Bi-Elastizität

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Bi-Elastizität ist die Fähigkeit von textilen Flächengebilden, bei äußeren Belastungen in Quer- und Längsrichtung elastisch zu sein,[1] d. h., dass nach der Entlastung das textile flächige Material voll oder teilweise die Ausgangsabmessungen vor der Belastung wieder einnimmt.

Die Trageigenschaften von Bekleidungstextilien, wie die Beständigkeit von Ausbeulungen an Knien und Ellenbogen, die Knitterneigung oder allgemein die Form- und Größenstabilität nach deformierenden Beanspruchungen werden durch die elastischen Eigenschaften beeinflusst. Dabei haben die morphologische Struktur der Fasern sowie der konstruktive Aufbau der Garne und Flächengebilde einen Einfluss auf die Elastizität.[2]

Am geeignetsten zur Charakterisierung des Elastizitätsverhalten von den meist mehrachsig beanspruchten textilen Flächengebilden im Gebrauch bietet sich die Wölbelastizität, die aus Ergebnissen des Wölbversuchs ermittelt werden kann.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fabia Denninger, Elke Giese: Textil- und Modelexikon. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Bd. A- K. Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-87150-848-9, S. 67
  2. Ralf-Dieter Reumann (Hrsg.): Prüfverfahren in der Textil- und Bekleidungstechnik. Springer, 2000, ISBN 3540661476, ISBN 9783540661474, S. 99
  3. Herbert Sommer, Friedrich Winkler (Hrsg.): Die Prüfung der Textilien. Springer-Verlag. Berlin/Heidelberg/Göttingen 1960, S. 488