BX Swiss

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BX Swiss AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft nach schweizerischem Recht
Gründung 10. November 1884
Sitz Bern, Schweiz, Zweigniederlassung in Zürich, Löwenstrasse 2
Leitung Harald Schnabel
(CEO)
Dr. Michael Völter
(VR Präsident)
Peter L. Heller
(Vizepräsident)
Claudio Studer
(VR Mitglied)
Dragan Radanovic
(VR Mitglied)
Mitarbeiter 7 (2018)
Branche Finanzen
Website www.bxswiss.com

BX Swiss (umgangssprachlich "Berner Börse", abgekürzt: BX) ist eine Börse in Zürich, die von der BX Swiss AG (früher; Berner Börsenverein) betrieben wird und dem Schweizer Finanzmarktinfrastrukturgesetz untersteht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berne Exchange ging aus der Berner Bankvereinigung hervor, welche am 28. Januar 1880 von neun Banken und 14 Privatfirmen gegründet wurde. Am 10. November 1884 wurde der Berner Börsenverein gegründet. Bis zum Ersten Weltkrieg war die Entwicklung der Börse sehr bescheiden, zwischen 1911 und 1913 wurden jährlich 1100 Schlüsse getätigt.

Von 1961 bis 1991 wurde der Ringhandel à la criée im Untergeschoss der Aarbergergasse 30 in Bern betrieben. Wegen mangelnder Volumen wurde 1991 auf den Telefonhandel umgestellt.

Im Gegensatz zu den Börsen von Zürich, Basel und Genf hat die Berner Börse nicht an der Fusion von 1995 zur SIX Swiss Exchange teilgenommen.

BX war bis 2014 ein privater Verein nach schweizerischem Recht, bei dem alle grösseren Banken von Bern Mitglied sind. Im Zusammenhang mit der Umwandlung in eine AG wurde auch der Verwaltungsrat verstärkt. Die bisherigen Mitglieder Peter L. Heller, Brian Sparks und Claudio Studer wurden für eine Amtszeit von drei Jahren bestätigt. Damals wurden neu Raffaele Agnetti, UBS, und Peter Kilchenmann, Credit Suisse, in das Gremium gewählt.[1] 2016 wurde der Umzug der Börse nach Zürich bekannt gegeben.

Während das operative Geschäft in Zürich betrieben wird, ist der juristische Sitz der BX Swiss AG nach wie vor in Bern.[2] Ende 2017 wurde der Verkauf der BX Swiss an die Börse Stuttgart bekannt gegeben und die Wiederbewilligung der BX als vollregulierte Börse durch die FINMA bestätigt[3]. Die Übernahme wurde im 2018 abgeschlossen.[4] Seither ist die BX Swiss eine 100-%-Tochter der Börse Stuttgart GmbH. CEO ist Harald Schnabel, der zuvor das Euwax Geschäft der Börse Stuttgart aufgebaut hatte.

Rechtsgrundlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BX Swiss ist der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma unterstellt und untersteht dem schweizerischen Börsengesetz.[5]

Darüber hinaus sind für die Kotierung an der BX Swiss die Einhaltung einer Reihe reglementarischer Pflichten Voraussetzung. Diese sind im «Kotierungsreglement über die Zulassung von Effekten an der BX» festgelegt.[6] Zu den Voraussetzungen zählen unter anderem Mindestkapital, Veröffentlichung von geprüften Jahresabschlüssen nach den geltenden Rechnungslegungsvorschriften sowie von Halbjahresberichten, Offenlegung von Beteiligungen und ein Streubesitz-Minimum von 15 Prozent.

Die Handelsbestimmungen der BX Swiss, welche die Börsenordnung, Usanzen und Weisungen beinhalten, sind im «Handelsreglement» festgelegt.[7]

Kotierte Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BX Swiss unterhält verschiedene börsliche Segmente. Im Aktienbereich richtet sie sich in erster Linie an Schweizer KMUs, bei denen eine Kotierung an der SIX Swiss Exchange ein Schritt zu gross oder zu teuer wäre. Aktuell sind 23 Gesellschaften im Segment Swisscaps kotiert. Daneben bietet die BX eine breite Auswahl an zum Handel zugelassenen Aktien (über 3'600 Instrumente) sowie ETFs (über 40 kotierte und 500 zum Handel zugelassene Instrumente).

An der BX Swiss kotierte Unternehmen sind unter anderem:

  • Lalique Group SA
  • BKW
  • Admicasa Holding AG
  • AP Alternative Portfolio AG
  • Aventron AG
  • BV Holding AG
  • Fundamenta Real Estate AG
  • Novavest Real Estate AG
  • Sandpiper Digital AG
  • SenioResidenz AG
  • Wockhardt Bio AG

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Berner Börsenverein wird Aktiengesellschaft In: bxswiss.com, 03. Juni 2014, abgerufen am 8. Dezember 2017.
  2. Die Berner Börse verlässt Bern In: derbund.ch, 16. Dezember 2016, abgerufen am 8. Dezember 2017.
  3. BX erhält volle Börsenlizenz durch FINMA. 14. November 2017, abgerufen am 29. Mai 2018.
  4. Berner Börse geht in deutsche Hände über In: derbund.ch, 8. Dezember 2017, abgerufen am 8. Dezember 2017.
  5. Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma, Beaufsichtigte Börsen und Märkte
  6. Kotierungsreglement der BX Swiss AG. BX Swiss AG, 1. Mai 2018, abgerufen am 29. Mai 2018 (PDF).
  7. BX Handelsreglement@1@2Vorlage:Toter Link/www.berne-x.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

[1][2]

  1. About - BX Swiss. Abgerufen am 29. Mai 2018 (englisch).
  2. Organisation der BX Swiss. 1. März 2018, abgerufen am 29. Mai 2018 (englisch).