Bamar

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Bamar-Mädchen mit Kosmetikpaste als Sonnenschutz (thanaka)

Die Bamar (birmanisch: BamaLumyo.png; andere Bezeichnungen: Birmanen, Burmanen, Bama, Myamma/Myanma, Myen, nicht zu verwechseln mit Mien/Yao) sind mit etwa 32 Mio. Menschen[1] die größte Ethnie in Myanmar (Burma), wo sie 69 % der Bevölkerung ausmachen. Sie sind hauptsächlich buddhistisch oder animistisch. Ihre Sprache gehört zu den Tibeto-birmanischen Sprachen der Sinotibetischen Familie.

Oft wird auch die Bezeichnung Burmesen (englisch Burmese) verwendet, die aber irreführend sein kann, da sie sich eigentlich auf alle Einwohner des Staates Myanmar (früher Burma oder Birma) bezieht, einschließlich Nicht-Bamar-Minderheiten wie Karen, Shan und Kachin.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bamar begannen wahrscheinlich vor ca. 2000 Jahren von Yunnan und Tibet aus ins heutige Myanmar einzuwandern. In den laufenden Jahrhunderten vermischten und assimilierten sie die dort ansässigen austroasiatischen Mon und wurden die dominante Gruppe.[2][3] Aufzeichnungen in Chinesischen Chroniken besagen dass die Bamar im 9. Jahrhundert ein mächtiges Königreich führten und eine Regionalmacht waren. Sie konkurrierten mit den einigen Tai-Völkern und Indien um verschiedene Gebiete außerhalb des heutigen Myanmars (Nordwestthailand und Nordostindien).[4]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kultur der Bamar weist starke Parallelen zu anderen Ostasiatischen sowie Südostasiatischen Kulturen auf.

Bekannte Birmanen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The World Factbook — Central Intelligence Agency. Abgerufen am 27. Juli 2018 (englisch).
  2. Summerer et al. 2014: 7
  3. (Myint-U 2006, pp. 51–52)
  4. 民族学报, Volume 2. Yunnan Nationalities University. 1982. S. 37, 38 & 48.