Berliner Debatte Initial

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Berliner Debatte Initial
Logo der Berliner Debatte INITIAL e.V.
Beschreibung Sozial- und geisteswissenschaftliches Journal
Fachgebiet Sozial- und Geisteswissenschaften
Sprache deutsch
Verlag WeltTrends e.V.
Erstausgabe 1990
Erscheinungsweise bis 2008 zweimonatlich, ab 2009 vierteljährlich
Verkaufte Auflage 550 Exemplare
Herausgeber Berliner Debatte Initial e.V.
Weblink www.berlinerdebatte.de
ISSN

Berliner Debatte Initial ist eine seit 1990 in Berlin erscheinende sozialwissenschaftliche Fachzeitschrift.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berliner Debatte Initial wurde 1990 nach den Revolutionen 1989 gegen die kommunistischen Diktaturen in Osteuropa von DDR-Sozialwissenschaftlern gegründet, die sich in besonderem Maße den Ideen von "Glasnost und Perestroika" verpflichtet fühlten. Sie hieß zunächst Initial – Zeitschrift für Politik und Gesellschaft und erschien in dem später abgewickelten Verlag Volk und Welt Seit 1992 wird die Zeitschrift durch den Verein „Berliner Debatte Initial e.V.“ herausgegeben und durch den Verlag WeltTrends verlegt und heißt Berliner Debatte Initial - Sozial- und geisteswissenschaftliches Journal. Die Zeitschrift hat keinen Chefredakteur, laut Redaktionsstatut gibt es nur gleichberechtigte Redakteure mit Vetorecht. Verantwortlich für den Inhalt sind laut Impressum Thomas Müller, Erhard Crome, Johanna Wischner, Annerose Moras und Matthias Weinhold.[1]

Deckblatt eines Heftes

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Heft 4/1990 wurde das Selbstverständnis der Zeitschrift neu umrissen. Sie „sieht in der Wissenschaft getreu der Tradition der Aufklärung, die einst auch in Berlin eine Heimstatt hatte, das Allgemeine aller menschlichen An- und Einsichten, aus welcher besonderen Stellung, parteipolitischen Sicht oder weltanschaulichen Voraussetzung sie auch immer gewonnen werden.“ Initial sieht sich grundsätzlich antifaschistischen und demokratischen Zielen verpflichtet und will „keiner besonderen Partei das Wort reden, sondern ein sozialtheoretisches Forum sein, um wissenschaftliche Überlegungen unterschiedlicher Denkrichtungen zu ökonomischen, soziologischen, politischen, psychologischen, kulturellen und ökologischen Problemen des gesellschaftlichen Fortschritts zu erörtern“. Das Bekenntnis zur Aufklärung im Sinne eines modernen Verständnisses des kantschen Vorhabens der Befreiung aus selbstverschuldeter Unmündigkeit war von Anfang an essentiell, wie auch der Bezug zur Evolutionstheorie und zu einem pragmatischen diskursiven Reformismus, verbunden mit dem Glauben, dass die Welt besser werden könnte. Die gesellschaftlichen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Umbrüche in Ostdeutschland und im Osten Europas sind Themenfelder der Zeitschrift. Hinzu kommen geisteswissenschaftliche Themen – von Gemeinschaft und Gesellschaft über Krieg und Neid bis zum Marxschen Erbe, (wirtschaftlicher) Depression, Langen Wellen und dem Erbe Keynes’ – sowie regionaler – China, Indien, Israel, Europa – und kulturwissenschaftlicher Themen. Die Zeitschrift hat über die gelegentliche Beobachtung des Massenzuschauersports hinaus seit 1995, d. h. seit dem Höhepunkt des Deutschen Boxbooms mit dem ehemaligen deutschen Boxer Henry Maske, die Neuetablierung des Berufsboxsports in der deutschen Öffentlichkeit und ihrer Medienlandschaft kritisch begleitet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Impressum@1@2Vorlage:Toter Link/www.redaktion.berlinerdebatte.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.