Bahnstrecke Suchdol nad Odrou–Nový Jičín město

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Suchdol nad Odrou–Nový Jičín město[1][2]
Kursbuchstrecke (SŽDC):278
Streckenlänge:8,152 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:C3
Maximale Neigung: 20 
Höchstgeschwindigkeit:40 km/h
Strecke – geradeaus
von Břeclav (vorm. KFNB)
Bahnhof, Station
0,049 Suchdol nad Odrou früher Zauchtel NLB
   
nach Fulnek (vorm. KFNB)
   
nach Petrovice u Karviné (vorm. KFNB)
   
Odra
   
2,011 Kunín früher Kunewald
Haltepunkt, Haltestelle
6,337 Šenov u Nového Jičína früher Schönau danach Nový Jičín zastávka
Straßenbrücke
Silnice I/48
Bahnhof, Station
8,201 Nový Jičín město früher Neutitschein NLB
Streckenende auf freier Strecke – Ende
8,382 (Streckenende)

Die Bahnstrecke Suchdol nad Odrou–Nový Jičín město ist eine regionale Eisenbahnverbindung in Tschechien, die ursprünglich von der k.k. priv. Neutitscheiner Lokalbahn (N.L.B.) erbaut und betrieben wurde. Sie verläuft von Suchdol nad Odrou (Zauchtel) nach Nový Jičín (Neutitschein).

Nach einem Erlass der tschechischen Regierung ist die Strecke seit dem 20. Dezember 1995 als regionale Bahn („regionální dráha“) klassifiziert.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Konzession für die Lokalbahn erhielt die Gemeinde Neutitschein am 7. September 1880.[4] Am 20. Dezember 1880 wurde die Strecke eröffnet. Die Neutitscheiner Lokalbahn führte den Betrieb selbst aus.

Im Jahr 1912 wies der Fahrplan der Lokalbahn elf gemischte Zugpaare 2. und 3. Klasse aus. Sie benötigten für die zehn Kilometer lange Strecke 24 Minuten.[5]

Nach der Angliederung des Sudetenlandes an Deutschland im Herbst 1938 lag die Strecke fortan in deutschem Staatsgebiet. Im Reichskursbuch war die Verbindung als Kursbuchstrecke 151m Zauchtel–Neutitschein enthalten.[6]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 wurde die Neutitscheiner Lokalbahn verstaatlicht. Die Strecke gehörte nun zum Netz der Tschechoslowakischen Staatsbahnen (ČSD). Ende der 1950er Jahre wurden die bisherigen lokomotivbespannten Züge durch Triebwagen abgelöst. Der Winterfahrplan von 1958/59 verzeichnete insgesamt 14 Reisezugpaare, die sämtlich als Triebwagen geführt wurden.[7]

Am 1. Januar 1993 ging die Strecke im Zuge der Auflösung der Tschechoslowakei an die neu gegründeten České dráhy (ČD) über. Seit 2003 gehört sie zum Netz des staatlichen Infrastrukturbetreibers Správa železniční dopravní cesty (SŽDC).

Im Fahrplan 2012 wird die Strecke täglich im Zweistundentakt von Personenzügen bedient. Weitere Züge verdichten das Angebot zu einem teilweisen Stundentakt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Railway line 278 (Czech Republic) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zdeněk Hudec u. a.: Atlas drah České republiky 2006–2007, 2. Auflage; Verlag Pavel Malkus, Praha, 2006, ISBN 80-87047-00-1
  2. Artarias Eisenbahnkarte von Österreich-Ungarn und den Balkanstaaten, mit Stationsverzeichnis; Artaria & Co., Wien 1913
  3. Erlass der tschechischen Regierung vom 20. Dezember 1995
  4. Reichsgesetz für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder – ausgegeben am 15. Oktober 1880
  5. Fahrplan 1912 der kkStB – gültig ab 1. Mai 1912
  6. Deutsches Kursbuch Jahresfahrplan 1944/45 – gültig vom 3. Juli 1944 bis auf weiteres
  7. Fahrplan 1958/59 der ČSD