Antithese

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Der Begriff Antithese (griech.: ἀντίθεσις antithésis ‚Gegenbehauptung, -satz, Opposition‘, aus anti ‚gegen‘ und thésisThese‘) bezeichnet allgemein eine Gegenbehauptung zu einer Ausgangsbehauptung (der These). Dabei werden zwei Wörter, Begriffe, Satzteile oder Sätze einander gegenübergestellt, die sich im Sinn widersprechen.

Bildungssprachlich[Bearbeiten]

Im bildungssprachlichen Sinn stellt die Antithese einen Gegensatz bzw. Widerspruch zu einer zuvor aufgestellten These dar. Sie zielt darauf ab den Inhalt einer Ausgangsbehauptung zu widerlegen.

Bsp.:

„These: Das Haus ist rot.

Antithese: Das Haus ist nicht rot, denn es ist blau.“

„These: Goethe starb 1805.

Antithese: Goethe starb 1832.“

Literatur[Bearbeiten]

In der Literatur ist eine Antithese eine rhetorische Figur, in der unter einem Oberbegriff in direktem Gegensatz zueinander stehende Begriffe oder Gedanken kombiniert werden. Hierbei kann es sich um einzelne Wörter, Satzteile oder ganze Sätze handeln. Zur zusätzlichen Betonung des enthaltenen Widerspruchs steht die Antithese häufig in Form von Parallelismen oder Chiasmen. Durch die Antithese können unter anderem Zwiespalt, Spannung und Zerrissenheit ausgedrückt werden.

Bsp.:

„Klein ist der Strauch, groß ist der Baum.“

„Heute sind wir noch am Leben. Morgen werden wir sterben.“

„Der Einsatz war groß, klein war der Gewinn.“

„Ich schlafe am Tag, in der Nacht wache ich.“

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Antithese – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]