Bettina von Savigny

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Die Briefe der Bettina von Savigny (* 11. April 1805 in Paris; † 24. August 1835 in Athen) sind eine wichtige Quelle für die Geschichte Griechenlands in der Regierungszeit von König Otto I.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bettina war das älteste Kind von Friedrich Carl von Savigny und Kunigunde von Savigny, geb. Brentano, einer Schwester von Clemens Brentano und Bettina von Arnim, geb. Brentano. Sie wuchs in Berlin auf und lernte Latein und moderne Sprachen. 1824 lernte sie den aus Konstantinopel stammenden Konstantinos Dimitrios Schinas (1801–1857) kennen, der bei ihrem Vater studierte. Trotz gegenseitiger Zuneigung schien eine Ehe ausgeschlossen, da Schinas erklärte, er habe durch die politischen Wirren sein gesamtes Vermögen verloren und lasse Bettina deshalb frei. Nachdem er nach Griechenland zurückgekehrt war, verbesserten sich seine Verhältnisse und er fragte 1833 an, ob Bettina noch frei sei. Nach der Hochzeit in Ancona am 9. Oktober 1834 zog das Paar zunächst nach Nafplio, in die damalige Hauptstadt des Königreichs Griechenland. Bettina litt sehr unter dem nasskalten naupliotischen Winter und ausgeprägtem Heimweh. Nach Verlegung der Hauptstadt zog das Paar 1835 nach Athen, wo vor allem die Verhältnisse in der neuen griechischen Hauptstadt in den Ruinen des Befreiungskrieges (1821–1827) schwierig waren. Sie starb in Athen im August 1835 an den Folgen einer Epidemie.

Bettina schrieb häufig aus Griechenland an ihre Eltern. Ihre Briefe berichten sehr farbig von ihren Alltagssorgen und Begegnungen mit führenden Persönlichkeiten. Sie geben damit wertvolle Einblicke in das soziale und politische Leben im Griechenland.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ruth Steffen (Hrsg.): Leben in Griechenland 1834–1835. Bettina Schinas, geb. von Savigny. Briefe und Berichte an ihre Eltern in Berlin. Verlag Cay Lienau, Münster 2002, ISBN 3-934017-00-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]