Bachflohkrebs

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Bachflohkrebs
Gammarus fossarum Podkomorské lesy.jpg

Bachflohkrebs (Gammarus fossarum)

Systematik
Überordnung: Ranzenkrebse (Peracarida)
Ordnung: Flohkrebse (Amphipoda)
Unterordnung: Gammaridea
Familie: Gammaridae
Gattung: Gammarus
Art: Bachflohkrebs
Wissenschaftlicher Name
Gammarus fossarum
Koch, 1835

Der Bachflohkrebs (Gammarus fossarum) ist ein Flohkrebs aus der Familie der Gammaridae und ein typischer Bachbewohner.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Art wird bis zu 14 mm (Weibchen) bzw. 21 mm (Männchen) lang.[1] Sie ist von kompakter Form mit einem dunklen, meist bräunlichen Panzer.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bachflohkrebs gehört zusammen mit dem Gewöhnlichen Flohkrebs (Gammarus pulex) und dem Flussflohkrebs (Gammarus roeseli) zu den häufigsten Bewohnern der kleinen und mittelgroßen Fließgewässer Mitteleuropas. Oft werden auch die beiden letztgenannten Flohkrebse wegen ihrer Ähnlichkeit mit Gammarus fossarum umgangssprachlich ebenfalls als Bachflohkrebs bezeichnet. Gammarus roeseli lässt sich von den anderen Arten durch gekielte Segmente auf dem hinteren Rücken unterscheiden. Gammarus fossarum kommt auch in Höhenlagen ab +450 m NN vor, wohingegen Gammarus pulex dort in der Regel nicht mehr anzutreffen ist.[2]

Unter günstigen Bedingungen kommt es zu einer Massenvermehrung des Bachflohkrebses. Hier finden sich oft Ansammlungen von mehreren tausend Individuen pro Quadratmeter.

Ernährung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bachflohkrebs ernährt sich überwiegend von Falllaub, aber auch jeder Art organischer Nahrungspartikel, die aus dem Wasser gefiltert werden können. Auch Kannibalismus wurde beobachtet.

Saprobienindex[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Saprobienindex für diese Art beträgt 1,3.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Goedmakers, A., Gammarus fossarum: Rediscription based on neotype material and notes on its local variation (Crustacea, Amphipoda)., Bijdragen tot de Dierkunde 42, 1972, p. 124–138.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kaeferatlas.de, abgerufen 1. Juni 2015
  2. a b Meyer, Detlef.: Makroskopisch-biologische Feldmethoden zur Wassergütebeurteilung von Fliessgewässern : mit Artenlisten für anfangende und geübte Untersucher und detaillierten Beschreibungen und Abbildungen der Indikatororganismen. 4., unveränd. Aufl. BUND, Hannover 1990, ISBN 3-9800871-4-X.