Arnold (Software)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mit Arnold gerenderte Szene[1]

Arnold ist eine Computerprogramm zum Berechnen (Rendern) von dreidimensionalen, computergenerierten Szenen. Entwickelt in Spanien von Marcos Fajardo und seinem Unternehmen Solid Angle gehört Arnold im Jahr 2017 zu einem der meist genutzten Rendering-Programmen in der Computergrafik weltweit. Fajardo erhielt am 4. Januar 2017 von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences einen „Oscar“ für seine Arbeit an Arnold.[2] 2016 übernahm Autodesk das Unternehmen[3] und implementierte anschließend Arnold in seine 3D-Programme wie zum Beispiel Maya.

Technik und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marcos Fajardo, 2013

Macos Fajardo besuchte 1997 die Fachkonferenz für Computergrafik Siggraph und ließ sich von mehreren Vorträgen über Rendering-Technologien, insbesondere diffusem Raytracing inspirieren, seine eigene zu entwickeln. Es galt damals mehr als später, mit möglichst geringen Rechenressourcen einen hohen Grad an Fotorealismus zu erzeugen. Zur Auswertung von Strahlenverläufen in einer virtuellen Szene benutzt Arnold stochastische Verfahren, vor allem Monte Carlo. Dadurch erzielen mit Arnold gerenderte Szenen ein deutlich homogeneres Licht und weichere Schatten als mit klassischen Raytracing-Technologien. Mit dem in Arnold generischen Lichtdom, einer großen Kugel, die sich um die ganze 3D-Szene legt, entstehen Bilder, die an viel aufwändigere Global-Illumination-Methoden erinnern. Zu den Spezialitäten von Arnold gehört das interaktive Rendern (IPR) in niedrigerer Auflösung. Das Programm zeigt dabei die 3D Szene in Rohform und reagiert auf jede Eingabe des 3D-Grafikers relativ schnell, etwa auf Änderungen der Lichtposition oder der Geometrie. Das Programm besteht aus rund 200.000 Zeilen C++-Code.[4]

Den Namen Arnold entstand aus einer Laune heraus: Fajardo war mit Kollegen im Kino und sah sich einen Film mit Arnold Schwarzenegger an.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der blaue Kegel ist halbdurchsichtig, leicht reflektierend. Die ganze Szene enthält nur zwei Lichter: ein intensives von vorn und ein globales (Light Dome).
  2. Ediciones El País: El ingeniero español Marcos Fajardo recoge un Oscar técnico. In: EL PAÍS. 13. Februar 2017 (elpais.com [abgerufen am 5. April 2017]).
  3. Autodesk buys Solid Angle | CG Channel. Abgerufen am 5. April 2017 (amerikanisches englisch).
  4. The Art of Rendering (updated). In: fxguide. 10. April 2012 (fxguide.com [abgerufen am 5. April 2017]).