Blackburn Firebrand

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Firebrand ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zu Lord Firebrand siehe Henry Temple, 3. Viscount Palmerston.
Blackburn Firebrand
Blackburn Firebrand TF Mk. IV mit Torpedo
Typ: Jagdflugzeug, Bomber
Entwurfsland: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Hersteller:

Blackburn Aircraft

Erstflug: 27. Februar 1942
Indienststellung: 1943
Produktionszeit: 1942–1953
Stückzahl: 223[1]

Die Blackburn Firebrand war ein einmotoriges britisches Marine-Jagdflugzeug und Jagdbomber der Blackburn Aircraft. Ursprünglich wurde es um einen 24-Zylinder-H-Motor Napier Sabre III entwickelt, musste jedoch wegen des Mangels an diesen Triebwerken an den Doppelsternmotor Bristol Centaurus VII (später Centaurus IX) angepasst werden. Der Erstflug war 1942, sie wurde jedoch erst am 1. September 1945 mit dem Centaurus-Motor bei der Fleet Air Arm der Royal Navy in Dienst gestellt.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Firebrand wurde ab 1940 von der Blackburn Aircraft als Marinejäger für die Fleet Air Arm der Royal Navy entwickelt. Die Entwicklung der Maschine dauerte jedoch aufgrund des Mangels an den ursprünglich vorgesehenen Motoren und anderer technischer Probleme relativ lange. Ein erster unbewaffneter Prototyp flog am 27. Februar 1942 und die bewaffnete Variante F Mk. I (B-37) im Juli des Jahres. Da der zum Antrieb vorgesehene H-Motor Napier Sabre auch schon für die Hawker Typhoon sowie die Hawker Tempest verwendet wurde, war er nicht in ausreichendem Maße verfügbar, weshalb von der ersten Version F Mk. I, die mit guten Leistungen überzeugte, nur neun Exemplare gebaut werden. In der Folge musste ein anderer Motor eingebaut und damit auch der ganze Entwurf überarbeitet werden.

Die Maschine wurde dann zum trägergestützten Torpedobomber umgebaut. Damit konnte sie neben Torpedos auch Bomben und ungelenkte Raketen tragen, war aber nach wie vor luftkampftauglich. Die erste Variante war die TF Mk. II (B-37), eine modifizierte Mk. I mit breiteren Tragflächen und einer Torpedohalterung. Diese flog erstmals am 31. März 1943 und wurde in nur zwölf Exemplaren gebaut.

Mit der TF Mk. III (B-45) erfolgte der Wechsel zum Bristol-Centaurus-VII-Doppelsternmotor. Der Erstflug dieser Version erfolgte am 21. Dezember 1943. Allerdings stellte man fest, dass der neue Motor über den Propeller starke Kreiselkräfte erzeugte, was die Ruderkontrolle sehr erschwerte. Die TF Mk. III wurde deshalb als unbrauchbar für Flugzeugträger angesehen und der gesamte Rumpf musste überarbeitet werden.

Die TF Mk. IV (B-46) bekam noch einmal einen neuen Motor, den Bristol Centaurus IX (eine verbesserte Version des Centaurus) und ein größeres Heckleitwerk sowie Sturzflugbremsen. Der Erstflug der TF Mk. IV erfolgte am 17. Mai 1945. Danach ging sie in Serie, und die ersten Maschinen wurden am 1. September 1945 bei der Fleet Air Arm der Royal Navy in Dienst gestellt. Von der TF Mk. IV wurden insgesamt 102 Maschinen gebaut. Später folgte noch 68 Exemplare der TF.5 und der TF.5A. Danach wurden noch 40 TF Mk. IV zu TF.5 umgerüstet.

Eine Weiterentwicklung der Firebrand war die Blackburn Firecrest.

Einsatzzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Firebrand kam im Zweiten Weltkrieg nicht mehr zum Einsatz, blieb aber bis 1953 in der ersten Reihe auf den Flugzeugträgern der Royal Navy.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blackburn Firebrand
Kenngröße Daten der Firebrand TF.5 (B-46)
Länge 12 m
Spannweite 15,62 m
Tragflügelfläche 35,44 m²
Höhe    4,04 m
Antrieb 1 × 18-Zylinder-Doppelsternmotor Bristol Centaurus IX mit 2500 PS (1865 kW)
Höchstgeschwindigkeit 560 km/h
Reichweite 2000 km
Besatzung 1
Dienstgipfelhöhe 8685 m
Leermasse 5150 kg
Flugmasse 7360 kg
Bewaffnung    4 × 20-mm-Hispano-Mk.II-Kanonen, 1 × 840-kg-Torpedo oder 2 × 454-kg-Bomben

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tony Buttler: Blackburn Firebrand - Warpaint Number 56. Warpaint Books Ltd., Denbigh East 2000.
  • A.J. Jackson: Blackburn Aircraft since 1909. Putnam, London 1968, ISBN 0-370-00053-6.
  • David Mondey: The Hamlyn Concise Guide to British Aircraft of World War II. Chancellor Press, London 1982, ISBN 1-85152-668-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Blackburn Firebrand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Barry Jones: Blackburn Firebrand (Database). In: Aeroplane Monthly September 2011, S. 83