Berufsorientierungsprogramm

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Das im Jahr 2008 initiierte Berufsorientierungsprogramm (BOP) richtet sich an Schüler der 7. und 8. Klasse an allgemeinbildenden Schulen. Es unterstützt die Jugendlichen zunächst in der Potenzialanalyse dabei, ihre persönlichen Stärken besser kennenzulernen. In den darauffolgenden Werkstatttagen können sie in Lehrwerkstätten verschiedene Berufe aus handwerklichen, technischen und sozialen Bereichen selbst ausprobieren. Die Jugendlichen nehmen mit ihrer Schule am BOP teil; in ganz Deutschland haben bisher über 800.000 Jugendliche an über 3.000 Schulen teilgenommen.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das BOP (volle Bezeichnung: "Förderung der Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten") wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Zuwendungsempfänger sind überbetriebliche und vergleichbare Berufsbildungsstätten. Es gibt über 300 Zuwendungsempfänger. Die Schulen nehmen als Kooperationspartner der Projektträger teil. Das BOP ist Teil der Initiative Bildungsketten. Die Programmstelle ist im Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn angesiedelt.

Instrumente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Berufsorientierungsprogramm besteht aus den zwei Instrumenten Potenzialanalyse und Werkstatttage. Je nach Bundesland können Dauer und Ausgestaltung der zwei Instrumente variieren.

Die Potenzialanalyse dauert bis zu drei Tage. In verschiedenen Einzel- und Gruppenübungen lernen die jungen Teilnehmer/innen ihre persönlichen Kompetenzen besser kennen. Dazu zählen z.B. Konzentrationsfähigkeit, Arbeitsgenauigkeit, Teamfähigkeit, Problemlösekompetenz und weitere Kompetenzen. Die Schülerinnen und Schüler werden bei den Übungen beobachtet und erhalten im Anschluss Feedback von den geschulten Beobachtern. Die Potenzialanalyse im Berufsorientierungsprogramm unterliegt den Qualitätskriterien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Die Werkstatttage dauern bis zu zwei Wochen. Die Jugendlichen können in der Regel drei oder mehr Berufsfelder auswählen, die sie ausprobieren möchten. In Lehrwerkstätten (das heißt in geschütztem Raum, nicht in echten Betrieben) fertigen sie Werkstücke selbst an oder lösen bestimmte Aufgaben. Ausbilderinnen und Ausbilder stellen die Aufgaben und betreuen die Schülerinnen und Schüler. Die Lehrer begleiten ihre Schulklassen mit durch das Programm.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]