Bibliothek der Abtei Maria Laach

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Magazingebäude der Bibliothek
Zimelie der Bibliothek

Die Bibliothek der Abtei Maria Laach umfasst heute etwa 260.000 Titel, von denen etwa 9.000 vor dem Jahr 1800 gedruckt wurden. Damit gehört die Bibliothek zu den größten Privatbibliotheken in Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Bibliothek bestand schon im Mittelalter in dem 1093 gegründeten Kloster. Bei der Aufhebung des Klosters im Rahmen der Säkularisation im Jahr 1802 wurde die Bibliothek zerstreut. Bei der Inventarisierung wurden 3.719 gedruckte Werke gezählt. Heute lassen sich noch 69 Handschriften der historischen Klosterbibliothek von Maria Laach nachweisen.

Mit der Wiederbegründung des Klosters durch die Benediktiner im Jahr 1892 - die Jesuiten hatten nur kurze Zeit in Maria Laach gewirkt - begann auch der Wiederaufbau der Bibliothek. Als Grundstock erhielt sie die Altbestände des ebenfalls säkularisierten fränkischen Benediktinerklosters Neustadt am Main. Aus dem Kloster Beuron kamen Dubletten und aus den schweizerischen Stiftsbibliotheken Einsiedeln und Engelberg wurden Ankäufe getätigt.

Die Klosterbibliothek in Maria Laach verfügte im Jahr 1900 bereits über 40.000 Bände. Schwerpunkte der Sammlung sind aszetische, monastische und kirchengeschichtliche Literatur.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bibliothek ist heute auf zwei Gebäude verteilt. Im September 2013 wurde im sogenannten Jesuiten-Kuhstall ein modernes Magazingebäude fertiggestellt.

Dadurch konnte das historische als Verbindung zwischen Klosterkirche und Gästeflügel errichtete Bibliotheksgebäude, die sog. Jesuitenbibliothek, von nachträglich eingebauten Regalen befreit und die ursprüngliche Raumwirkung wiederhergestellt werden. Der Bibliotheksbau von 1865 mit seiner gusseisernen Treppen- und Brüstungskonstruktion gehört nach Ansicht der Landesdenkmalpflege zu den kulturgeschichtlich und denkmalpflegerisch bemerkenswertesten und besterhaltenen Bibliotheksbauten des 19. Jahrhunderts in der Nachfolge der großen barocken Klosterbibliotheken.[1] Er wurde in zweijähriger Arbeit renoviert und am 21. Juli 2015 wieder eröffnet. Seitdem sind dort die Präsenzbibliothek und der Lesesaal eingerichtet.

Bücherstempel und Signaturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Armin Schlechter: Bibliotheca Abbatiae beatae Mariae virginis ad Lacum. Zimelien aus der Bibliothek des Benediktinerklosters Maria Laach. Koblenz 2013, S. 9–14.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bibliothek der Abtei Maria Laach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zitiert nach Maria Laach: Bibliothek, abgerufen am 13. Juli 2017