Bildreproduktion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Einer der drei Meisterkupferstiche Albrecht Dürers: Ritter, Tod und Teufel
Beispiel eines Naturselbstdrucks: Gewöhnliche Kratzdistel aus Ettingshausen & Pokorny

Mit Bildreproduktion werden die Verfahren bezeichnet, die sich mit der künstlerischen oder gewerblichen Wiedergabe von Originalvorlagen zur Herstellung einer Druckform befassen. Heute geschieht das im Wesentlichen mit Hilfe einer Digitalkamera oder einem Scanner. Vor der Erfindung dieser Geräte gab es eine große Anzahl von manuellen Verfahren und fotografischen Techniken, die zur Bildreproduktion eingesetzt wurden.

Reproduktionstechniken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den manuellen Verfahren zählen im Hochdruck beispielsweise der Holzschnitt, der Holzstich und der Linolschnitt. Manuelle Techniken im Tiefdruck sind der Kupferstich, die Radierung und die Aquatinta, während es im Flachdruck die Lithografie mit ihren verschiedenen Techniken gibt. Im Siebdruck sind mehrere Verfahren möglich, beispielsweise Schablonendruck, Auswasch-Verfahren, Abdeckschablonen-Verfahren und Durchdruckverfahren. Darüber hinaus gibt es den Naturselbstdruck, das ist der Einsatz von Blättern und Pflanzen als Druckform.

Zu den fotografischen Verfahren zählt die Schwarzweiß- und Farbfotografie mittels Kameras auf fotografische Platten und Filme. Nach der Erfindung des Glasgravurrasters im Jahr 1881 werden zunehmend fotografische Aufnahmen zur Bildreproduktion in allen Druckverfahren eingesetzt.

Zu Beginn der 1960er Jahre kommt der Trommelscanner auf den Markt, mit dem elektronische Farbauszüge für den Offsetdruck hergestellt werden. Im Hochdruck entstehen Klischees mit Hilfe des Klischographen, während im Tiefdruck der Helioklischograph entsprechende Bildreproduktionen liefert. Durch die Weiterentwicklung der Computertechnik zum Desktop-Publishing und die Entwicklung der Digitalkamera werden die konventionellen Verfahren weitgehend verdrängt. Besonders die Apple-Technologie beeinflusst die elektronische Bildbearbeitung und Seitengestaltung. Bildgestaltungs-Software, wie Photoshop, Corel Draw, Illustrator und Freehand zusammen mit TIFF- und Postscript-Datenformaten ermöglichen den Datentransfer. Heute gliedert sich die Bildreproduktion in die Datenerfassung, die Datenbearbeitung und die Druckformherstellung.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Entwicklung der Reprotechnik (MS Word; 64 kB), abgerufen am 25. Januar 2010.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald Küppers: Die Farbenlehre der Fernseh-, Foto- und Drucktechnik. Farbentheorie der visuellen Kommunikationsmedien. DuMont Buchverlag, Köln 1985, ISBN 3-7701-1726-3.
  • Helmut Kipphan (Hrsg.): Handbuch der Printmedien. Springer-Verlag, 2000, ISBN 3-540-66941-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]