Benutzer:Koenraad/Belegstellen Völkermord an den Armeniern

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Belegte und zum Teil verlinkte Funde zum Völkermord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Inspektor der Unionisten in Erzurum, Hilmi Bey, kabelte an Bahaettin Şakır: "Es gibt Individuen innerhalb des Landes, die beseitigt werden müssen. Wir verfolgen diese Perspektive."[1]
  • Der deutsche Pfarrer von Lüttichau berichtet über eine Mitteilung des Bürgermeisters von Malatya (Sommer 1918): "Es unterliegt für mich keinem Zweifel, dass ein Befehl von Stambul gegangen ist, nicht schriftlich oder auf dem Drahtwege, sondern mündlich durch Boten mit geheimen Aufträgen. So wurde es mir zum Beispiel in Malatia von Mustafa Agha erzählt, der jener berüchtigten Versammlung selber beigewohnt, in der ein Geheimbote aus Stambul den Befehl überbrachte, die Deportierten zu beseitigen." [2]
  • Aus einem Schreiben des Geschäftsträgers der k.u.k. Botschaft in Istanbul vom 30. Sept. 1915 an den Außenminister in Wien: "Talaat Bey sagte mir neulich selbst mit einer gewissen Genugtuung, dass es z.B. in Erzerum kaum mehr einen Armenier geben dürfte. Alle Nachrichten stimmen darin überein, dass die jüngsten Maßnahmen unvergleichlich mehr Menschenleben gekostet haben, als die Massaker Abdul Hamids." Institut für Armenische Fragen (Hrsg.): The Armenian Genocide, Bd. 2. München 1988, S. 244
  • Aus einem gemeinsamen Protokoll der Konsuln Bulgariens und Österreich-Ungarns aus Adrianopel vom 6. November 1915: Die Handlungen, die die hier Unterzeichnenden haben beobachten können, weisen nicht nur auf eine Vertreibung hin, sondern auch auf die Vernichtung eines ganzen Volkes ("l'extermination d'une race entiere"), Institut für Armenische Fragen (Hrsg.): The Armenian Genocide, Bd. 2. München 1988, S. 265
  • "Die in meinem Bericht aus Erserum ausgesprochene Befürchtung, dass die Aussiedelung der Armenier ihrer Vernichtung gleichkommen werde, bezw. dieselbe bezwecken sollte, hat sich leider bewahrheitet. Was von den Ausgesiedelten dieses Volksstammes noch in Mesopotamien lebt, befindet sich in einem trostlosen Zustande. Es ist nicht zuviel gesagt, wenn man ausspricht, dass die türkischen Armenier mit Ausnahme einiger Hundert Tausenden in Konstantinopel und anderen grösseren Städten Lebender, so gut wie ausgerottet sind." [3]
  • "Ohne für meine Meinung Beweise bringen zu können, vermag ich mich des Eindrucks nicht zu erwehren, dass das jungtürkische Komite als treibende Kraft für das Vorgehen gegen die Armenier anzusehen ist. Das Zentralkomite scheint auf diese Weise der armenischen Frage endgiltig ein Ende machen zu wollen." [4]
  • Die Nachrichtenabteilung des k.u.k. Armeeoberkommandos am 12. September: "Die türkische Regierung scheint es auf die Vernichtung der ganzen armenischen Rasse abgesehen zu haben." Und am 8. Oktober: "Ja, es hat den Anschein, als wäre diese Gesetz überhaupt nur geschaffen worden, um die ... Ausrottung der Armenier unter gesetzlichem Schutz durchführen zu können." (Berlin u. Klenner S. 58)
  • "Der Mutescharif von Musch, ein sehr enger Freund Enver Paschas, erklärte recht offen, dass sie die Armenier be der ersten sich bietenden Gelegenheit massakrieren und die ganze Nation auslöschen würden [...] Ungefähr Anfang April in Gegenwart von Major Lange und mehreren anderen hohen Beamten einschließlich des amerikanischen und deutschen Konsuls, erklärte Ekran Bey ziemlich offen die Absicht der Regierung, die armenische Nation auszulöschen. (Berlin u. Klenner, S. 284)
  • Der Botschafter in in außerordentlicher Mission in Konstantinopel (Wolff-Metternich) an den Reichskanzler (Bethmann Hollweg): "Von vielen türkischen Beamten und Militärs ist offen zugegeben worden, dass das von der Regierung mit ihren Massnahmen verfolgte Endziel nicht die Umsiedlung, sondern die Ausrottung der Armenier sei." [5]
  • Der Botschafter in außerordentlicher Mission in Konstantinopel (Wolff-Metternich) an den Reichskanzler (Bethmann Hollweg) "Die türkische Regierung hat sich in der Durchführung ihres Programms: Erledigung der armenischen Frage durch die Vernichtung der armenischen Rasse, weder durch unsere Vorstellungen noch durch die Vorstellungen der amerikanischen Botschaft und des päpstlichen Delegaten, noch auch durch Drohungen der Ententemächte, am allerwenigsten aber durch die Rücksicht auf die öffentliche Meinung des Abendlandes beirren lassen; sie steht jetzt im Begriff, die letzten Ansammlungen von Armeniern, welche die erste Deportation überstanden haben, aufzulösen und zu zerstreuen." [6]
  • Der Konsul in Aleppo (Rößler) an den Reichskanzler (Bethmann Hollweg) "Immerhin enthält auch der schriftliche Bericht Tatsachen genug, um einen Einblick zu gewähren in die bewusste und gewollte Vernichtung der Verschickten durch türkische Regierungsorgane." [7]
  • Streng vertrauliche Anlage des Der Geschäftsträgers in Konstantinopel (Waldburg) an den Reichskanzler (Prinz Max von Baden): "Es hätte gewiss Niemand Anstoss daran genommen, wenn man Schuldige in Menge öffentlich hingerichtet hätte, leider ist dies nur in einzelnen Fällen der Fall gewesen und es sind leider sichere Indizien vorhanden, dass im Osten die Armenier, trotz aller Dementis in deutschen Zeitungen, systematisch vollständig abgeschlachtet werden; kurz, dass wir es mit dem Ausrotten eines Volkes zu tun haben, wie es so gründlich nur im Bar Cochba Kriege von Rom aus das jüdische Volk betroffen hat." [8]
  • Der Leiter der deutschen Delegation im Kaukasus (Kreß von Kressenstein) an den Reichskanzler (Hertling): "dass nach all den zahlreichen Nachrichten und Berichten, die ich hier erhalten habe, wohl kaum ein Zweifel darüber bestehen dürfte, dass die Türken systematisch darauf ausgehen, die wenigen Hunderttausende von Armeniern, die sie bis jetzt noch am Leben gelassen haben, durch systematische Aushungerung auszurotten." [9]
  • Der osmanische Generalgouverneur von Smyrna zu herausragenden Mitgliedern der armenischen Gemeinde: "Systematisch wurde die Abschiebung der Armenier in den Provinzen von seiten der Regierung durchgeführt und es ist bekannt, dass ich mich hier der Ausführung gleicher Befehle für dieses Vilajet widersetzt habe." [10]
  • Aus Instruktionen der Kaiserlichen Botschaft: "systematisch organisierten Niedermetzelungen von Tausenden wehrloser Männer und Frauen" [11]
  • Der Verweser in Erzerum (Scheubner-Richter) an den Botschafter in außerordentlicher Mission in Konstantinopel (Hohenlohe-Langenburg): "ein sehr angesehener und einflussreicher Bey, fügte hinzu, es habe wohl früher Armenier-Massaker gegeben, aber diese hätten sich meist auf Kämpfe der Männer beschränkt, jetzt morde man entgegen den Vorschriften des Korans zu Tausenden unschuldige Frauen und Kinder. Dieses geschehe nicht etwa von in Erregung geratenen Volksmengen, sondern systematisch und auf Befehl der Regierung - "des Komitees", wie er mit Betonung hinzufügte." [12]
  • Der Konsul in Aleppo (Rößler) an den Reichskanzler (Bethmann Hollweg): "Mein telegraphischer Bericht über die ungewöhnlich gut bezeugten Metzeleien in Tell Ermen lag bei Veröffentlichung des Dementis bereits vor. Herr Major von Mikusch hat Photographien über den Befund aufgenommen und ist in der Lage, sie einzureichen. Diese von Kurden vorgenommenen Metzeleien sind nachgewiesenermassen im Beisein der bewaffneten Macht der türkischen Regierung, wahrscheinlich aber unter deren aktiver Teilnahme vor sich gegangen." [13]
  • Der Botschafter in in außerordentlicher Mission in Konstantinopel (Wolff-Metternich) an den Reichskanzler (Bethmann Hollweg): "Türkische Polizisten, Gendarmen und Soldaten haben sich, teils auf Befehl ihrer Vorgesetzten, teils eigenmächtig, an der Tötung der Ausgesiedelten beteiligt." [14]
  • Major von Mikusch von Mossul: "In Tell Ermen und einem benachbarten armenischen Dorf haben Kurden vor etwa einer Woche Armeniermetzeleien veranstaltet. Die grossen Kirchen sind zerstört; 200 Leichen hat Herr von Mikusch selbst gesehen. Miliz und Gendarmerie hat Metzelei mindestens geduldet, wahrscheinlich sich daran beteiligt." [15]
  • Der Konsul in Aleppo (Rößler) an den Reichskanzler (Bethmann Hollweg): "Seinem Zug ist es ergangen, wie so vielen anderen: Männer und Frauen wurden getrennt und die Männer ermordet. Man hat keine Kugel für sie übrig gehabt, sondern sie mit Beil und Messer, zweitausend Männer an einem Tage geschlachtet. Gendarmen waren beteiligt, die Opfer zur Richtstätte zu führen und die Kurden haben behauptet, auf Befehl der Regierung zu handeln." [16]
  • Jakob Künzler: "Auf dem Markte sich befindliche Armenier wurden abgeschlachtet" [...] "uebergebenen Maenner wurden abgeschlachtet, auch einige gehaengt" [17]
  • Oberstleutnant Stange: "Von den Armeniern von Trapezunt wurden die Männer abseits ins Gebirge geführt und unter Mithilfe von Militär abgeschlachtet, während die Frauen in bejammernswertem Zustande nach Ersindjan getrieben wurden." [18]
  • Thora von Wedel-Jarlsberg an den Botschaftsrat in Konstantinopel (Neurath): "Die Männer, die nicht Soldaten waren, wurden vorher abgeschlachtet. „Kesse kesse getiriorlar“ sagte uns ein Gendarm und beschrieb uns, wie die Frauen, die manchmal 8 Tage unterwegs sein mussten, ehe sie den Ort der Hinrichtung erreichten, bei jedem Dorf geschändet und geplündert wurden, während den kleinen Kindern der Schädel eingeschlagen wurde, wenn sie das Vorwärtskommen hinderten." [19]
  • Der Konsul in Aleppo (Rößler) an den Reichskanzler (Bethmann Hollweg): "Am 6. April war hier bekannt geworden, dass bei Ras ul Ain wieder Massaker vorgekommen seien. Die eine Nachricht besagte, dass der grösste Teil des aus 14000 Personen bestehenden Konzentrationslagers niedergemacht sei,..." [20]
  • Diplomingenieur, K. O. Oberleutnant: "Ich bin in der Zeit vom 1. bis 6. April zusammen mit Herrn Hauptmann Loeschebrand und Herrn Unteroffizier Langenegger von Buseir am Euphrat den Chabur hinaufgegangen und fand am linken Ufer grosse Mengen von ausgebleichten Menschenschädeln und Gerippen, zum Teil waren die Schädel mit Schusslöchern. An einigen Stellen fanden wir Scheiterhaufen, ebenfalls mit menschlichen Knochen und Schädeln. Gegenüber der Kischla Scheddade waren die grössten Anhäufungen. Die Bevölkerung sprach von 12000 Armeniern, die hier allein niedergemetzelt, erschossen oder ertränkt seien." [21]
  • Der Kaiserliche Vizekonsuls Hoffmann aus Alexandrette : "Es kann als feststehend angesehen werden, dass in den eigentlichen armenischen Wilajets - von dem Kriegsgebiet bei Wan ganz abgesehen - die Verschickung von Massenabschlachtungen der männlichen Armenier über dem Kindesalter, zum Teil auch der gesamten Bevölkerung armenischer Ortschaften begleitet gewesen ist. Darin stimmen die Angaben der Ueberbleibsel solcher verschickten Trupps in einer Weise überein, die eine Verabredung ausschliesst. Am schlimmsten scheint es im Wilajet Diarbekir zugegangen zu sein, dessen Wali Reschid Bey nach mündlichen Angaben, die mir der K. Vizekonsul Holstein (Mossul) bei seinem kurzen Besuch in Aleppo im Oktober machte, öffentlich erklärt hat, er werde keinen Christen in seinem Wilajet dulden" [...] "VK Holstein hat auf der schwach bevölkerten Strecke zwischen Mossul und Rass-el-Ain fünf gänzlich zerstörte armenische Dörfer getroffen, darunter das von 2000 Armeniern bewohnt gewesene Tell-Ermen. Hier ist bis auf 15-20 Personen, die flüchten konnten, alles niedergemacht worden. Reste, wie abgeschnittene Köpfe und Glieder, hat VK Holstein in der Kirche noch vorgefunden." [22]
  • Der Konsul in Aleppo (Rößler) an die Botschaft Konstantinopel: "Das armenische Konzentrationslager in Ras-el-Ain ist dieser Tage von den dicht dabei wohnenden Tscherkessen und anderen ähnlichen Leuten überfallen worden. Von den unbewaffneten 14000 Insassen ist der größte Teil niedergemacht." [23]
  • F. Schuchardt an den Reichkanzler: "Der Wali von Mamouret-ul-Azis hatte dem Leiter unserer Station, Herrn Prediger Ehmann, für alle Armenier vollkommene Straflosigkeit versprochen, für den Fall, dass es ihm gelänge, die Armenier der dortigen Gegend zu veranlassen, alle Waffen, die sich in ihrem Besitz befänden, abzuliefern. Herr Ehmann unterzog sich diesem Auftrag, und nichtsdestoweniger wurde auch die dortige Bevölkerung niedergemacht oder verbannt." [24]
  • Der Konsul in Aleppo (Rößler) über Ras al-Ain: "Die Männer sind niedergemacht worden und haben rechts und links vom Wege gelegen, an dem die Frauen dann vorbeikamen." [25]
  • Bericht eines Arztes des deutschen Rot-Kreuz-Lazaretts in Erzinjian "Gestern Abend kam das Piquet zurück, und Gehlsen suchte zu erfahren, was es gegeben habe. Er tat sehr anti-armenisch, und so erfuhr er, man habe in der Schlucht einen Trupp armenischer Frauen und Kinder umstellt, und auf Befehl sei alles niedergemacht worden. Es haben ihnen leid getan, auf die hübschen, jungen Frauen zu schiessen, aber es sei ja so befohlen gewesen. Viele Frauen hätten ihre Kinder in den Fluss geworfen, andere Kinder hätten die Türken mitgenommen, um sie im Islam zu erziehen. Die Frauen seien nicht weggelaufen, sie hätten alle auf den Knien gelegen." [26]
  • Juni 1916 Syrien (so viel zur Verpflegung): "Auf den Wegen sah ich überall Sterbende, sie waren von Hunger und Durst erschöpft hinter dem Zuge zurückgeblieben und mussten so elend umkommen. Alle paar Minuten kommt einem Leichengeruch entgegen. Die Gendarmen schlagen solche arme zurückbleibende erst noch halb tot indem sie behaupten, sie stellten sich nur, als seien sie müde. In Dibsy sind 3000 Vertriebene, in Abuhara 6000. An beiden Orten ist die Sterblichkeit täglich 1%. Im Hamam fand ich 7000 Deportierte, davon 3000, die hungern und keinen ganzen Fetzen mehr auf dem Leibe haben. Hier gab es kein Gras mehr, da die Heuschrecken alles abgefressen hatten. Ich sah wie die Leute sich die Heuschrecken sammelten, um sie roh oder gekocht zu verzehren. Andere wieder graben sich die Graswurzeln aus. Sie fangen sich Strassenhunde, sie stürzen sich wie die Wilden auf gefallene Tiere, deren Fleisch sie meist roh mit Heisshunger essen. Man zeigte mir, wie man die Toten dicht um die Zelte her nur leicht eingräbt. In Rakka selbst und dem dicht anstossenden Zeltlager hausen ca 15000 Vertriebene. Das Lager liegt am Ufer des Flusses und es ist den dort wohnenden verboten, in die Stadt zu kommen. Reichere Leute erkaufen sich um 30 - 40 Ltq. bei den Beamten die Erlaubnis, eine zeitlang in der Stadt zu wohnen. Ueberall das gleiche Bild des Jammers. In Sepka gelang es mit genügendem Geldaufwand etwa 1500 Personen, sich dort niederzulassen. Die anderen ca 6000 Personen sind draussen im Lager am Ufer des Euphrat. Hier ist grosse Not. Manche stürzen sich aus Verzweiflung in den Strom. Auf jedem Transport von einem Ort zum andern erliegen wenigstens 5 - 6 Menschen den rohen Misshandlungen der sie begleitenden Gendarmen. Diese suchen von den Armen Geld zu erpressen und rächen sich mit wütenden Hieben, wenn sie es nicht bekommen. In Tibne fand ich 5000 Vertriebene. Ueberall treffen wir Züge von Weggeführten, auch in Kähnen werden ganze Züge auf dem Euphrat transportiert. In jedem arabischen Dorf finden sich einzelne Familien, in jedem Araberhaus Mädchen und junge Frauen. Endlich kam ich in Der Zor an und fand ca 15000 Deportirte. Dort bekamen die Notleidenden täglich 150 Gramm Brot von der Regierung. Kinder und Erwachsene suchen die Kehrichthaufen nach Essbarem durch – was sich irgend kauen lässt, wird verspeist." [27]
  • Botschafter Metternicht Dez. 1915: "Ich habe die Armeniergreuel im Laufe der letzten Woche mit Enver Pascha, mit Halil Bey und heute mit Djemal Pascha ernstlich besprochen und darauf hingewiesen, dass Unruhe und Empörung auch im befreundeten Ausland und in Deutschland weite Kreise ergriffen habe und der türkischen Regierung schliesslich alle Sympathien entziehen würde, wenn nicht Einhalt geschehe. Enver Pascha und Halil Bey behaupten, dass keine ferneren Deportationen - insbesondere nicht aus Konstantinopel - beabsichtigt seien. Sie verschanzen sich hinter Kriegsnotwendigkeiten, dass Aufrührer bestraft werden müssten, und gehen der Anklage aus dem Wege, dass Hunderttausende von Frauen, Kindern und Greisen ins Elend gestossen werden und umkommen. [...] Ich habe eine äusserst scharfe Sprache geführt. Proteste nützen nichts, und türkische Ableugnungen, dass keine Deportationen mehr vorgenommen werden sollen, sind wertlos. Von vertrauenswürdiger Seite erfahre ich, dass nach Auskunft des hiesigen Polizeipräsidenten, die ich bitte geheim zu halten, auch aus Konstantinopel neuerdings etwa 4000 Armenier nach Anatolien abgeführt worden sind, und dass mit den 80000 noch in Constantinopel lebenden Armeniern allmählich aufgeräumt werden soll, nachdem schon im Sommer etwa 30000 aus Konstantinopel verschickt und andere 30000 geflohen sind. Soll Einhalt geschehen, so sind schärfere Mittel notwendig. Ich schlage daher folgende Veröffentlichung in der ”Norddeutschen Allgemeinen Zeitung” vor, mit der Weisung an mich, dass sie im Auftrage der Kaiserlichen Regierung erfolgt sei": [28]
  • Aleppo Sept. 1915 Rößler: "1) Einzelne Scenen, wie sie sich sonst wohl nur unbeobachtet abgespielt haben, rollten sich kürzlich vor den Augen der Bevölkerung in Aleppo selbst ab. Die Regierung hat seitdem ihre Massnahmen so getroffen, dass die Scharen der Verschickten Aleppo grösstenteils nicht mehr berühren sollen. Am 10. und am 12. d.M. kamen je ein Zug von etwa 2000 verbannten Frauen und Kindern über Ras ul Ain zu Fuss in völlig erschöpftem Zustande hier an, ein Zug der nur durch den Pinsel eines Wereschtschagin in seiner Grauenhaftigkeit hätte wiedergegeben werden können. Die Gendarmen trieben die elenden abgemagerten Geschöpfe, denen vielfach der Tod auf dem Gesicht geschrieben stand, mit Peitschenhieben vor sich her durch die Strassen Aleppos zum Bahnhof, ohne dass sie hier in der Stadt einen Schluck Wasser hätten trinken dürfen oder ein Stück Brot erhalten hätten. Die Einwohner der Stadt die Wasser und Brot verteilen wollten, wurden daran verhindert. Zwei Frauen fielen zu ihrer Niederkunft nieder und wurden nur durch hinzueilende Stadtbewohner davor bewahrt, von den Gendarmen mit der Peitsche bearbeitet zu werden. Zwei deutsche Borromäusschwestern waren Zeuge, wie eine erschöpfte Frau von einem Gendarmen an den Haaren weitergezogen wurde."[29]
  • "Vollständig von Armeniern geräumt und der Schauplatz gewesen von regelrechten Massacres, Greueltaten aller Art, Schändungen, gewaltsamen Bekehrungen etc., sind: Die Wilajets Erserum und Trapezunt (hier ein Teil zum Islam bekehrt) sowie die Städte Siwas, Kharput, Kaisarije, Josgat, Amasia, Mersifan, Marasch. Die Deportierten werden nach Urfa, Biredschik, Sor, usw. geschickt, also in weitentlegene, zumteil arabische Gegenden, wo sie herausgerissen aus ihrer Umgebung, sicher halb zugrunde gehen müssen. In gewissen Städten werden die Männer in Haft behalten, die Frauen und Kinder ohne Aufsicht und ohne jede Fürsorge und in Elend allein verschickt." [30]
  • "Für die Zufuhr von Lebensmitteln ist bei den Transporten - obwohl Moeglichkeit vorhanden waere - nicht gesorgt. [...] Hauptsiedelungsplatz ist Der Zor. Schon die Einfahrt zeigte sofort die Hauptbeschaeftigung der Ansiedler: Totenbegraben [...]" [31]
  • "ein grosser Armeniertransport war hinter Sabha an mir vorbeigekommen, von der Gendarmeriebedeckung zu immer grösserer Eile angetrieben, und nun entrollte sich mir in leibhaftiger Gestalt das Trauerspiel der Nachzügler. Ich sah am Wege Hungernde, Dürstende, Kranke, Sterbende, soeben Verstorbene, Trauernde neben den frischen Leichen; und wer sich nicht schnell von der Leiche des Angehörigen trennen konnte, setzte sein Leben aufs Spiel, denn die nächste Station oder Oase liegt für den Fussgänger drei Tagemärsche entfernt. Von Hunger, Krankheit, Schmerz entkräftet taumeln sie weiter, stürzen, bleiben liegen." [32]
  • "Als Beerdigungsstaette dienen Massengraeber, die etwa 100 Meter von der Mitte des Lagers gerechnet, geoeffnet werden. Bei meinem ersten Besuche sah ich zwei offene Gruben; die eine enthielt 16 bis 20 nackte Leichen durcheinander geworfen (z.B. ragten von einer weiblichen Leiche beide Beine in die Hoehe, waehrend der unsichtbare Oberkoerper zwischen andren Leichen eingekeilt steckte), in der zweiten erst halb voll 8 ebenfalls nackte Leichen, saemtliche so abgemagert, dass man kaum noch das Geschlecht erkennen konnte. Sobald eine Grube bis zum Rand voll ist, was manchmal 24 Stunden dauert, wird sie mit einer schwachen Schicht Erde gedeckt, in folgedessen steigt aus diesen Gruben ein pestartiger Geruch auf" [33]
  • "Um das aus meinen Informationen gewonnene Urteil nachzuprüfen, besuchte ich alle Plätze in der Stadt, wo Armenier lagen, die von den Transporten zurückgeblieben waren. In verfallenen Karawansereien (Chans) fand ich Haufen von Toten und Halbverwesten und noch Lebende darunter, die bald ihren letzten Seufzer aushauchen mussten. In anderen Höfen fand ich Haufen von Kranken und Hungernden, nach denen niemand sah." [34]
  • Dort warfen sich die Tscherkessen zum zweiten Mal auf ihre Opfer, mit Beilen, Säbeln, Dolchen hieben sie in die Menge hinein, bis das Blut wie ein Strom floss und die ganze Ebene mit verstümmelten Leichen bedeckt war. [35]
  • "Die Soldaten erzählten, das es das 86. Kavallerieregiment gewesen sei, dass unter Führung sämtlicher Offiziere die Untat vollbracht habe. Sie hätten 4 Stunden nötig gehabt, um alles zu töten. Dann hätten Ochsenwagen bereitgestanden, um die Leichen in den Fluss zu schaffen." [36]
  • "Das berichtete Vorbeitreiben von Leichen auf dem Euphrat, das in Rumkaleh, Biredjik und Djerabulus beobachtet worden ist, hatte, wie mir am 17. d.M. berichtet wurde, 25 Tage lang gedauert. Die Leichen waren alle in der gleichen Weise, zwei und zwei Rücken auf Rücken gebunden. Diese Gleichmässigkeit deutet darauf hin, dass es sich nicht um Metzeleien, sondern um Tötung durch die Behörden handelt [37]
  • offizielles Communiqué russischer Regierung vom 2. Mai: Während letzten Monats veranstalteten Kurden Türken unter offenkundiger Nachricht bisweilen sogar direkter Mitwirkung ottomanischer Behörden Armenier-Massaker" [38]
  • "...dass Talaat in der Tat einer derjenigen türkischen Staatmänner ist, welche die Vernichtung der Armenier gewollt und planmäßig durchgeführt haben" [39]
  • "In anderen Provinzen ist die armenische Bevölkerung völlig vernichtet worden. Die Felder und die großen Straßen sind bedeckt mit Leichen, die Flüsse haben viele von ihnen fortgespült. Es gibt keine Grausamkeit und kein Vernichtungsmittel, das nicht angewandt worden ist" [40]
  • "Wenn die Armenier sich und ihre Frauen verteidigten, kam es zu Ueberfällen mit Massenmorden und Vernichtung ganzer Dörfer" [41]
  • "Im Nov. 1914 wurde es amtlich zugegeben, daß sie nur auf einen Anlaß zum Massaker warteten, sobald sie einen finden würden, würden sie nicht einen Armenier am Leben lassen." [42]
  • "The indictment quoted another document in which a high-ranking deportation official, Abdulahad Nuri, relates how Talât Pasha told him that "the purpose of the deportation was destruction." Aus: Dadrian, "World War I Armenian Massacres," p. 558. Zitiert nach Guenter Lewy Originalquelle: Takvim-i Vekayi, April 27, 1919 Number 3540
  • Augenzeugenbericht eines Konsulatsmitarbeiters zum Lager Tell Abiad bei Aleppo Oktober 1915 (Anlage 3) [43]
  • Leslie A. Davis kommentiert den Abtransport der Armenier aus Mamuret ul-Aziz: "Ein Massaker [...] wäre im Vergleich dazu human." [2] (S. 19)
  • Hüseyin Kazım Kadri, osmanischer Repräsentant im Libanon: "grausame Vernichtungspolitik". [3] Er geht für den Libanon allein für 200.000 Opfer der Regierungsverbrechen (hükümetin suikasti) aus [4]
  • Talat zu Morgenthau zur Armenierfrage August 1915: "Wir sind zu dieser unwiderruflichen Entscheidung gekommen, dass wir sie unschädlich ("powerless") machen, bevor der Krieg vorbei ist." [5]
  • Aktennotiz der deutschen Botschaft Talat Pascha am 31. August 1915: "La question arménienne n'existe plus." [2] (S. 68) [44]
  • Martin Niepages, Lehrer an der deutschen Schule in Aleppo (Ende 1915): "Von Transporten, die, als sie ihre Heimat in Hocharmenien verließen, gegen zwei- bis dreitausend Männer, Frauen und Kinder zählten, kommen hier im Süden nur noch drei- bis zweihundert an." [45]
  • Beglaubigte Kopie der schriftliche Aussage von General Vehip Pascha, Oberkommandierender der 3. Armee (war in Anatolien stationiert):
"Die Deportationen der Armenier wurden im völligen Widerspruch zur Menschlichkeit, Zivilisation und behördlichen Ehre durchgeführt. Die Massaker und die Ausrottung der Armenier, der Raub und die Plünderung ihres Eigentums waren das Resultat von Entscheidungen, die vom Zentralkomitee des Komitees für Einheit und Fortschritt ausgingen."[6]
  • Telegramm des Gendarmeriekommandanten in Boğazlıyan als Beweismittel im sogenannten Yozgat-Verfahren:
sevkiyat, yani mahv manasına[6]
  • Elkus, US-Botschafter in Istanbul, Nachfolger von Morgenthau:
"Turkish officials have now adopted and are executing the unchecked policy of extermination trough starvation, exhaustion, and brutality of treatment hardly surpassed even in turkish historiy" [7]
  • amerikanischer Konsul aus Harput: "unbegrenztes Abschlachten" [8]
  • amerikanischer Konsul in Aleppo am 3. August 1915: "...etwas anderes als die Auslöschung ("Extermination" ist dies nicht." [8]
  • deutscher Vizekonsul Hoffmann 8.11.1915 zur Weiterverschickung von Aleppo: "...der zu Fuß oder mit Tieren zurückzulegende Weg ist derart, dass ein weiteres Wegsterben der Verschickten unvermeidliche ist.[8]
  • Botschafter Wangenheim am 7. Juni: "....die Art, wie die Umsiedlung durchgeführt wird, zeigt, dass die Regierung tatsächlich den Zweck verfolgt, die armenische Rasse zu vernichten. [46]
  • Ernst Jäck (Mitte Oktober 1915), Leiter der "Zentralstelle für Auslandsdienste" im AA: "Talaat freilich machte keinen Hehl daraus, dass er die Vernichtung des armenischen Volkes als eine politische Erleichterung begrüße." [2] (S. 69)
  • Scheubner-Richter (Vizekonsul Erzurum): "...wird uebrigens unumwunden zugegeben, dass das Endziel ihres Vorgehens gegen die Armenier die gaenzliche Ausrottung derselben in der Türkei ist." [2] (S. 66) [47]
  • Vizekonsul Hoffmann zitiert den für die Deportationen zuständigen Beamten in Aleppo: "...wir wollen den armenischen Namen austilgen." und den "Verschickungskommissar" aus Konstantinopel: "Vous ne comprenez pas ce que nous voulons. Nous voulons une Arménie sans Arméniens." [2] (S. 67) [48]
  • Armenienspezialist Mordtmann (Botschaft Konstantinopel): "Es handelt sich vielmehr, wie mir Talaat Bej vor einigen Wochen sagte, darum die Armenier zu vernichten." [2] (S. 67) [49]
  • Bergfeld, Konsul in Trapezunt (Trabzon) im Juni 1915: "Ich teile die Ansicht meiner sämtlichen Kollegen, daß der Transport der Frauen und Kinder an Massenmord grenzt." [2] (S. 20)
  • Kuckhoff, Wahlkonsul in Samsun: "Es handelt sich um nichts weniger als um die Vernichtung oder gewaltsame Islamisierung eines ganzen Volkes [...] Es ist selbstverständlich, daß kein christlicher Armenier dieses Ziel [Urfa]erreicht. [2] (S. 20)

Interessantes aus einer Rezension von Wolfgang Gust [50][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Akte der Generaldirektion der staatlichen türkischen Archive – die systematisch nur die Türkei entlastende Dokumente veröffentlicht – an, das 1995 herausgegeben wurde. Am 12. Juli 1915 hatte darin der damalige Innenminister Talaat Pascha nach der Ermordung von mehr als 2000 Christen den Generalgouverneur der Provinz Diyarbakir aufgefordert Da es kategorisch verboten ist, andere Christen in die disziplinarischen und politischen Maßnahmen gegen die Armenier einzuschließen, sollte diese Art des Vorgehens sofort beendet werden, weil sie einen schlechten Eindruck in der Öffentlichkeit hervorrufen wird.“ Also gab Talaat selbst in einem von den Genozidleugner veröffentlichten Telegramm zu, daß gegen die Armenier „disziplinarischen und politischen Maßnahmen“ ....
  • Der offizielle Grund für die Deportationen sei gewesen, daß die Armenier eine Gefahr für die Armee darstellte, und deshalb vom Kriegsschauplatz entfernt werden müßten. Die Armenier wurden aber aus Gebieten weit von der Frontlinie entfernt direkt in Kriegszonen deportiert, also absolut gegen die Argumentationsrichtung, so in Gebiete direkt hinter der Sechsten Armee um die Stadt Der Zor oder im Rücken der Vierten Armee im Havran.
  • Was hingegen zwischen 1915 und 1917 geschah, war, wie Talaat in seinem Brief vom 26. Mai 1915 an den Großwesir schrieb, „eine vollständige und grundlegende Auslöschung dieser Angelegenheit“
  • Diese Nicht-Muslime bezeichnete ein anderer Hauptverantwortlicher des Völkermord, Kuşçubaşı Eşref, als „interne Krebsgeschwüre“, die „entfernt“ werden müßten. [92]
  • Außenminister Ahmet Muhtar sagte am 8. November 1920, daß die Entente-Mächte Armenien die Aufgabe zugewiesen hätten, „unsere Kommunikationslinien mit dem Osten zu kappen. Es ist absolut notwendig, daß Armenien, das sich in der Mitte einer großen islamischen Nation befindet, politisch und materiell ausgeschaltet wird.“ [114]
  • Nach dem Waffenstillstand von 1918 erklärte der im osmanischen Hauptquartier für das politische Department verantwortliche Oberst Seyfi Bey, er sei in Zusammenarbeit mit der Spezialorganisation und in engem Verbund mit Bahaettin Şakir einer derjenigen gewesen, der den Plan für die Ermordung der Armenier vorbereitet habe. [125]
  • Noch im Oktober 1920 rechtfertigte der türkische Abgeordnete Hasan Fehmi Bey den Völkermord an den Armeniern im Parlament: „Diese Dinge sind gemacht worden, um die Zukunft unserer Heimat zu sichern, die wichtiger und größer ist als selbst unsere Leben.“ [129]
  • CUP-Anführer Hilmi in Erzurum - wo ein eigenständiges Kommando der Spezialorganisation eingerichtet wurde -, schickte ein Kabel an Bahaettin Şakir: „Es gibt auch im Lande selbst Individuen zu beseitigen. Wir verfolgen dieses Ziel.“ Im Kriegsministerium wurde ein Exekutiv-Komitee für die veränderte Spezialorganisation aus Vertretern des Innenministeriums, des Kriegsministeriums und des CUP-Zentralkomitees gebildet, die auch den Code des Innenministeriums für ihre Befehle an Einheiten der Spezialisten verwenden durften. [131]
  • Diese Spezial-Einheiten rekrutierten sich aus kurdischen Stämmen, verurteilten Straftätern und Emigranten aus dem Kaukasus und Rumelien. Unter den Strafgefangenen waren besonders jene gefragt, so Hilmi in einem Brief nach Istanbul, „die bekannt dafür sind, gesetzlose Banden angeführt zu haben.“ Für die Rekrutierung von Kurden, Strafgefangenen und Emigranten und ihre konkreten Aufgaben führt Taner Akçam eine Reihe von schriftlichen Dokumenten an. In Istanbul wurden diese Sondereinheiten eine Woche lang trainiert. „Während des Völkermords an den Armeniern waren es diese Banden“, so Historiker Ahmet Refik, „die die größten Verbrechen begangen.“ Insgesamt sollen diesen Einheiten etwa 30000 Mann angehört haben. [134/36]
  • Der Kongreß habe einen guten Vorwand geliefert für die Reise der wichtigen CUP-Funktionäre. Die jungtürkischen Teilnehmen wollten sogar die Kongreß-Teilnehmer der Daschnaken umbringen. Ein in Memoiren abgedrucktes Dokument gibt dazu Details: „Die notwendigen Vorbereitungen waren für die Individuen getroffen, die Erzurum verlassen hatten.“ Der Autor Des Dokuments bestätigte, daß Bahaettin Şakir gewünscht habe, „daß diese Leute auf dem Weg gefaßt und liquidiert würden.“ Aber die Armenier „entgingen den Mördern, indem sie die Spuren ihrer Wege verwischten.“ [137]
  • Türkische Offiziere berichteten: „Die besten Offiziere und die mutigsten Individuen in der Einheit des 9. Armeecorps in Erzurum wurden den bewaffneten Banden zugeteilt, die Bahaettin Şakir gebildet hatte. Ich sah, wie diese Gangs nicht vor uns vorrückten, sondern hinter uns zurückblieben und Dörfer überfielen.“ [138]
  • Enver bezeichnete die Armenier generell als „Bedrohung“ und schlug vor, „die Armenier aus ihren Siedlungsgebieten zu entfernen und sie zu anderen Regionen zu schicken.“ Gleichzeitig ließ er dem armenischen Patriarchen in Istanbul einen Dankesbrief überbringen, in dem er die Tapferkeit der armenischen Soldaten lobte und „der armenischen Nation dankte, die für ihre unbedingte Loyalität gegenüber der osmanischen Regierung bekannt“ sei. [143]
  • Die offizielle türkische Historiographie stellt Zeytun als die erste Rebellion von Armeniern gegen die osmanische Regierung dar. Der damalige Generalgouverneur von Aleppo, Celal Bey, machte hingegen den lokalen türkischen Beamten für die Ereignisse verantwortlich, die kaum als eine Revolte bezeichnet werden könne. Daraufhin wurde ihm die Zuständigkeit für Zeytun entzogen. [145/46]
  • Die dänische Schwester Hansine Marcher berichtete von einem Gespräch, daß der kurdische Generalgouverneur von Harput gesagt habe: „Die Armenier der Türkei müssen und werden getötet werden.“
  • „Ich hatte Kontakt zu Talaat“, habe er gesagt, „und habe persönlich den Vernichtungsbefehl erhalten.“ Der General Vehip Pascha sagte vor Gericht aus, daß die Befehle und ihre Überwachung von CUP-Mitgliedern und einigen führenden Mitgliedern der Regierung stammten. Die Entscheidung für Massaker sei vom Zentralkomitee gefällt worden“, so steht es in einem der Urteil, „und durch Spezial-Boten an die Provinzbehörden überbracht worden. [153/54]
  • Das wichtigste Dokument zum Beweis, daß die Vernichtung der Armenier vom Komitee für Einheit und Fortschritt beschlossen wurden, ist der Bericht des Innenministeriums an den Großwesir vom 26, Mai 1915, das mehrmals auch in aktuellen türkischen Veröffentlichung zitiert wird, aber niemals im vollem Text. Allerdings kommt auch dort der wichtige Satz vor, daß die armenische Frage „auf umfassende und absolute Weise zu einem Wende gebracht“ worden sei. Veröffentlicht wurde der Brief am 24. Februar 1920 von der türkischen Zeitung Ati. Begründet wurde die Entscheidung mit der Einmischung des Auslands in der Reformfrage und der daraus folgenden „Fragmentierung des Osmanischen Reichs“. Mit den gleichen Worten hatte Talaat am 9. Juli 1915 die Entscheidung auch gegenüber dem US-Botschafter Henry Morgenthau begründet. Als der den Innenminister darauf aufmerksam machte, daß die Türkei von der ganzen Welt dafür verurteilt würde, habe Talaat geantwortet, sie wüßten sich schon zu verteidigen. Morgenthau: „Mit anderen Worten. Das scherte sie einen Teufel.“. [155]
  • Der deutsche Major Dagobert von Mikusch berichtete, daß „zwischen Nisibin und Tell Ermen Ersatztruppen (entlassene Sträflinge) einschliesslich ihres Offiziers freudestrahlend von Massacres erzählt und ein niedergemetzeltes armenisches Dorf vollständig ausgeraubt“ hätten. Viele deutsche Konsuln und ihrer Informanten berichteten von den Greueltaten der Irregulären. [158]
  • Auch in den Nachkriegsprozessen wurde klar, daß die Spezialorganisation die Morde an den Armeniern durchführte. „Die Morde und Plünderungen fanden nicht in der Stadt selbst statt, sondern alle außerhalb und auf organisierte Art und Weise“, so das Urteil im Trabzon-Prozeß. Viele prominente Muslime, darunter höchste Verwaltungsbeamte wie Generalgouverneure und prominente Offiziere, wohnten den Abschlachtungen als Zeugen bei und sagten im Trabzon-Prozeß aus. [159]
  • Eine Besonderheit in Trabzon war, daß viele Armenier - auch Frauen und Kinder - in Boote geladen und auf offener See erschossen oder schlicht über Bord geworfen wurden. Mehmet Emin bey, der Abgeordnete von Trabzon bezeugte nicht nur diesen Vorgang vor Gericht, sondern sagte ebenfalls aus: „Im Ordu-Distrikt lud der Präfekt die Armenier ostentativ auf Boote, die sie nach Samsun bringen sollten, und warf sie dann über Bord.“ [181]
  • In einer Rede am 21. November 1918 beschieb Nachkriegs-Kabinettsminister Reşit Akif Pascha vor dem Parlament genau diese Prozedur: „Während meiner wenigen Tage in der Regierung erfuhr ich von einigen Geheimnissen und habe interessante Dinge kennengelernt. Der Deportationsbefehl wurde vom Innenminister über offizielle Kanäle an die Provinzen weitergeleitet. Danach erließ das Zentralkomitee ihre eigenen ominösen Befehle an die Parteien, um den Banden zu erlauben, ihre verflixten Taten auszuführen. So waren die Banden bereits vor Ort, bereit für ihre schrecklichen Schlächtereien.“ Nachzulesen im offiziellen werk Meclis-i Ayan Zabıt Ceridesi, Periode 3, Parlamentsperiode 5. Band 1, Seite 123. Auch Armee-Führer Vehip Pascha bestätigte vor Gericht ausdrücklich diese Aufgabenteilung. [162/63]
  • Der stellvertretende Gouverneur von Yozgat, Cemal, berichtete vor Gericht, den geheimen Vernichtungsbefehl vom verantwortlichen Sekretär für Ankara, Necati, bekommen zu haben. Der Befehl sei auf Geheiß des Zentralkomitees ausgestellt worden und lag auch in schriftlicher Form vor, obgleich Necati dem Gouverneur Cemal nicht erlaubte, ihn zu lesen. [165]
  • Der Präfekt von Baiburt, Nusret, bescheinigte vor Gericht, den Befehl aus Istanbul bekommen zu haben, nicht einen einzigen Armenier am Leben zu lassen und jeden, der sich dem in den Weg stellte hinzurichten. Der Venezuelaner Rafael de Nogales war als Offizier der Armee Zeuge der Massaker von Diyarbakır. Als er mit dem Provinzgouverneur Dr. Mehmet Reşit Şahingiray darüber sprach, sagte ihm der, die Tötungen seien befohlen worden. Er gab sogar den eindeutigen Hinweis, daß er das Telegram von Talaat erhalten habe. [165]
  • Nach allen den Gerichten vorgelegenen Dokumenten war Şakir direkt für die Massaker an den Armeniern verantwortlich. Er wird in den Dokumenten „Kopf der Spezialorganisation“ genannt, der ihrerseits zugeschrieben wird, „für den Zweck der Zerstörung und Vernichtung der Armenier“ zuständig zu sein.
  • In einem Telegram erkundigte sich Şakir genau, ob die Deportierten vernichtet worden seien oder nur verschickt und bat um eine klare Antwort.
  • Der Deportationskommissar Abdulahad Nuri in Aleppo berichtete vor Gericht, Talaat habe ihm gesagt: „Die Absicht der Deportationen ist die Vernichtung [der Armenier]“. Im Yozgat-Prozeß wurde eine ganze Reihe von Telerammen verlesen, nach denen unter Deportationen der Armenier ihre Vernichtung zu verstehen sei. [168]
  • Doch trotz der Befehlte nahmen besonders Einheiten der Dritten Armee an Tötungsaktionen teil. Kurz nach dem Van-Aufstand wurden Zivilisten in Bitlis und Musch von Armeeeinheiten abgeschlachtet. Kâmil Pascha, Oberkommandierender der Dritten Armee, gab Befehle heraus, nach denen Muslime, die Armenier beschützten, vor ihrem Haus hingerichtet werden müßten. Wenn Militärs sich für Armenier einsetzten, kamen sie wegen Aufsässigkeit vor ein Militärgericht. Und er gab auch direkte Vernichtungsbefehle, von denen einer vor Gericht nachgewiesen wurde. [172]
  • Ein weiterer General, der direkt Mordaktionen anordnete, war Halil Kut Pascha, Envers Onkel. Er ließ alle armenischen Soldaten in seinem Kommando liquidieren, nach deutschen Angaben auch alle syrisch-othodoxen. [173]
  • Ali Ihsan Sabis, der Kommandant der 6. Armee, hat, so der deutsche Botschaftsprediger Graf Lüttichau, „es unzählige Male geflissentlich vor deutschen Ohren ausgesprochen, dass er in den Grenzen seines Befehlsbereiches nicht dulden werde, dass ein Armenier am Leben bliebe. Deutschen Offizieren gegenüber rühmte er sich, mit eigener Hand Armenier getötet zu haben.“ [173]

Einzelne Vertreter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bernard Lewis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bernard Lewis vertritt folgende Ansichten:

  • There is no evidence of a decision to massacre. On the contrary, there is considerable evidence of attempt to prevent it, which were not very successful. Yes there were tremendous massacres, the numbers are very uncertain but a million may well be likely (deutsch: „Es gibt keinen Hinweis auf eine Entscheidung zu Massakern. Ganz im Gegenteil, es gibt beträchtliche Hinweise auf Versuche, dies zu verhindern, auch wenn sie nicht sehr erfolgreich waren. Ja, es gab ungeheure Massaker. Die Zahlen sind sehr unsicher, aber eine Million dürfte sehr wahrscheinlich sein“)[9]
  • the issue is not whether the massacres happened or not, but rather if these massacres were as a result of a deliberate preconceived decision of the Turkish government [...]” (deutsch: „die Frage ist nicht, ob die Massaker stattfanden, es ist vielmehr die Frage, ob diese Massaker Resultat einer vorsätzlichen und bedachten Entscheidung der türkischen Regierung waren“).
    there is no evidence for such a decision (deutsch: „es gibt keinen Beweis für eine solche Entscheidung].“)[10]

Raymond Kévorkian[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Raymond Kévorkian[6] stützt sich auf osmanische Dokumente, armenische (Nachkriegsbestände des Istanbuler Patriarchats in Jerusalem) und europäische Quellen und Augenzeugenberichten. Er beschreibt "Schritt um Schritt die systematische Zerstörung der armenischen Gemeinschaft in Kleinasien und Thrakien, deren zentrale Steuerung und lokale Implementierung." [11]

Taner Akçam[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser kommt anhand türkischer Quellen und insbesondere der Prozessmaterialien aus den türkischen Kriegsgerichtsprozessen gegen die Verantwortlichen des Völkermords in Istanbul zwischen 1919 und 1921 zu dem Ergebnis, "daß der Völkermord eine zentral geplante, bürokratisch organisierte Tat war."

Guenter Lewy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guenter Lewy [12] ist der Ansicht, man könne die Schuld der Zentralregierung für die Massaker nicht belegen und beschreibt die Ereignisse als eine "schlimm aus dem Ruder gelaufene Deportation". Den Völkermord hält er für umstritten ("disputed") Dies fußt auf der Annahme, das Zentralkomitee der İttihad und Terakki Cemiyet sei überfordert und naiv gewesen und wisse nicht, was in Anatolien vor sich gegangen sei. Gegenargument: Telegramme Talat Paschas, die beispielsweise befahlen, die Wege von Leichen zu säubern.[3]

Justin McCarthy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Justin McCarthy [13] geht anhand von Bevölkerungsstatistiken davon aus, dass das Jahrzehnt 1912-1922 etwas weniger als 600.000 armenischen Todesopfer gefordert hat und vermutet, dass in ganz Anatolien "intercommunal warfare" dabei eine große Rolle gespielt hat. Allein in den Kriegsjahren starb 40 Prozent der armenischen Gesamtbevölkerung. Die Gesamtzahl der Opfer dieses Jahrzehnts auf muslimischer Seite, darunter auch die Kriegstoten, beziffert er auf 2,5 Millionen.

In einer neueren Veröffentlichung [14] untersucht er mit türkischen Mitautoren die armenische Rebellion in Van. Er stellt das Geschehen als Folge einer allgemeinen armenischen Rebellion dar.

Klaus Kreiser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Annahme, das Istanbuler Regime habe von Beginn an auf eine Beseitigung der christlichen Bevölkerung gesetzt geht zu weit.
  • Der Regierung und allen Verantwortlichen muss aber klar gewesen sein, dass unter den Bedingungen des Jahres 1915 die "Delokalisierung" (Osmanisch tehcîr oder teb'îd, تهجير oder تبعيد ) einem Todesurteil sehr nahe kommen musste.
  • In vielen Fällen, möglicherweise sogar in der Mehrheit der Fälle waren Hunger, Krankheit und Epidemien für das Massensterben verantwortlich, trotz zahlreicher Anordnungen die Deportationen human abzuwickeln.
  • Militärische Erfordernisse scheiden aus, da der Verdacht auf Zusammenarbeit mit dem Feind sich nicht auf Frauen und Kinder und frontferne Armenier erstrecken konnte. Die Deportation betrafen aber nahezu die gesamte armenische Zivilbevölkerung Anatoliens.
  • Die Gräueltaten armenischer Kämpfer waren allerdings nicht gering. [15] [16]

Argumentsammlung Gezielte Auslöschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans-Lukas Kieser definiert den Armeniermord als "Zusammenspiel zentraler und lokaler Kräfte" und als "Prozess kumulativer Radikalisierung vor dem Hintergrund langfristiger ideologischer Optionen".[11] Gedanken, die meine Zustimmung finden

Argumentesammlung für ein planvolles Vorgehen:

  • November 1914 (vor Beginn der Deportationen) wurden erste Dörfer geplündert.[8]
  • Ende Februar ((vor Beginn der Deportationen) verloren Armenier ihre Stellung in osmanischen Behörden.[8]
  • Ebenfalls vor dem eigentlichen Beginn der Deportationen befahl Enver Pascha der Armee, die armenischen Soldaten zu entwaffnen.[2] [3]
  • Die Deportationen wiesen trotz regionaler Unterschiede überall das gleiche Grundmuster auf.[3]

Militärische Notwendigkeiten?

  • Auch frontferne (siehe Devletarsivleri (Abschnitt techir kararinin uygulandigi bölgerler) Armenier aus Westanatolien und Thrazien wurden vertrieben.[2][3]
  • Die Armenier aus dem Westen wurden in Richtung Front deportiert.
  • Von den Deportationen waren auch Frauen und Kinder betroffen.[15] (Frauen und Kinder, militärisch notwendig??)
  • keine landesweite Erhebung der Armenier [11] regionale Rebellionen unterschiedlicher Völker waren zu jener Zeit in nahezu allen Regionen des Reiches zu beobachten.[8] Vgl. auch die Augenzeugenberichte zum Aufstand in Van in den Akten des Auswärtigen Amtes, laut Talat Bey kamen bei diesen militärischen Auseinandersetzungen auf armenischer Seite 400 Menschen [17]ums Leben (Massenaufstand??)
  • Die Armenier wurden nicht aus dem Frontgebiet heraus, sondern in Richtung der Frontlinien transportiert (Taner Akcam: A shameful Act, S. 10)

Argumente

  • Vorkehrungen für eine mögliche Wiederansiedlung der deportierten Armenier wurden nicht getroffen.[3] (ohne Wiederansiedlung keine "Deportation")
  • Bei den Zielorten handelte es sich um unwirtliche und wüstenähnliche Regionen. (Das eigentliche Ziel der Deportation muss demnach die Vernichtung gewesen sein)
  • Angebote anderer Staaten den Deportierten humanitäre Hilfe zu leisten, lehte Istanbul strikt ab.[3]
  • Es wurde eigens eine Spezialorganisation (Teşkilat-ı Mahsusa) für die Deportationen ins Leben gerufen.[18]
  • Mit persönlichen Emissären wurden zuvor erteilte Dekrete, die Deportierten gut zu behandeln, aufgehoben. [2][3]
  • Warum wurden osmanische Landräte und Gouverneure, die sich der Deportation widersetzten abgesetzt[19]oder beseitigt[20][21]
  • Aussagen und Beweismittel aus den Istanbuler Prozessen (vgl. die Kapitel in Taner Akcam)
  • Dutzende und Aberdutzende Augenzeugenberichte in deutschen Akten, Mitarbeiter der Bagdad-Bahn, Missionare, Krankenschwester, deutsche Soldaten im osmanischen Heer etc. etc., Berichte amerikanische Konsulare, amerikanische Botschafter. Bücher etc.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Taner Akçam: A Shameful Act. The Armenian Genocide and the Question of Turkish Responsibility, London 2007, S. 36, dort angegebene Quelle: Mil, „Umumi Harpte“, Installment no. 23
  2. a b c d e f g h i j k Wolfgang Gust (Hrsg.): Der Völkermord an den Armeniern 1915/16. Dokumente aus dem Politischen Archiv des deutschen Auswärtigen Amtes, Klampern Verlag Springe 2005
  3. a b c d e f g h Taner Akçam: Armenien und der Völkermord. Die Istanbuler Prozesse und die türkische Nationalbewegung. Hamburg 2004.
  4. Hüseyin Kazım Kadri: Türkiye'nin Çöküşü. Istanbul 1992, S. 205
  5. Henry Morgenthau: Ambassador Morgenthau's Story. New York 1926
  6. a b c Raymond Kévorkian: Le Génocide des Arméniens. Paris 2006
  7. Abram I. Elkus: The Memoirs of Abram Elkus. Lawyer, Ambassador, Statesman. With a critical commentary by Hilmar Kaiser. Princetown-London 2004
  8. a b c d e f Berlin und Klenner: Völkermord oder Umsiedlung. Das Schicksal der Armenier im Osmanischen Reich. Darstellung und Dokumente. Köln 2006
  9. Stellungnahme von Lewis im April 2002 (Übers.: Benutzer:Koenraad)
  10. Artikel inThe Ombudsman Column vom 21. April 2006 (Übers.: Benutzer:Koenraad)
  11. a b c Hans-Lukas Kieser: Der Völkermord an den Armeniern 1915/16: neueste Publikationen
  12. Guenter Lewy: The Armenian Massacres in the Ottoman Turkey. A Disputed Genocide. Utah 2005
  13. Justin McCarthy: Death and Exile - The Ethnic Cleansing of Ottoman Muslims 1821–1922. Princeton 1995
  14. Justin McCarthy, Esat Arslan, Ömer Turan et. al.: The Armenian Rebellion at Van. Utah 2006
  15. a b Kreiser und Neumann: Kleine Geschichte der Türkei. Stuttgart 2003, S. 371-377
  16. Klaus Kreiser: Der osmanische Staat 1300-1922. München 2001, S. 137f.
  17. [1]
  18. Kemal Kutay: Birinci Dünya Harbinde Teşkilat-ı Mahsusa ve Hayber'de Türk Cengi. Istanbul 1964, S. 10
  19. Taner Akçam: Armenien und der Völkermord. Die Istanbuler Prozesse und die türkische Nationalbewegung. Hamburg 2004, S. 69
  20. Wolfgang Gust (Hrsg.): Der Völkermord an den Armeniern 1915/16. Dokumente aus dem Politischen Archiv des deutschen Auswärtigen Amtes, Klampen Verlag Springe 2005, S. 210 oder 1915-07-17-DE-002
  21. Abidin Nesimi: Yılların İçinden. Istanbul o.J., S. 39 f.