Basistherapie

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Eine Basistherapie ist eine Form der Therapie, die über längere Zeit stereotyp, also regelmäßig nach einem festgelegten Muster, erfolgt. Damit erfolgt sie unabhängig von kurzfristig schwankenden Einflüssen, wie z.B. dem aktuellen Schweregrad der Erkrankung oder der Nahrungsaufnahme des Patienten. Bei medikamentöser Basistherapie wird oft auch von einer Basismedikation gesprochen.

Zusätzlich zur Basistherapie kann eine Bolustherapie festgelegt sein, die sich nach dem aktuellen Zustand des Patienten richtet. Ein bekanntes Beispiel ist die Basis-Bolus-Therapie bei Patienten mit Diabetes mellitus.

Viele autoimmunologische Erkrankungen werden ebenfalls mit einer Basistherapie behandelt, die mit einer Bolustherapie kombiniert wird, die man auch Schubtherapie nennt. Das Ziel der Basistherapie ist die Erhaltung einer Remission, während das Ziel der Schubtherapie die Herbeiführung einer Remission ist.

Basistherapie bei rheumatischen Erkrankungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei rheumatischen Erkrankungen erfolgt die Basistherapie mit disease-modifying anti-rheumatic drugs (DMARD [1]). Diese langfristige Therapieform zielt auf die Eindämmung des weiteren Krankheitsverlaufs und der damit verbundenen Beschwerden und Einschränkungen ab.

Die bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzten Basismedikamente sind sogenannte langsamwirkende Antirheumatika beziehungsweise Second-line-Medikamente, die über einen längeren Zeitraum eingesetzt werden müssen. Im Gegensatz zu den First-line-Medikamenten, zu welchen Analgetika, nichtsteroidale Antirheumatika und steroidale Antirheumatika (Kortikosteroide) zählen, haben die Basismedikamente jeweils spezifische Wirkungen auf den Krankheitsprozess mit kurz- als auch langfristigem positivem Einfluss auf den Krankheitsverlauf und bessern nicht nur die Symptome. Häufig ist eine Kombinationstherapie mit Second- und First-line-Wirkstoffen nötig.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Buer, Jonas Kure. 2015. "A history of the term “DMARD”." Inflammopharmacology 23 (4):163-171. doi:10.1007/s10787-015-0232-5.