Asbach (Obrigheim)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Koordinaten: 49° 20′ 30″ N, 9° 1′ 27″ O

Asbach
Obrigheim Obrigheim
Wappen von Asbach
Höhe: 224 m
Fläche: 6,07 km²
Einwohner: 849 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 140 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Ortsmitte von Asbach

Ortsmitte von Asbach

Asbach ist ein Dorf im Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg, das seit 1973 zu Obrigheim gehört.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asbach liegt etwa sieben Kilometer westlich von Obrigheim am Übergang von Kraichgau zu Kleinem Odenwald auf etwa 224 m ü. NN in der Talmulde und auf den flachen Hängen des Schwarzbach-Zuflusses Asbach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asbach wurde urkundlich erstmals im Jahr 1100 erwähnt. Im Gewann Burggärten, wo sich heute Schrebergärten befinden, befand sich die Burg Asbach.

Im 14. Jahrhundert hatte das Adelsgeschlecht derer von Obrigheim den Ort als speyerisches Lehen inne. Asbach kam 1380 unter kurpfälzische Landeshoheit und wurde vom Amt Obrigheim verwaltet. 1803 kam der Ort an Baden.

1944 wurden Außenkommandos des Konzentrationslagers Neckarelz und der dort zugehörigen Stollen in Obrigheim in Asbach am Bahnhof und im Mörtelsteiner Tunnel errichtet.

1973 wurde Asbach nach Obrigheim eingemeindet.

Demografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1939 wurden 609 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 660.[2] 2013 lebten 849 Menschen in Asbach.[1]

Bauwerke und Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grenzstein 1558
  • Die evangelische Kirche geht vermutlich auf einen mittelalterlichen Bau zurück. Über einem Vorgängerbau aus dem 12. Jahrhundert errichtete man im 15. Jahrhundert einen neuen Chorturm mit darin vermauerten spitzbogigen Zwillingsarkaden (Biphorien). Das Kirchenschiff wurde 1752 neu aufgeführt. Von der Ausmalung im Chor sind Fragmente aus der Zeit um 1420/30 erhalten geblieben. Eine Steinkanzel mit dem Wappen derer von Habern, ist mit manieristisch-spätgotischen Ornamenten geschmückt und trägt die Jahreszahl 1563. Der Taufstein stammt im Wesentlichen von 1619 und wurde 1997 renoviert.
  • Die katholische Kirche St. Maria wurde ab 1890 errichtet und am 9. August 1892 eingeweiht.[3]
  • Das Schulhaus von 1839 weist ein auffälliges Doppelportal auf. Im Ort gibt es weiteren historischen Baubestand, darunter das Gasthaus Adler.
  • Die Verwaltungsstelle ist ein Zweckbau des späten 20. Jahrhunderts. Der Dorfbrunnen ist von 1895.
  • In der Ortsmitte befindet sich ein Grenzstein von 1558 mit der Aufschrift: „155 - 8 Ott - H P C“. Der Grenzstein markierte die Grenze zwischen dem zu Obrigheim gehörenden Kurpfälzischen Cameralwald und der Stüber Zent, zu der Asbach zählte, und weist auf den 1558 herrschenden Regenten hin: Kurfürst Ottheinrich (1502–1559).[4]
  • Eine Tafel in der Ortsmitte erinnert an Philipp Gaa (1785–1851), ev. Pfarrer in Asbach 1844-51, der der badischen Revolution zum Opfer gefallen sein soll.
  • Bis vor einiger Zeit befand sich südlich des Gewerbegebiets TECHNO ein 169 Meter hoher meteorologischer Messmast bei 49°20'30" nördlicher Breite und 09°02'47" östlicher Länge. Dieser Mast wurde zwischenzeitlich abgebaut und an seiner Stelle ein Mobilfunkturm in Fertigbetonbauweise errichtet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Gemeindeseite Obrigheim
  2. Mitteilungen des Württ. und Bad. Statistischen Landesamtes Nr. 2: Ergebnisse der Einwohnerzählung am 31. Dezember 1945 in Nordbaden
  3. Günter Wittmann: Einweihung der katholischen Kirche in Asbach vor 110 Jahren. In: Obrigheim gestern und heute 12, Obrigheim 2002, S. 31/32.
  4. Günter Wittmann: 444 Jahre alter Grenzstein in der Asbacher Dorfmitte. In: Obrigheim gestern und heute 12, Obrigheim 2002, S. 24.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Asbach (Obrigheim) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien