem Busch-Reisinger-Museum, hg. v. Andrea Firmenich, Ulrich Luckhardt, 1993
  • Bernd Zimmer. Bilder 1987–1992., hg. v. Andrea Firmenich, München 1993
  • August Macke. Gesang von der Schönheit der Dinge. Aquarelle, Zeichnungen. hg. v. Volker Adolphs, Andrea Firmenich, Brigitte Reinhard, Köln 1992
  • Fred Thieler. Dialog mit der Farbe, Köln 1991
  • Heinrich Campendonk 1888–1957. Leben und expressionistische Werk. Mit Werkkatalog des malerischen Ouevres, Recklinghausen 1989

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinrich Campendonk 1888–1957. Leben und expressionistische Werk. Mit Werkkatalog des malerischen Ouevres, Recklinghausen 1989
  2. Über das Museum. Abgerufen am 12. Dezember 2018.
  3. AN DIE NATUR. ALTANA Kunstsammlung, hg. v. Andrea Firmenich, Köln 2007.
  4. https://www.tagesspiegel.de/kultur/kunstfaelschung-ein-pferd-auf-der-flur/6636464.html
  5. Stiftung Nantesbuch - Geschichte. Abgerufen am 11. Februar 2019.
  6. Christian Huther: Fokus auf Kunst und Natur, aber nicht mahnend. In: Kunstforum International. Band 260, Mai 2019, S. 322 - 326.