Bise

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Dieser Artikel behandelt einen Wind. Zu weiteren Bedeutungen siehe Bise (Begriffsklärung).
Im Winter spritzt das Wasser des Genfersees, aufgepeitscht durch die Bise, über das Ufer und gefriert sofort.

Die Bise oder der Biswind ist ein lokales Schweizer Windsystem. Das Wort bezeichnet einen trockenen, kalten Wind im schweizerischen Mittelland, der kalte Kontinentalluft aus dem Nordosten Europas nach Mitteleuropa befördert. Der Wind erreicht wegen der sich gegen Westen hin verengenden Kanalisierung durch die Alpen und den Jura seine grössten Stärken im Genferseeraum, wo bei klassischer Bisenlage nicht selten mittlere Windgeschwindigkeiten von 60 km/h und Böen­spitzen bis über 100 km/h registriert werden. Am Bodensee ist die Bise schwächer und äussert sich als relativ kühler Nord- bis Nordostwind mit meist weniger als 6 Beaufort.

Fachsprachlich ist der Begriff Bise genau definiert und bezeichnet nur den entsprechenden Wind im Mittelland. Umgangssprachlich – und älter – wird in der Schweiz aber oft auch einfach jeder kühle Wind als «Bise» bezeichnet. Umgangssprachlich kann also auch in Basel oder irgendwo im Ausland eine «Bise» blasen, was dann einfach bedeutet, dass ein kühler Wind weht.

Bise, erstmals in den Schriften Notkers III. von St. Gallen belegt, ist ein alemannisches Wort.[1] Nicht zu verwechseln ist es mit der Brise.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Schweizerisches Idiotikon, Band IV, Spalte 1682 f., Artikel Bīs I (Digitalisat) und Band XVI, Spalte 520 ff., Artikel Bīswind (Digitalisat); Vorarlbergisches Wörterbuch, Band I, Spalte 363, Artikel Bise II; Badisches Wörterbuch, Band I, Seite 238, Artikel Bise und Seite 239, Artikel Biswind; Deutsches Wörterbuch, Band 2V, Spalte 300, Artikel Bise.