Aschermittwoch der Künstler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Aschermittwoch der Künstler ist eine von dem katholischen Schriftsteller und Diplomaten Paul Claudel nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris begründete Veranstaltung der Begegnung von Kirche und Kunst, die jährlich am Aschermittwoch in über 100 Städten stattfindet.

Dem ersten Künstleraschermittwoch Claudels war zu diesem Termin schon früher ein Treffen französischer Künstler zu einer religiösen Besinnung vorangegangen, das im Jahr 1914 von dem französischen Karikaturisten und Theatermaler Adolphe Willette, einem Freund von Henri de Toulouse-Lautrec, einberufen wurde. Nach dem Tod Willettes 1926 wurde noch im gleichen Jahr in der Pariser Pfarrkirche Saint-Germain-l’Auxerrois eine Messe für alle verstorbenen Künstler gefeiert.

Kardinal Josef Frings griff die Idee seit 1950 in Köln auf. Kurz danach wurde der Aschermittwoch erstmals in München gefeiert, zu dem alle Künstler der Erzdiözese München und Freising eingeladen werden. Weltweit findet der Aschermittwoch der Künstler heute in über 100 Städten statt.

In einer zuweilen auch ökumenisch gefeierten Liturgie beginnen die Künstler mit ihren Bischöfen und Künstlerseelsorgern die 40-tägige Fastenzeit und lassen sich ein Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen. Anschließend findet zumeist eine künstlerische Akademie statt. Mancherorts wird aus diesem Anlass auch für notleidende Künstler gesammelt.

In München wird der jährliche Gottesdienst vom Bayerischen Fernsehen übertragen, dem Gottesdienst steht der dortige Erzbischof vor.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]