Zeit-Strom-Kennlinie

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Strom-Zeit-Kennlinie mit Auslöse­zeiten, Darstellung der Toleranz­bänder. Das in diesem Beispiel beschriebene Ver­halten wird durch die Kombi­nation zweier Auslöse­verfahren – thermischer und magnetischer Auslöser – erreicht.

Eine Zeit-Strom-Kennlinie ist eine Kennlinie, die die Abschaltzeit von Überstromschutzeinrichtungen (Schmelzsicherungen, Leitungsschutzschalter, selbstrückstellende PTC-Sicherungselemente) bei verschiedenen Stromstärken darstellt.

Um sowohl sehr kurze Abschaltzeiten bei sehr hohen Stromstärken, als auch lange Abschaltzeiten bei niedrigen Stromstärken darstellen zu können, wird hierfür ein doppeltlogarithmisches Raster verwendet. Die Abszisse definiert typischerweise den auf den Nennstrom normierten Auslösestrom vom 1- bis zum ca. 10.000-fachen des Nennstromes, die Ordinate die Abschaltzeit von 0,001 s bis 10.000 s.

Alternativ zu diesen Diagrammen kann zur Dimensionierung von Sicherungen für Verbraucher mit hohen Einschaltströmen das Produkt I2t (Schmelzintegral, Produkt aus dem Quadrat des Stromes mit der Zeit) herangezogen werden, das von vielen Sicherungsherstellern angegeben wird. Der Wert stellt ein Maß für die Energie dar, die gerade noch nicht zur Auslösung führt, da die Wärmeleistung (Stromwärme) des Sicherungselementes vom Quadrat des Stromes abhängt. Im Gegensatz zur Zeit-Strom-Kennlinie, durch die im Prinzip beliebige Kurvenformen der Zeitabhängigkeit dargestellt werden können, kann durch das (nur aus einem Wert bestehende) Schmelzintegral jedoch nicht das Verhalten bei großen Zeiten (groß im Vergleich zur thermischen Zeitkonstante des Sicherungselements) beschrieben werden.