Austin-Healey 100

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Austin-Healey
1955-austin-healey-archives.jpg
100
Produktionszeitraum: 1953–1959
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Roadster
Motoren: Ottomotoren:
2,6–2,9 Liter
(67–75 kW)
Länge: 3850 mm
Breite: 1540 mm
Höhe: 1250 mm
Radstand: 2290 mm
Leergewicht: 910 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: Austin-Healey 3000

Der Austin-Healey 100 ist ein von 1953 bis 1959 von BMC gebauter Roadster der Marke Austin-Healey. Für die London Motor Show 1952 baute Donald Healey einen einzelnen Healey 100. Dessen Design beeindruckte die British Motor Corporation, den Eigentümer der Austin Motor Company, so sehr, dass man beschloss den Austin-Healey 100 zu produzieren.

Im Gegensatz zum Austin-Healey 3000, der seinen Namen wegen seines 3000-cm³-Motors erhielt, wurde er nach seiner Höchstgeschwindigkeit benannt. Der Austin-Healey 100 war als eines der damals wenigen Fahrzeuge in der Lage, konstant 100 Meilen in der Stunde (160 km/h) zu fahren.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Austin-Healey 100 (BN1) wurden in der BMC-Fabrik in Longbridge zusammengebaut, die Chassis stammten aus der Jensen-Fabrik in West Bromwich. Ziel war es, bis zu 100 Exemplare pro Woche zu bauen. Die Wagen hatten einen 90 PS (67 kW) starken 4-Zylinder-Motor mit einem Dreigang-Schaltgetriebe sowie auf Wunsch Overdrive für den zweiten und dritten Gang. Der Preis betrug 750 Pfund. Ein Jaguar XK120 kostete zum Vergleich 1130 Pfund.[1]

Ab August 1955 gab es Verbesserungen, die in dem überarbeiteten BN2-Modell resultierten. Das Dreiganggetriebe wurde durch ein Vierganggetriebe, weiterhin mit Overdrive, ersetzt. Auch die Austin-Healey-typische zweifarbige Lackierung wurde mit der neuen Version eingeführt. Wahlweise war eine 100M-Version mit einem stärkeren Motor mit 110 PS (82 kW), erhältlich. Eine weitere Steigerung markierte die 100S-Version (für Sebring International Raceway). Sie hatte einen 132 PS (98 kW) leistenden Motor und zur Gewichtsminimierung ein Aluminiumchassis; auf Stoßstangen wurde verzichtet. Des Weiteren wurde der Kühlergrill verkleinert und die Windschutzscheibe gegen eine Kunststoffvariante ausgetauscht. Zusammen erbrachte das eine Gewichtsersparnis von 91 kg. An der Vorder- und Hinterachse wurden die neuartigen Dunlop-Sportscheibenbremsen eingesetzt.

In einem Test von The Motor aus dem Jahr 1953 wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 106 mph (171 km/h) gemessen. Das Testmodell beschleunigte von 0 auf 100 in 11,2 Sekunden und verbrauchte 12,6 Liter pro 100 km. Einschließlich Steuern kostete der 100/BN1 1063 Pfund.[2]

Die letzten 100-6-Modelle ab 1956 trugen die Bezeichnung BN4 und BN6. Der BN4 war im Gegensatz zum BN6 ein 2+2-Sitzer. Um Platz für die zusätzlichen Sitzplätze zu schaffen, wurde der Radstand um 50 mm verlängert, das Triebwerk war ein 6-Zylinder-MBC-C-Motor. Der Overdrive war nicht mehr serienmäßig, jedoch als Zusatzausstattung weiterhin erhältlich.

1957 wurde die Produktion von Longbridge in das MG-Werk in Abingdon verlegt. Bis die Produktion 1959 zugunsten des Austin-Healey 3000 eingestellt wurde, wurden insgesamt 15.826 Austin-Healey 100 (100-4 und 100-6) gebaut.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Larry Edsall: Legenden der Automobilgeschichte : von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert. White-Star-Verlag, Wiesbaden 2006, ISBN 3-939128-52-X, S. 148–149.[3]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. oldtimer-bild.de
  2. „The Austin-Healey "Hundred" Road Test“, The Motor (September 16 1953)
  3. home.arcor.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Austin-Healey 100 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien