Biomeiler

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Nutzung der Wärme eines externen Komposthaufens für die Beheizung eines Wohnhauses

Ein Biomeiler ist eine Anlage zur energetischen Nutzung von Biomasse, genauer gesagt zur Erzeugung von Wärme für Heizungszwecke. Dazu wird meist zerkleinertes Holz zu einem Haufen aufgeschichtet und ein Wasserschlauch hindurchgeführt. Durch mikrobiologische Abbauprozesse wird in einem Zeitraum von 18 bis 24 Monaten Wärme frei, mit der Warmwasser erzeugt werden kann, welches zur Heizung verwendet werden kann. Gleichzeitig kann auch das anfallende Biogas genutzt werden. Die Aktivität der Mikroorganismen lässt sich mittels Wasser regulieren. Nach der Nutzungsdauer ist aus den Holzabfällen wertvoller Kompost entstanden.

Die Methode wurde von dem französischen Forstwirt Jean Pain in den 1970er Jahren entwickelt. [1] Heute werden Biomeiler in erster Linie zu Demonstrationszwecken als kleine Anlagen zur lokalen Nahwärmeversorgung genutzt. Lokal anfallende Abfälle können so energetisch genutzt werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schembritzki, Bernecker, Pissler: Multitalent Biomeiler, erschienen in Oya 11.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ida und Jean Pain: Die Methoden Jean Pain oder "ein anderer Garten", 1981 (Buch ist vergriffen, aber online verfügbar)