Barbara Lerner Spectre

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Barbara Lerner Spectre (* 1942 in Madison, Wisconsin) ist eine Jüdin US-amerikanischer Herkunft und Gründungsdirektorin von Paideia – The European Institute for Jewish Studies in Sweden,[1] (Europäisches Institut für Jüdische Studien in Schweden), einem nicht konfessionsgebundenen akademischen Institut, das im Jahr 2001 gegründet wurde.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barbara Spectre wurde in Wisconsin geboren und wuchs in New York auf. Sie studierte Philosophie an der Columbia University und der New York University und promovierte an der Bar-Ilan-Universität im israelischen Ramat Gan. Sie heiratete den Rabbiner Philip Spectre und das Ehepaar zog 1967 nach Ashkelon in Israel, wo sie an der Fakultät für Jewish Studies am Achva College of Education arbeitete. Nach dem Umzug nach Jerusalem im Jahr 1982 arbeitete sie an der Fakultät des Shalom Hartman Institute in Jerusalem, dem Melton Center der Hebrew University, und dem Yellin College of Education. Sie war 1984 Gründungsvorsitzende des Schechter Instituts in Jerusalem.

Im Jahr 1999 wanderte sie nach Schweden aus und ließ sich mit ihrer Familie in Stockholm nieder, wo ihr Mann Rabbiner der Stockholmer Synagoge wurde. Im Jahr 2000 schrieb sie im Auftrag der schwedischen Regierung die Gründungssatzung für das nach Paideia benannte Paideia – The European Institute for Jewish Studies in Sweden, welches sie seitdem führt. Bis 2011 bildete Paideia bereits über 200 Personen aus 35 Ländern für Führungspositionen für die Erneuerung der jüdischen Kultur in Europa aus.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie war im Jahr 2007 die Empfängerin des „Max-Fisher-Preises für Jewish Education in the Diaspora“,[3] des „ICRF − 2008 Women in Action Award“,[4] des „Award for Contribution to Jewish Education“ des Seminary of Judaic Studies (1991) und des „The First Schechter Institute of Jewish Studies Award for Jewish Education“ (1998).

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Educating Jewish Leaders in a Pan-European Perspective. International Handbook of Jewish Education, Springer, 2011
  • mit Noam Zion: A Different Light: The Hannukah Book of Celebration. 2 Bände, Devora Press, 2000
  • Noam Zion. Devora Press, 2000

Artikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sex and Destiny in the Palace: The Book of Esther. In: The Jewish Chronicle, 9. März 2001
  • Zionism, Democracy, and Judaism. In: Zionism, The Sequel, Carol Diament, ed, 1998
  • mit Paul Lipst: Teaching Past: An Israeli Model. Journal of Jewish Education, Vol. 61, No.1, Frühling 1994
  • Adult Education Curriculum. Hebrew University, 1989
  • A Theology of Doubt. In: Eit L'asot, Herbst 1989
  • A Jewish State or a State of Jews. In: Rabbinical Assembly Proceedings, 1988
  • Zionism and Democracy. In: Zionist Conference Proceedings, Jewish Theological Seminary, 1989
  • The Moral Dilemma of Israel. in: Rabbinical Assembly Proceedings, 1982

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Staff. Paideia. Abgerufen am 5. Dezember 2013.
  2. European Institute of Jewish Studies in Sweden
  3. Max M. Fisher Prize Awarded for Jewish Education in the Diaspora, 2007
  4. 2008 Women of Action Luncheon Committee (PDF)