Ata (Scheuermittel)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ata (Eigenschreibweise: ATA) ist ein seit 1920 von Henkel vermarktetes Scheuermittel,[1] das ursprünglich nur aus Sand und Soda bestand. Ata war 1920 der erste Haushaltsreiniger von Henkel.[2]

Das Mittel wurde am 1. Juni 1920 auf den Markt gebracht und anfangs in einer bedruckten Faltschachtel angeboten,[3] 1924 wurde es in einer außergewöhnlichen Pappgussflasche verkauft. Bis 1935 wurde es im Stammwerk von Henkel in der Seifen- und Sodafabrik in Düsseldorf-Holthausen hergestellt. 1934 wurde dort mit der Errichtung einer eigenen Ata-Fabrik begonnen.[4]

Parallel dazu wurde Ata ab 1923 im Henkel-Werk zur Produktion von Wasch- und Reinigungsmitteln in Genthin (Sachsen-Anhalt) hergestellt.[5] Da das Produktionsgebiet für Ata nach dem Zweiten Weltkrieg in der Sowjetischen Zone lag, wurde die Produktion von der DDR übernommen. Das Werk Genthin ging als Volkseigentum an die Provinz Sachsen-Anhalt über. Es firmierte ab 1947 als „Industrie-Werke Sachsen Anhalt, Waschmittelwerk Genthin, Sitz Halle“ und ab 1948 als „Vereinigung Volkseigener Betriebe Sapotex, Persilwerk Genthin“. 1952 wurde es in „VEB Persil-Werk, Sitz Genthin“, umbenannt, um schließlich ab 1957 „VEB Waschmittelwerk Genthin“ zu heißen.[5] Dort wurde Ata vom VEB Waschmittelwerk Genthin unter dem bekannten Markennamen hergestellt. Nach der Wende wurde das Werk wieder von Henkel übernommen, die ostdeutsche Produktion von Ata wurde 1991 eingestellt.[5]

Heute wird das Scheuermittel in Deutschland als Sidol ATA von Henkel vermarktet.[6] In Österreich trägt es seit zumindest 2012 auch einen neuen Namen: Bref Citrus.[7]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Christina Brede, Das Instrument der Sauberkeit, S. 248 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Rüdiger Liedtke: Wem gehört die Republik?: die Konzerne und ihre Verflechtungen: Namen - Zahlen - Fakten: 9̀4, Eichborn, 1993, ISBN 3-82181332-6, S. 194.
  3. Wilfried Feldenkirchen, Susanne Hilger, Henkel KGaA: Menschen und Marken: 125 Jahre Henkel, 1876-2001, Henkel KGaA, 2001, ISBN 3-92332479-0, S. 81.
  4. http://www.rheinische-industriekultur.de/objekte/duesseldorf/Henkel_geamt/henkel.html
  5. a b c http://www.merte.de/BE/archiv/39307-01.htm
  6. Henkel Deutschland: Sidol; Abgerufen am 13. September 2011.
  7. Henkel Österreich: Bref; Abgerufen am 30. Juli 2012.