Baturiya Wetlands Game Reserve

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Baturiya Wetlands Game Reserve
Baturiya Wetlands Game Reserve (Nigeria)
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Koordinaten: 12° 31′ 48″ N, 10° 29′ 24″ O
Lage: Nigeria
Besonderheit: Bundesstaat Jigawa
Nächste Stadt: Hadejia, Kano
Fläche: 1010,95 km²
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Das Baturiya Wetlands Game Reserve ist ein Naturschutzgebiet im Nordosten des nigerianischen Bundesstaates Jigawa.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es belegt ein Gebiet von 1010,95 km² in dem Verwaltungsgebiet der Großraumgemeinden Kirkasama und Kafin Hausa auf einer Höhe von 338 bis 365 über dem Meeresspiegel. Die Baturiya Wetlands erstrecken sich am Flusslauf des Kafin Hausa, im Westen der Hadejia-Nguru-Feuchtgebiete, einem Nebenfluss des Komadugu Yobe. Die Feuchtgebiete entstehen durch die jährlich wiederkehrenden Überschwemmungen, ausgelöst vom westafrikanischen Monsun, des Kafin Hausa und bestehen aus einem Geflecht von Seen, Tümpeln und kleineren Wasserläufen.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Naturschutzgebiet steht unter der gemeinsamen Verwaltung der beiden Gemeindeverwaltungen, des Umweltministeriums und der Regierung von Jigawa. Am 30. April 2008 wurde es in die Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung der Ramsar-Konvention aufgenommen. Von der IUCN wird es unter der Kategorie IV, Biotop-/Artenschutzgebiet mit Management, eingestuft. Sie gelten als ein gutes Beispiel für ein Feuchtgebiet in der biogeographischen Region am Übergang der Sahelzone in die des Sudans.[1]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima in der Region wird als tropisch wechselfeucht bezeichnet, mit Tiefsttemperaturen im Januar von 12,5 °C und Höchsttemperaturen im April von 45 °C. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt 535 mm und das Verdunstungspotenzial rangiert zwischen 2500 und 4000 mm.

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flora[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Böden in diesen Feuchtgebieten werden nach der USDA-Bodenklassifikation als Vertisole Lehmböden bezeichnet, regional werden diese als firki bezeichnet. Dementsprechend wird die Vegetation von Grassavannen, die mit weitständigen Buschwäldern durchsetzt sind, dominiert und regional als Fadama bezeichnet. Dominiert werden die Buschwälder von der Guiera senegalensis und den Piliostigma sp. Wichtige Baumarten in der Region sind der Baobab (Adansonia digitata), Balanites-Arten, Mitragyna inermis, Anogeissus leiocarpus, Diospyros eispilirformis und die Doumpalme Hyphaene thebaica. Die örtliche Bevölkerung nutzt diesen Vegetationsmix primär als Weideland und zur Gewinnung von Feuerholz. Das Gras Cyperus rotundus dient der Parfümherstellung als Grundlage, es wird zumeist an den Flussläufen geerntet[2].

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besondere Bedeutung haben die Baturiya Wetlands für die heimische Avifauna, insbesondere Wasservögel, und für Zugvögel aus der nördlichen Hemisphäre, die die Feuchtgebiete als Rast- und Überwinterungsquartier nutzen. Heimische Nistvögel sind unter anderen der Rötelpelikan (Pelecanus rufescens), der Rosapelikan (Pelecanus onocrotalus), der Nimmersatt (Mysteria ibis), die Höckerglanzgans (Sarkidiornis melanotos) und der Grautoko (Tockus nasutus). Im Jahr 2001 konnten 197.535 Wasservögel im Bereich der Baturiya Wetlands gezählt werden[3].

In den Feuchtgebieten leben eine Vielzahl von afrikanischen Säugetieren, unter anderen der vom Aussterben bedrohte afrikanische Wildhund (Lycaon pictus). Andere große Raubtiere sind Löwen (Panthera leo), Streifenhyänen (Hyaena hyaena), Tüpfelhyänen (Crocuta crocuta), Leoparden (Panthera pardus), Afrikanische Goldwölfe (Canis anthus) und Streifenschakale (Canis adustus). Diese bejagen die Herden der Rotstirngazelle (Eudorcas rufifrons), Wasserbock (Kobus ellipsiprymnus), Kaffernbüffel (Syncerus caffer) und Riedböcke (Redunca redunca). An Primaten kommen der Mantelpavian (Papio hamadryas), Husarenaffen (Erythrocebus patas) und Äthiopische Grünmeerkatzen (Chlorocebus aethiops) in diesem Gebiet vor[4].

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Annotated Ramsar List: Nigeria (Memento vom 12. Oktober 2013 im Internet Archive) (englisch)
  2. Roger Blench: AN OVERVIEW OF THE CONTEXT OF THE JEWEL PROJECT: ACCESS RIGHTS AND CONFLICT OVER COMMON POOL RESOURCES IN THE HADEJIA-NGURU WETLANDS (PDF-Dokument; 849 kB) (englisch)
  3. OGUNKOYA & Adami: Information Sheet on Ramsar Wetlands (RIS) – 2006-2008 Version (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/sites.wetlands.org auf Wetlands.org (PDF-Dokument; 122 kB) (englisch)
  4. Overview of Baturiya Wetlands@1@2Vorlage:Toter Link/bioval.jrc.ec.europa.eu (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf der Webseite der Europäischen Kommission (englisch)