Automobilkaufmann

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Der Automobilkaufmann ist in Deutschland seit 1998 ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz.[1]

In der Schweiz ist der Eidg. Dipl. Automobilkaufmann eine Weiterbildung, welche mit einer höheren Fachprüfung abschließt.

Deutschland[Bearbeiten]

Ausbildungsdauer[Bearbeiten]

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und erfolgt an den Lernorten Betrieb und Berufsschule.

Aufgabenbereich[Bearbeiten]

Automobilkaufleute werden meistens in Autohäusern ausgebildet, aber auch direkt bei den Herstellern und Importeuren. Während der Ausbildung lernt der angehende Automobilkaufmann alle kaufmännischen Bereiche eines Autohauses kennen, aber auch technisches Grundwissen über die Funktionsweise des Kfz wird den Auszubildenden vermittelt. Der Beruf des Automobilkaufmanns ist auf die organisatorischen und kaufmännischen Bedingungen des Kfz-Gewerbes zugeschnitten, wobei das Auto und sein Markt im Vordergrund stehen.

Die Aufgabengebiete umfassen:

  • Betriebsorganisation, Personalwirtschaft, Sicherheit am Arbeitsplatz
  • bürowirtschaftliche Abläufe, Auftragsannahme und -Bearbeitung, Datenschutz
  • Buchhaltung, Kostenrechnung, Kalkulation
  • Disposition, Beschaffung, Vertrieb, Marketing, Lagerwirtschaft
  • Kundendienst, Teile- und Zubehör
  • Flottenmanagement, Fahrzeugvermietung

Automobilkaufleute wirken außerdem in Prozessen der betrieblichen Steuerung und Kontrolle des Finanz- und Rechnungswesens sowie der Personalverwaltung mit. Sie werden während ihrer Ausbildung auch mit allen Aspekten des Verkaufs von Neu- und Gebrauchtwagen vertraut gemacht, insbesondere mit allen vor- und nachbereitenden Maßnahmen. Die unmittelbare Verkaufstätigkeit wird jedoch von Automobilverkäufern übernommen.

Schweiz[Bearbeiten]

In der Schweiz setzt die Weiterbildung zum Eidg. Dipl. Automobilkaufmann eine Weiterbildung zum Automobildiagnostiker, Automobil-Verkaufsberater oder Kundendienstberater/in im Automobilgewerbe (alle mit eidg. Fachausweis) oder einen Fachhochschulabschluss in Automobiltechnik voraus. Die Ausbildung selbst dauert 4 Semester[2][3] berufsbegleitend.

Automobilkaufleute sind als Führungskräfte positioniert. Möglich ist auch das Führen eines eigenen Betriebes oder einer Niederlassung.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Reglement zur "Meisterprüfung im Autogewerbe" erlangte am 3. September 1984 Gültigkeit.

Das im Wesentlichen noch heute gültige "Reglement über die Höhere Fachprüfung für diplomierte Automechaniker" stammt vom 3. Mai 1995. Die frühere Bezeichnung diplomierte Automechaniker ist heute noch anzutreffen.

Am 1. Januar 2002 trat dann das heutige Reglement in Kraft, wobei im Wesentlichen nur der Artikel "Titel und Veröffentlichung" geändert wurde und damit der Titel Eidg. Dipl. Automobilkaufmann eingeführt wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

Deutschland

Schweiz

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Verordnung über die Berufsausbildung zum Automobilkaufmann/zur Automobilkauffrau (AutoKfAusbV) (PDF; 67 kB)
  2. Betriebswirt/in im Automobilgewerbe HFP
  3. berufsberatung.ch - Berufe und Ausbildungen – Berufsfelder