Bahnstrecke Gumbinnen–Angerburg

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Gumbinnen–Angerburg (Ostpr.)
Kursbuchstrecke: DR 119e (1940) / 137d (1944)
Streckenlänge: 65,0 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Strecke – geradeaus
Bahnstrecke von Königsberg (Kaliningrad)
Bahnhof, Station
0,0 Gumbinnen (Gussew)
   
Bahnstrecke nach Eydtkuhnen/Eydtkau (Tschernyschewskoje)
   
Bahnstrecke nach Goldap (Gołdap)
   
5,9 Stulgen/Hasenrode (Noworetschje)
   
8,5 Balberdszen/Balbern
   
10,3 Norgallen/Wiekmünde (Proletarski)
   
15,4 Jucknischken/Bahnfelde (Stanzionnoje)
   
19,9 Eszerningken/Eschingen (Kadymka)
   
Bahnstrecke von Insterburg (Tschernjachowsk)
   
27,6 Darkehmen/Angerapp Ost (Osjorsk)
   
Bahnstrecke nach Lyck (Ełk)
   
31,2 Darkehmen/Angerapp West
   
39,1 Beynuhnen/Beinuhnen (Uljanowskoje)
   
43,7 Friedrichsruh (Ostpr.)
   
russisch-polnische Staatsgrenze
   
46,2 Launingken/Sanden (Ołownik)
   
51,6 Olschöwen/Kanitz (Olszewo Węgorzewskie)
   
56,2 Klimken (Klimki)
   
von Königsberg (Kaliningrad)
   
60,8 Prinowen/Primsdorf (Prynowo)
   
Bahnstrecke von Rastenburg (Kętrzyn)
   
65,0 Angerburg (Ostpr.) (Węgorzewo)
   
Bahnstrecke nach Goldap (Gołdap)
   
Bahnstrecke nach Lötzen (Giżycko)

Die Bahnstrecke von Gumbinnen nach Angerburg entstand in den Jahren 1913/14 und führte von Gumbinnen (russisch Gussew) nach Angerburg (polnisch Węgorzewo).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Regierungsbezirksstadt Gumbinnen stellte die Strecke den Anschluss an den bereits 1860 fertiggestellten Streckenabschnitt der Preußischen Ostbahn von Königsberg (Preußen) (russisch Kaliningrad) nach Eydtkuhnen/Eydtkau (russisch Tschernyschewskoje) her.[1]

In Darkehmen/Angerapp (russisch Osjorsk) kreuzte sie die Bahnstrecke Insterburg–Lyck (Tschernjachowsk, Russland - Ełk, Polen) und schloss in Angerburg[2] an die Bahnstrecken nach Königsberg, nach Goldap (polnisch Gołdap), nach Lötzen (polnisch Giżycko) und nach Rastenburg (polnisch Kętrzyn und polnisch Słobity) an.

Die Strecke verband die drei Kreise Gumbinnen, Darkehmen/Angerapp und Angerburg und wurde nur im Regionalverkehr betrieben.

Die russisch-polnische Staatsgrenze quert seit Ende des Zweiten Weltkrieges die Strecke. Der Bahnbetrieb wurde nach dem Krieg eingestellt und die Bahnanlagen abgebaut.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutsches Kursbuch. Gesamtausgabe der Reichsbahn-Kursbücher. Ausgabe vom 21. Januar 1940 der Deutschen Reichsbahn, Oberbetriebsleitung Ost Berlin. Nachdruck 1988.
  • Siegfried Bufe: Eisenbahnen in West- und Ostpreußen. Egglham 1986, ISBN 3-922138-24-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reichsbahnrat Walther, Die Eisenbahn (Kreis Gumbinnen)
  2. Chronik der Geschichte Angerburgs