Benutzer:Brainswiffer

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Diese Wikipedia ist deutschsprachig, nicht deutsch!
Was ist eigentlich ein Brainswiffer?
Zum Klassifizieren von Beiträgen gut geeignet
Eine der schönsten animierten GIFs, Danke WiMu
Endlich bekannt! Das ist der Honeypot
Löschgeier Gyps wikipedianensis germanicus regularis vulgaris, das Maskottchen der Radikal-Exklusionisten
Orientierung suchende Wikipedianer in einem bedeutenden WP-Gremium
Trolle aller Lager vereinigt Euch!
Und das trifft leider auf viele Diskussionen zu
Neue Pflichtveranststaltung

Wer sich mit mir schreibt, sollte wissen...

Wikipedia ist "Ringen um die enzyklopädierelevante Wahrheit". Alles muss stimmen, wichtig genug und dabei verständlich dargestellt sein. Inklusionismus und Exklusionismus sind die beiden Pole, die miteinander ringen. Wir haben genug "Papier" für alles Sinnvolle (Unterschied zu jeder Papier-Enzyklopädie, die wir weitgehend verdrängt haben - wir können umfassender und auch aktueller sein) - nicht jeder Plops sollte hier aber rein. Sonst wären wir ein Gedankenklo, Karriereportal, Branchenverzeichnis, Telefonbuch, Firmenwiki und Poesiealbum, wo relevante Information im Rauschen untergeht oder einfach Unsinn die Glaubwürdigkeit der Informationen einschränkt. Deshalb setzen sich Konkurrenz-Projekte ohne Relevanzkriterien auch nicht durch. Kein ernsthafter Autor ist motiviert, seine Werke in einem Zettelkasten unter bedeutungslosen oder gar unsinnigen Einträgen wiederzufinden.

Wikipedistik ist notwendig und das mache ich auch

Wikipedia ist eins der grössten sozialen Experimente, an denen ich je teilgenommen habe. Das Wort führte zu Missverständnissen: Experiment im Sinne von Versuch, Wagnis bedeutet hier, dass der Ausgang noch offen ist, ob wir langfristig als Hobby-Community das Weltwissen weiter so sammeln können, oder an der Menge der Inhalte oder Komplexität unserer Regeln, den Beteiligten oder den Kritikern zugrundegehen wie beim Turmbau zu Babel. Wir haben ein wachsendes Wissensmonopol mit wachsender Verantwortung erworben, haben andere professionelle Enzyklopädien verdrängt, sind bei Google Nummer 1 - sind aber Hobbyschreiber geblieben, wo Laien und Fachleute bei jedem Thema gleichermassen mitschreiben können und die Fachmeinung sich nicht automatisch durchsetzt. Vorwürfe der Manipulation der Wikipedia durch Interessengruppen werden ebenfalls erhoben. "Wer scheibt, der bleibt", war früher ein Spruch beim Skat - das gilt auch hier: Wieso sollte jemand hier Dinge reinschreiben, die er nicht gut findet? Neutralität ist eine Herausforderung und die Grenze zur "Sprachreinigung" oder Instrumentalisierung der Wikipedia ist vielleicht fliessend.

Das Geheimnis, wieso tausende Autoren Millionen von Artikeln ohne Entlohnung schreiben, muss "erforscht" werden, um dies auch zukünftig zu erhalten. Man muss die Motivation zur Mitarbeit herausfinden und fördern. Wikipedistik ist für mich alles, was unter Anwendung von Wissen verschiedenster Fachgebiete die Prozesse hier analysiert und aus den Analysen Regelhaftigkeiten, Gesetzmässigkeiten oder Handlungsempfehlungen ableitet. Ich glaube, dass es unter uns mehr "Wikipedisten" gibt als gedacht, die es selber gar nicht so nennen. Die "akademische Wikipedistik" (Stand 2015) zeigt die Heterogenität und Breite von der Technik über Detailfragen bis noch wenig strategische Dinge.

Was ich dazu versuchte, nannte ich früher Teilnehmende Beobachtung. Das stimmt aber nicht ganz: Ein teilnehmender Beobachter will rauskriegen, wie das System funktioniert und verändert es nicht. Ich arbeite dagegen richtig und ernsthaft mit und es ist daher "beobachtende Teilnahme". Ich will die Ergebnisse als Erfahrungsbericht verallgemeinert zusammenschreiben - das ist aber wirklich Arbeit. Dazu braucht es ausreichend eigene Erfahrungen (manche externe Kritiker haben die Wikipedia nicht ausreichend verstanden und werden zur Diskreditierung aller Kritiker benutzt - jede Kritik arbeite denen quasi zu. "Dem Klassenfeind keine Bühne oder Zeile" hiess das früher und hat auch zum Untergang eines Systems wegen fehlender Kritik geführt...).

Wikipedia kann nicht mit "Augen zu" einfach so weitermachen. Man darf nicht nur klagen, warum die Autoren weglaufen, warum kein Geeigneter mehr Admin sein will oder sich an knifflige Entscheidungen wagt, warum einige die Strukturen offenbar bewusst zerstören wollen, warum sich zu wenig Frauen das Hier-Mitschreiben auf Dauer antun etc. Soange wir ein dynamisches System sind, werden wir das lösen - so funktionieren diese nämlich.

Ich mache kein Geheimnis daraus, wer ich im RL bin, habe das selber aber nirgends in Wikipedia explizit gesagt. Ich wollte und will hier auch in Zukunft als Soziale Rolle ohne Bezug auf die Realperson aktiv sein - das hat nix mit Theater übrigens zu tun. :-) Anonymität trotz Bekanntwerden der Daten möchte ich weiter in Anspruch nehmen. Innerhalb der Wikipedia bedeutet das: Wer aus seiner "Insiderkenntnis" mit persönlichen Daten in Wikipedia argumentiert, die hier in Wikipedia nirgends stehen, verstösst gegen WP:ANON. Punkt. Wer aus dieser Kenntnis POV oder IK vermutet, möge das auch einfach sagen oder begründet ändern. Zwei einschlägige Beispiele gibt es aber, wo Leute trotz IK nicht nur mitdiskutieren und mitschreiben, sondern beides auch dominieren wollen - gegen den Widerstand anderer. Imho wird ein Interessenkonflikt erst dann einer, wenn man auf seinem WP:POV besteht und mit anderen streitet, dass man unbedingt recht hat. So weit werde ich nie gehen.

Schwerpunkt meiner Artikelarbeit war bisher Psychologie und wo ich immer besonders den Finger draufhalte Psychologische Diagnostik. Das hab ich gelernt und ist auch wegen der Kompliziertheit der Fachsprache eine gute Trainingswiese, mich klar und verständlich auszudrücken. Psychologie neigt zur Unverständlichkeit - der Reiz ist es, dass psychologische Themen auch "Oma-Tests" zumindest annähernd bestehen. Zunehmend versteh ich aber auch die Leute, die hier bewusst nicht über ihr Fachgebiet schreiben, denn wenn man es tut, braucht man viel Frustrationstoleranz.

Das Inklusionismus-Exklusionismus-Spannungsfeld und die manchmal mühsamen Diskussionen dazu sind für die Weiterentwicklung von Wikipedia notwendig. Das soll man bei allem Frust nicht vergessen - nur diejenigen, die sich dort selber nicht weiterentwickeln, nerven wirklich.

Neulinge mit wenig Erfahrung schreiben in guter Absicht etwas über sich oder ihr Umfeld, was den mittlerweile schwierigen Darstellungsanforderungen hier noch nicht genügt - wo etwa Quellen oder externe Referenzen fehlen. Hier wird oft mit der Löschkeule zu schnell zugeschlagen und Bösartigkeit unterstellt -was sich im Umgangston niederschlägt. Einige Benutzer haben sich leider darauf spezialisiert und sind sogar überzeugt, Wikipedia einen guten Dienst zu erweisen. Dabei ist es eigentlich gut, wenn jemand zuerst über etwas schreibt, was er kennt. Frage hier: Wie nimmt man die Neulinge so in Schutz, dass sie motiviert bleiben und die Löschteufel mehr mit Augenmass (AGF) herangehen. Nicht jeder Neuling braucht und will sofort einen Mentor.

Dabei ist Abgrenzung notwendig zum reinen Selbstdarsteller, der nur sich oder seine Werke oder (noch nicht anerkannten) Theorien oder seine Kleinfirma an passender oder unpassender Stelle platziert, dabei manchmal nur im Werbestil schreibt (oder schreiben kann). Je dominanter Wikipedia wird, umso mehr versprechen sich die Leute von einer Präsenz hier und umso heftiger ringen sie darum. Die Grenzen sind fliessend und eigentlich erst über die Zeit und Reaktion auf geduldige(re) Ansprache feststellbar. Hier gibt es Unbelehrbare, die dann meist frustriert gehen, wenn sie ihren Willen nicht bekommen, manche begreifen es dann doch und werden gute Autoren.

Erschwerend ist, dass manche Neulinge sich nicht wirklich informieren, was eine Enzyklopädie ist, welche Regeln wir haben und wie man solche Artikel schreibt. Besonders im Leben "gestandene" Persönlichkeiten wollen dann manchmal gleich noch die Wikipedia "revolutionieren" und die Regeln so ändern, dass ihr Werk wichtig für eine Aufnahme ist. Das trifft z.B. für Erstveröffentlichungen und neue Theorien ohne ausreichende Rezeption oder Produkte zu und schliesst neue Medien (Blogs, Webseiten, YouTube-Kanäle) ein. Hier ist Wikipedia zugegeben etwas konservativ und verlangt die "enzyklopädische Relevanz", die nachzuweisen ist. Es gibt gute Dinge und Leute, ohne dass sie in Wikipedia aufgenommen werden! Daraus entwickeln sich die meisten Löschdiskussionen, wo die Inklusionisten und Exklusionisten manchmal heftig aneinandergeraten.

Es dauert, bis man ein Gefühl dafür entwickelt, wie das hier läuft, und auch weiß, wann man wie mit welchem "Widerstand" hier umgehen muss (manches muss man sehr ernst nehmen, manches nicht - weil auch Unsinn von jeder beliebigen Person mit dem Brustton größter Offizialität vorgebracht werden kann). Mancher Autor ging, weil er es nicht schaffte, seine Ansprüche mit der Realität in Einklang zu bringen. Manchen geht Selbstverwirklichung über kollektive Wissenserarbeitung. Um manche ist es nicht schade. Manche sind auch mit einer anderen Identität wiedergekommen - mit der Erfahrung dann erfolgreicher geworden. Denn natürlich wirkt der "Meuteneffekt" der Regulars effektiv gegen alle, die sich hier quer legen.

Nirgends findet man so bunte Charaktere wie hier. Im RL plätschern sie vorbei, hier bleibt alles geschrieben erhalten und analysierbar. Das fängt mit den Machtstrukturen an und geht - auch bei Jüngeren - durch alle Gebiete der Psychopathologie und Persönlichkeitsstörung. Natürlich gibt es auch ganz ganz viele Normalos. Eine Aufgabe ist es auch, diese vor den disturbed persons zu schützen (die sich als Regulars meist besonders eng an WP klammern). Die Spezifik des Mediums und das Fehlen der im realen Leben verbindlicheren Rückmeldungen begünstigen, dass diese sich hier ungestörter ausleben können. Auch das ist ein noch zu wenig beachteter Forschungsaspekt. Hat man bestimmte Muster erkannt, kann man aber auch hier einiges durch klare Regeln und vor allem ihre konsequente Anwendung abfangen. Je formaler eine Regel ist, je weniger Ermessen sie hat, umso besser (z.B, Zwang zur Anmeldung bei bestimmten Aktionen oder konsequentes Ahnden von wirklichem Mobbing - sowie des Missbrauchs durch falsche Mobbingvorwürfe. Klare Spielregeln bei Konflikten und Editwar und Konsequenz bei der Durchsetzung).

Wer bringt die Wikipedia in Gefahr?

Es sind drei Benutzergruppen, bei welchen ich Gefährdungspotential sehe. Die ersten beiden können Autoren, insbesondere Neuautoren vergraulen und sorgen regelmässig für schlechte Stimmung. Die dritte Gruppe ist eher leise, gefährdet aber die Inhalte, die Ausgewogenheit der Darstellung. Es ist wichtig, die Wirkmechanismen weiter aufzuklären und effektivere "Bremsen" für die drei Gruppen zu entwickeln, ohne dass die Auseinandersetzung eskaliert:

  • Radikale Exklusionisten, die beim Papierverständnis der Enzyklopädie festhängen und den Brockhaus kopieren wollen. Die meinen es vermutlich ehrlich, sind aber in ihrer Verfestigung leider meist unerschütterlich und von hohem Sendungsbewusstsein. Problematisch wird es dann, wenn sie Neuautoren vergraulen, weil sie nicht genügend sorgfältig vorgehen und quasi immer reflexhaft sofort losbellen und unlautere Motive unterstellen. Hier sollte man vielleicht einmal eine Galerie der ersten Artikel dieser User anlegen, damit die sich selber erinnern, wie sie angefangen haben.
  • Ideologische Eiferer und Eiferinnen mit einer versteckten Motivation, die Darstellung hier durch Sprachreinigung und Labeling zu beeinflussen und ihre Richtung zu bevorteilen und Gegenmeinungen zu unterdrücken. Die gibt es im linken und rechten Extremspektrum. Dabei gibt es weniger Intelligente, die eher merkbefreit agieren und sich selber in der Community isolieren. Gefährlicher sind kleine sinistre Gruppen im Honeypot, die sich in Wikipedia machtpolitisch auskennen und jede Kritik nicht unbedingt mit Argumenten, sondern formalistisch wegbeissen und bis zur Sperre des Gegners eskalieren. Wenn man sich mit denen anlegt, muss man Zeit und Energie mitbringen und kann während der Zeit nichts anderes tun. Man ist nicht wehrlos, braucht aber auch Verbündete. Denn sie scheinen auch sehr viel Zeit zu haben, hier mitzuarbeiten, wo die Kritiker einfach energetisch nicht mithalten können. Besonders mühsam wird es, wenn der Klassenkampf direkt in Wikipedia auf beiden Seiten durch Erfahrene ausgetragen wird und man sich gegenseitig die Darstellungen zerstört. Hier befürchte ich eine Zunahme, die aus dem Leben herüberschwappt. Ich hoffe, dass besonnene Admins konsequent die Regeln anwenden bzw. auf ihre Einhaltung pochen. Gemessen an den täglichen Editzahlen liegen solche Honeypot-Edits im Promillebereich. Für Aussenstehende ist es dennoch schwer, den Grad des Zutreffens der Kritiken bei einem konkreten Auskunftsbegehren einzuschätzen. Wikipedia muss sich in allen Bereichen um eine repräsentative Neutralität bemühen. Auch krude Propaganda wird durch Verschweigen oder abwertende Darstellung (wo ja der Lügenpresse-Vorwurf herkommt) nur interessant und dies trägt lediglich zur Polarisierung und Radikalisierung bei. Wir sind Chronisten der Klassenkämpfe, nicht deren Kampfarena!
  • Selbstdarsteller, die WP missbrauchen, um sich, ihre Werke und Theorien in einem Stadium hier bekanntzumachen, wo sie noch nicht enzyklopädiewürdig sind, noch nicht entsprechend anerkannt oder akzeptiert sind – also einfache Eigenwerbung betreiben. Man sollte denken: löschen und gut ist es. Nein, die Leute, mit denen ich hier zu tun habe, sind mehrheitlich davon überzeugt, dass man ihnen unrecht tut und ihre wahre Bedeutung nicht erkennt. Die Frage ist, ob die Leute das natürlich auch wissen und WP nur heimlich lachend hinter die Fichte führen wollen – oder ob sie selber die Distanz zu sich und ihrer Bedeutung verloren haben. Wäre das der Fall, müsste WP etwas leisten, was das Leben nicht vermocht hat: zurück zu einer realistischen Selbsteinschätzung zu finden. Sprich: die Leute bekommen hier vielleicht erstmals wieder eine harte Rückmeldung, wenn sie dem im realen Leben ausweichen oder es sich dort niemand traut oder für nötig hält, die Person zu "erden" - oder sogar niemand vorhanden ist.

Da ich mir immer die "schwereren Fälle" aussuche, bleibt eine gewisse Konflikthäufung nicht aus. Zumindest haben neue Autoren und solche, die mit Mühe und Eifer in umstrittenen Bereichen arbeiten, eine Chance auf meine Hilfe gegen die Fraktion der radikaleren Exklusionisten oder Ideologen. Und es zeigt sich schon, dass man mit Worten nicht ganz so hilflos ist – vor allem, wenn es gelingt, durch überzeugende Argumente Verbündete zu finden. Denn ich glaube, dass die Stärke der Wikipedia die grosse Vielfalt an Individualisten ist, die sich für bestimmte Zwecke verbünden können – trotzdem die gleichen Leute sich bei anderen Themen dann wieder heftigst streiten können. Wenn es so was wie Seilschaften gäbe, dann sind die meisten sehr dynamisch und fluktuierend. Das schliesst nicht aus, dass es in bestimmten Bereichen quasi "Verabredungen zum Missbrauch" geben kann. Nach meinem Eindruck ruft auch das genug gesunde Widerstände hervor und zumindest langfristig reinigt sich Wikipedia da selber. Es wurden schon genug Leute gesperrt, aus Ämtern vertrieben oder zentral verordnete Eingriffe durch die Community abgewehrt. Natürlich findet man in einigen "Vertriebenenvereinen" auch verschwörungstheoretische Ansätze, ein "Ganz Oben" steuert das hier alles. Von Google über diverse Geheimdienste sind mehrere verdächtig. Vielleicht gibt es auch irgendwo Phantasien, dies zu tun. Das wäre dann zumindest extrem schwer und bliebe nicht verborgen, weil man dann eine grosse Menge von Individuen quasi öffentlich sichtbar manipulieren müsste. Unsere zahlreichen eigenen "Kampf-Paranoiker" würden dann Alarm schlagen und so dagegen Sturm laufen, dass dies keine Chance hätte. Irgendjemand aus der "Schwarmintelligenz" hier würde reichen, eine vermutete Manipulation zur Diskussion zu stellen, was andere zur Prüfung animiert und Lawinen ins Rollen bringen kann. Wir sind einfach zu viele und mir fallen da gute Beispiele ein, wo das bereits unter Beweis gestellt wurde.

Das beste Erklärungsmodell scheint nach wie vor das eines selbstorganisierenden Systems. Diese Selbstorganisationsfähigkeit ist das eigentlich Starke, was mich motiviert, hierfür etwas zu tun, denn von selber geschieht dabei natürlich auch nichts.

Wikipedia ist dabei nur ein Abbild der Gesellschaft, wo Stil und Umgangsformen Änderungen unterworfen sind. Auch im realen Leben sind die Auseinandersetzungen heftiger geworden – an einem Samstag hab ich mich in Frankfurt einmal gefühlt, als herrsche Ausnahmezustand. Dabei sei dies nur die normale Demonstrationskultur gewesen. Für viele mag Wikipedia auch wirklich eine Ventilfunktion haben, sich abzureagieren. Schaut man sich die meisten Leute an, die anderswo laut über Mobbing oder ungerechte Behandlung klagen, so gibt es fast immer einen handfesten Konflikt, wurden selber schwere Fehler gemacht, die Ausgangspunkt der Kritik waren. Kommt dann ein sich wechselseitig ignorierender Diskussionsstil hinzu (ich habe den Eindruck, es wird bei Konflikten zu wenig gelesen und zu blind geschrieben), ist eine Eskalation unvermeidlich. Da hilft es auch nicht, irgendwelche Zitate aus dem Zusammenhang zu reissen und in einem der Wikis, die als „Vertriebenenverbände“ der Wikipedia agieren, zu lamentieren. Man hätte den Konflikt in Wikipedia früher analysieren und gezielt moderieren müssen. Da das Arbeit ist, kommt unser Mediationsprojekt zu langsam voran, dort liegt aber die Zukunft. "Früherkennung" und Vorhandensein von Anlaufstellen für Hilfen sind nötig. Frustrierte, Konfliktanheizer, Verschwörungstheoretiker, selbsternannte Wächter und andere externe nichtkonstruktive Kritiker der Wikipedia werden so lange wirkungslos bleiben, wie die Dynamik zur Veränderung innerhalb hier ausreicht. Sie sind allenfalls wichtig, um den Zusammenhalt innerhalb zu erhöhen, was man an einigen "stürmischen" Ereignissen sehr gut demonstrieren kann.

Wikipedia ist so schnell nicht zu erschüttern

Berechtigte Kritik kann man auch übergeneralisieren. Daran fühle ich mich erinnert, wenn ich die "Menschenjagd" (das Copyright hat jemand anders, es ist aber ziemlich zutreffend) gegen Wikipedianer anschaue. Die hat es in den „Vertriebenenvereinigungen“ immer gegeben – einige wenige gerechtfertigte Analysen werden mit solchen des Niveaus "Schulklowand" garniert. Man hat dort erkannt, dass eine beabsichtigte Delegitimierung der Wikipedia ziemlich schwer ist und wohl nur über die Menschen überhaupt geht. Zunächst war es besorgniserregend, dass dies durch die Wiederwahl-Pusherei nun auch in die Wikipedia hineingetragen wird. Ich vermute nicht allein, dass es da bestimmte Konzertierungen gibt und manche aktuelle wikipediainterne Aktivitäten eigentlich von aussen mit Schädigungsabsicht geführt werden. Die Resonanz in Wikipedia ist zum Glück gering, was z.B. die bisher ausschliesslich positiven Wiederwahlen zeigen. Man kann also auch da zu Gelassenheit raten und auch dazu, dem weiter in den Wahlen eine klare Abfuhr zu erteilen. Es gilt der Spruch "Die Hunde bellen, doch die Karawane zieht weiter". Wer anderes erwartet, hat den systemischen Kern der Wikipedia nicht verstanden (oder ist nicht in der Lage dazu). Die intrinsische Motivation, hier mitzuschreiben, sich zu verwirklichen und etwas Bleibendes zu schaffen, kann niemand mehr wirklich zerstören.

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Brainswiffer (Diskussion • Beiträge • hochgeladene Dateien • SBL-Log • Sperr-Logbuch • globale Beiträge • SUL • Logbuch)

Solange rund jeder vierte Edit im Artikelnamensraum stattfindet, bin ich zufrieden - das sind dann immer noch über 13.000. Die sogenannte "Metdadiskussion" ist wichtig, um Wikipedia voranzubringen. Sie findet nicht nur in der Löschdiskussion statt, sondern auch auf Artikeldiskussionsseiten, im Portal usw. Die "Buchhalter", die alle Edits ausserhalb des ANR schlecht finden und daraus sogar Vorwürfe produzieren, haben Wikipedia nicht wirklich verstanden. Man kann aber trotzdem v.a. gegen neue Accounts sein, die nur in der Löschdiskussion aktiv werden oder anderswo ihre Manie ausleben.

PS: seit 5.088 Tagen dabei, 56.012 Bearbeitungen, 11 pro Tag.

Einzelnachweise

  1. M. von Rohr: "Im Inneren des Weltwissens" Der Spiegel (online) 19.04.2010
  2. Was bedeutet dies (denn das ist Dialektik)?
    • ERSTENS werde ich Deiner Meinung immer widersprechen, wenn ich sie für falsch halte - ggf auch hart und energisch
    • ZWEITENS werde ich Dir nie das Wort verbieten, Deine Argumente löschen oder Dich sperren lassen, weil Du nicht meiner Meinung bist (Ausnahmen sind klare Regelverstösse gegen Wikipedia, vulgo z.B. Vandalismus)
    • DRITTENS werde ich Dich immer verteidigen, wenn andere Dir das Wort verbieten, Deine Argumente löschen oder Dich sperren lassen, ggf. auch hart und energisch (mit den gleichen Ausnahmen).
    • VIERTENS dürfen weder Du oder die anderen diese Verteidigung missinterpretieren, ich sei Deiner Meinung. Wo ich das bin, sage ich das.
  3. Schade, scheint nicht von Orwell und mit "pfuirechts" attribuiert. Dabei haben auch Linke darunter gelitten

Orden

Hiermit verleihe ich Benutzer
Brainswiffer
die Auszeichnung
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Held der Wikipedia
in Gold für

seine unermüdlichen Bemühungen, nicht nur um die Qualität von WP-Artikeln, sondern auch die

Freude in und an der Wikipedia - etwas, das manchmal etwas zu kurz kommt C.Cornehl
im Dienste der Verbesserung
unserer Enzyklopädie.
gez. hier kommen wir ins Gespräch

Hiermit gratuliere ich Benutzer
Brainswiffer
für 10 Jahre ehrenamtlicher Arbeit
im Dienst der Verbesserung unserer Enzyklopädie
und verleihe ihm den
Wikipedia logo silver.png
Wikiläums-Verdienstorden in Silber
gez. Wolfgang Rieger (Diskussion) 09:06, 28. Mai 2017 (CEST)
Schnittblumenstrauß
Einfach mal ein kleines Dankeschön …
… für Für Deine unermüdlichen und fairen Bemühungen, den VDS-Artikel sachlich und ausgewogen zu halten.
Liebe Grüße,
Anselm Rapp (Diskussion) 11:08, 7. Jul. 2019 (CEST)
Wiki Project Med Foundation logo.svg The 2017 Cure Award
Im Jahre 2017 hast Du – über alle Sprachversionen der Wikipedia – zu den Top ~250 Autoren im Bereich Medizin gehört. Das Wiki Project Med Foundation bedankt sich bei Dir dafür, dass Du dazu beigetragen hast, frei zugängliches, vollständiges, exaktes und aktuelles medizinisches Wissen der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Wir schätzen Dich und Deine Arbeit außerordentlich! Das Wiki Project Med Foundation ist eine Benutzergruppe, deren Mission es ist, medizinische Inhalte in Wikipedia auszubauen und zu verbessern. Wir würden uns über eine Zusammenarbeit mit Dir in unserem Projekt sehr freuen. Du kannst Dich uns anschließen, wenn Du auf diesen Link klickst. Deine Mitarbeit ist mit keinerlei Kosten verbunden.