Bienenabstand

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Als Bienenabstand (engl. bee space) wird in der Imkerei eine Distanz innerhalb des Bienenstocks bezeichnet, die von den Bienen weder mit Bienenwachs verbaut (bei zu großem Abstand) noch mit Kittharz abgedichtet wird (bei zu kleinem Abstand).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ideale Bienenabstand beträgt acht (plus/minus zwei) Millimeter und zwar vom Rähmchen zur Beutenwand als auch zwischen übereinander hängenden Rähmchen in den einzelnen Etagen einer Beute. Wird er bei der Konstruktion eingehalten, ist das Imkern mit beweglichen Waben (Mobilbau) ohne Verbau und damit Problemen beim Öffnen möglich. Die Entdeckung des Bienenabstands durch den amerikanischen Imker Lorenzo L. Langstroth im Jahr 1851 war daher ein Meilenstein auf dem Weg zur modernen Bienenhaltung.

Neben dem Bienenabstand gibt es auch den Wabenabstand, den Abstand zwischen zwei nebeneinander angeordneten Waben. Dieser beträgt von Wabenmitte zu Wabenmitte 35 mm. Der zwischen den Waben liegende freie Raum wird als Wabengasse bezeichnet. Diese ist so eng oder weit, dass die Bienen ohne Behinderung beide Waben belaufen und andererseits noch von der einen auf die andere Wabe wechseln können – etwa gleich groß wie der Bienenabstand. Wenn der Abstand größer ist, zum Beispiel weil der Imker zwei Rähmchen zu weit auseinander rückt, beginnen die Bienen, auch in diesen Zwischenraum Wabenwerk, sogenannten Wildbau, zu bauen. Dies passiert zum Beispiel auch dann, wenn der Imker gar keinen Wabenbau in Form von Rähmchen, bestückt mit Mittelwänden vorgibt (Beispiel Heideimkerei mit Strohkörben) oder wenn ein Bienenvolk aufgrund seiner Volksstärke anfängt, in den hohen Unterboden der Magazin-Beute zu bauen. Die Waben dieses Wildbaus haben dann auch diesen natürlichen Mittenabstand von 35 mm.

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