Ausdauerndes Sandglöckchen

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Ausdauerndes Sandglöckchen
Ausdauerndes Sandglöckchen (Jasione laevis), Habitus

Ausdauerndes Sandglöckchen (Jasione laevis), Habitus

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Glockenblumengewächse (Campanulaceae)
Unterfamilie: Campanuloideae
Gattung: Sandrapunzeln (Jasione)
Art: Ausdauerndes Sandglöckchen
Wissenschaftlicher Name
Jasione laevis
Lam.

Das Ausdauernde Sandglöckchen (Jasione laevis)[1], auch als Ausdauernde Sandrapunzel bezeichnet, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sandrapunzeln (Jasione) innerhalb der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blütenstand von der Seite und Indument

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ausdauernde Sandglöckchen ist eine ausdauernde[1] krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 25 bis 60 Zentimetern. Er bildet Ausläufer (Stolonen) und zahlreiche sterile Blattrosetten. Seine Stängel sind wenig verzweigt. Die Laubblätter sind flach, ganzrandig oder schwach gezähnt.

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Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der kugelige Blütenstand ist 25 bis 30 Millimeter im Durchmesser. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchzähne sind kahl. Die Kronblätter sind blaulilafarben.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 6;[1] es wurden Chromosomenzahlen 2n = 12, 24, 48 oder 60 ermittelt.[2]

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Ausdauernden Sandglöckchen handelt es sich um einen Hemikryptophyten.[1]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ausdauernde Sandglöckchen ist atlantisch bis submediterran verbreitet. Es wächst in Europa im Kontinentalitätsgefälle bevorzugt in Küstennähe. Sein Verbreitungsgebiet umfasst das Südwest- und Mitteleuropa (Portugal, Spanien, Frankreich, Belgien und Deutschland).

Es siedelt vor allem in Zwergstrauchheiden und Borstgrasrasen (Violion caninae Schwick. 1944). Als Pionierpflanze besiedelt es besonders lückige Stellen an Böschungen oder an Wegrändern. Es gedeiht am besten auf stickstoffarmen, basenarmen, mäßig sauren bis sauren, kalkarmen Böden.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Jasione laevis erfolgte 1779 durch Jean Baptiste de Monnet de Lamarck. Synonyme für Jasione laevis Lam. sind: Jasione montana var. perennis L. f., Jasione perennis (L. f.) Lam., Jasione pygmaea (Gren. & Godr.) Timb.-Lagr., Ovilla perennis (L. f.) Bubani, Jasione pyrenaica Sennen, Jasione bialis Sennen, Jasione tajae Sennen, Jasione laevis var. pygmaea (Gren. & Godr.) O.Bolòs & Vigo, Jasione laevis subsp. gredensis Rivas Mart. & Sancho. [3]

Von Jasione laevis gibt es zwei Unterarten:[3]

  • Jasione laevis subsp. carpetana (Boiss. & Reut.) Rivas Mart.: Sie kommt in Spanien vor.[3]
  • Jasione laevis Lam. subsp. laevis

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Im deutschen Handel wird die Sorte Jasione laevis (‘Blaulicht’) unter der Bezeichnung „Blauköpfchen“ meist zur Verwendung in Steingärten angeboten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
  • Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora. Unter Mitarbeit von Theo Müller. 7., überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1994, ISBN 3-8252-1828-7.
  • Heinz Ellenberg, H. E. Weber, R. Düll, V. Wirth, W. Werner & D. Paulißen: Zeigerwerte von Pflanzen in Mitteleuropa. Scripta Geobotanica 18, Verlag Erich Goltze, 1992. ISBN 3-88452-518-2

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Ausdauerndes Sandglöckchen bei BiolFlor der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
  2. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe, Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 898.
  3. a b c Rafaël Govaerts (Hrsg.): Jasione - Datenblatt bei World Checklist of Selected Plant Families des Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 8. April 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ausdauerndes Sandglöckchen (Jasione laevis) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien