Asiatischer Moschusbockkäfer

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Asiatischer Moschusbockkäfer
Fromabove Aromia Bungii.jpg

Asiatischer Moschusbockkäfer (Aromia bungii)

Systematik
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Polyphaga
Familie: Bockkäfer (Cerambycidae)
Unterfamilie: Cerambycinae
Gattung: Aromia
Art: Asiatischer Moschusbockkäfer
Wissenschaftlicher Name
Aromia bungii
(Faldermann, 1835)

Der Asiatische Moschusbockkäfer (Aromia bungii) ist eine in China heimische Käferart und gehört zur Familie der Bockkäfer. Er gilt als Holzschädling und wurde vermutlich über pflanzliches Verpackungsmaterial, vor allem Verpackungsholz, aber auch möglicherweise Pflanzen oder Holz nach Italien und Südbayern in die Gegend um Rosenheim und Kolbermoor eingeschleppt.[1]

Merkmale und Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die adulten Käfer sind zwischen 25 und 40 mm lang. Bei sonst ähnlichem Habitus sind auffällige Unterscheidungsmerkmale zum europäischen Moschusbock vor allem das rote Halsschild, aber auch die lackartig schwarz-glänzende Körperfärbung.

Die Käfer befallen insbesondere vorgeschädigte Bäume der Gattung Prunus. Diese dienen als Brutbäume, auf denen die 6–7 mm langen Eier von den Weibchen in Rindenvertiefungen abgelegt werden. Es werden teilweise auch gesunde Bäume befallen. Die Larven schlüpfen recht bald und legen innerhalb von zwei bis drei Jahren so genannte Galerien im Splintholz an. Selten dringen sie bis ins Kernholz vor. Die Verpuppung erfolgt knapp unterhalb der Rinde in einer Puppenwiege. Im letzten Stadium wird ein ovales Ausflugloch von etwa 12 mm Durchmessern genagt, aus dem auch Kot und Bohrmehl geschoben wird. Dies kann als Merkmal für einen Befall herangezogen werden.

Schädigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die geschlüpften Käfer auch denselben Baum wieder befallen können, kann die Schädigung durch die umfangreichen Galerien erheblich sein. Teile der Rinde können sich ablösen, was teilweise sogar zum Absterben des Baumes führt. Durch die Verletzungen können auch Holzfäule verursachende Pilze leicht eindringen und den Baum zusätzlich schädigen. Da das Schadpotential als erheblich eingeschätzt wird, wurden um die bei Rosenheim und Kolbermoor erkannten Vorkommen Holz-Quarantänezonen erlassen, aus denen kein Holz von Laubbäumen mitgenommen werden darf. Der Käfer wurde auf die Eppo-A1-Liste (Quarantäne-Schädlinge) aufgenommen.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Aromia bungii – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Asiatischer Moschusbockkäfer bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft
  2. EPPO A1 List of pests recommended for regulation as quarantine pests