Azidose

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Klassifikation nach ICD-10
E87.2 Azidose
E10.1
E11.1
E12.1
E13.1
E14.1


Diabetische Azidose
ICD-10 online (WHO-Version 2016)

Eine Azidose (lat. acidum ‚Säure‘) ist eine Störung des Säure-Basen-Haushaltes bei Menschen und Tieren, die ein Absinken des pH-Werts im Blut bewirkt. Liegt der pH-Wert im Blut unterhalb von 7,35, spricht man von einer Azidose. Der Referenzbereich beim Menschen liegt bei 7,35 bis 7,45. Liegt er darüber, so spricht man von einer Alkalose.

Bei der manchmal in der Alternativmedizin bzw. Komplementärmedizin beachteten ernährungsbedingten ‚Übersäuerung des Körpers‘ (siehe basische Ernährung) liegt der menschliche Säure-Basen-Haushalt zwischen pH 7,35 bis 7,45, welches dem Normbereich und nicht dem klinischen Bild einer Azidose entspricht.

Wesentliche Ursachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Symptome[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anzeichen einer Übersäuerung lassen anfangs selten auf diese Erkrankung schließen. Durch die aus der Azidose resultierende Sauerstoffunterversorgung können bei den Betroffenen zunächst Symptome wie Konzentrationsschwäche, Nervosität, Kopfschmerzen, Übelkeit sowie Schlafstörungen auftreten. Diese Anzeichen werden daher häufig auf zu viel Stress zurückgeführt und nicht ernst genommen. Liegt eine latente Azidose vor und ist der Körper nicht mehr in der Lage, die Übersäuerung durch eine Korrektur des pH-Wertes auszugleichen (dabei entzieht er den Knochen und Zähnen Kalzium), können Organe wie Niere, Lunge, Darm oder sogar das Herz angegriffen werden. Durch die Verringerung der Herzleistung können schließlich Schwindelanfälle, ein niedriger Blutdruck sowie Herzrhythmusstörungen ausgelöst werden. Daher ist es wichtig, bereits die anfänglich auftretenden Symptome ernst zu nehmen und den Körper auf eine Übersäuerung untersuchen zu lassen.[1]

Nachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Azidose wird anhand einer Blutgasanalyse nachgewiesen. Anhand der Messwerte für Bicarbonat und Kohlenstoffdioxid-Partialdruck im arteriellen Blut kann zwischen einer respiratorischen und einer metabolischen Störung unterschieden werden. Eine respiratorische Azidose erkennt man an einem erhöhten CO2-Partialdruck (PCO2), bei einer metabolischen Azidose ist die Standardbicarbonatkonzentration erniedrigt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Azidose – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLatente Übersäuerung – Symptome und Folgen. 27.06.2014, abgerufen am 04.04.2016 (deutsch).
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