Bildungshaus Schloss Puchberg

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Schloss und Schlosspark
Neptunbrunnen
Kapelle

Das Bildungshaus Schloss Puchberg ist eine Bildungseinrichtung der Diözese Linz in der Stadt Wels im Stadtteil Puchberg.

Schloss Puchberg nach einem Stich von Georg Matthäus Vischer von 1674

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1595 errichtete der evangelische Politiker Christoph Puechner in Puchberg ein Schloss im Stil der Renaissance. Der barocke Schlossbrunnen mit einer Neptunfigur im Vorhof wurde 1740 errichtet. Aktuell (Oktober 2016) wird es von Wilhelm Achleitner geleitet.[1]

Der Waffenhändler Alfred Ritter von Jurnitschek aus Wien kaufte 1877 das Schloss und ließ es im klassizistischen Stil umgestalten, wobei die Sgraffiti im Vorhof, die Mosaikböden, die Stuckdecken und der neobarocke Spiegelsaal geschaffen wurden. Jurnitschek verkaufte das Schloss im Zuge eines Patentrechtsprozesses mit dem Steyrer Waffenproduzenten Josef Werndl an den Gummifabrikanten Josef Reithoffer in Steyr.[2]

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Schloss auch zur Einquartierung militärischen Personals, etwa des Fliegerhorstes Wels, genutzt.[3]

Reithoffers Enkelin Gisela Kobbe verkaufte das Schloss 1950 an das Landwirtschaftsministerium, welches das kriegsbeschädigte Schloss 1952 an die Diözese Linz verkaufte.

Der Landjugendseelsorger Karl Wild als erster Rektor des Bildungshauses und der Generalsekretär der Katholischen Aktion Josef Gruber als erster Direktor des Bildungshauses begannen 1953 mit bäuerlicher Bildungsarbeit. Ab 1960 wurde das Schloss zu einem allgemeinen Bildungshaus und durch Zubauten der Architekten Karl Odorizzi 1960/61 und 1972/73, Nobl & Nobl & Roth 1985–1987 und Maul & Luger 2002 erweitert.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bildungshaus Schloss Puchberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rechtes Treffen: Prominente fordern Ausladung orf.at, 18. Oktober 2016, abgerufen 18, Oktober 2016.
  2. Zur Geschichte des Hauses dioezese-linz.at, Wilhelm Achleitner, September 2008.
  3. Vgl. Markus Rachbauer: Die deutsche Wehrmacht in Wels 1938-1945, in: Stadt Wels (Hg.), Nationalsozialismus in Wels, Band 3, Wels 2015, S. 106 f.
  4. Zur Geschichte des Hauses dioezese-linz.at, Wilhelm Achleitner, September 2008

Koordinaten: 48° 11′ 26″ N, 14° 0′ 39″ O