Aynallu

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Dieser Artikel behandelt die Ethnie der Aynallu. Für ihre Sprache siehe Aynallu (Turksprache).

Die Aynallū (auch Īnallū, Īnalū, oder Īmanlū) ist eine kleine türkische Ethnie von etwa 7.000 Menschen im Iran. Sie siedeln hauptsächlich im östlichen Zagrosgebirge (Provinz Fars).[1] Daneben leben sie auch in den Provinzen Markazi, Ardebil und Zandschan.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aynallu sind ein Stamm der Oghusen und stammen vom Halbbruder des Seldschukenherrschers Tughrul Beg Ibrahim Inal ab. Minorsky glaubt, dass der Stammesname von den Titeln īnāl oder yenāl abgeleitet ist. Sie gehörten der nomadischen Stammesföderation der schiitischen Schahsevan an. In dieser Föderation sollen die Aynallu ihren Namen angenommen haben, der „jene, die glauben“ (Türkisch Īmanlū für die Gläubigen) bedeutet.

Teile der Aynallu siedelten auch im südöstlichen Anatolien und in Aserbaidschan. Später wurden sie ein führender Stamm in der Afşar-Föderation. Im 19. Jahrhundert (1861/62) schlossen sich die Aynallu einer weiteren nomadischen Stammesföderation an, die sich „Khamseh“ nannte.

Ihre Zahl wurde vor dem Ersten Weltkrieg auf 4-5000 Familien geschätzt.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinz-Gerhard Zimpel: Lexikon der Weltbevölkerung, S. 225

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz-Gerhard Zimpel: Lexikon der Weltbevölkerung. Geografie - Kultur - Geschichte. Nikol Verlagsgesellschaft mbH & CO. KG, Hamburg 2000, ISBN 3-933203-84-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aynallu. In: Ehsan Yarshater (Hrsg.): Encyclopædia Iranica (englisch, inkl. Literaturangaben)