Arpa de dos órdenes

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— Máel Milscothach D 09:46, 28. Mär. 2018 (CEST)
Arpa de dos órdenes, Tim Hobrough, Schottland

Als Arpa de dos órdenes wird die Doppelharfe des spanischen Barocks bezeichnet.

Als Doppelharfe ist das Instrument mit gekreuzten chromatischen Saiten bespannt, wobei die diatonischen Saiten senkrecht und die pentatonischen Saiten schräg gespannt werden. Die Saiten werden im Kreuzungspunkt gezupft: Zum Erreichen der Halbtöne greift der Musiker durch die diatonischen Saiten hindurch. Die Arpa de dos órdenes zeichnet sich besonders durch einen kräftigen warmen Bass aus, ihre Konstruktion mit dem voluminösen Resonanzkörper und ihr Klang ähneln sehr stark der heutigen südamerikanischen Harfe. Als Saitenmaterial wurde fast ausschließlich Naturdarm verwendet, sehr selten auch Seide oder Metall. Die Anzahl der Saiten bei der spanischen Barockharfe beträgt etwa 47.

Die vielleicht bedeutendste Sammlung von Musikstücken für die spanische Barockharfe ist das Buch Luz y Norte von Lucas Ruiz de Ribayaz (1626–1677), herausgegeben um 1677 in Madrid.