Braunenberg

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Braunenberg
Braunenberg mit Sendeturm

Braunenberg mit Sendeturm

Höhe 685,3 m ü. NHN
Lage Baden-Württemberg
Gebirge Schwäbische Alb
Koordinaten 48° 51′ 44″ N, 10° 7′ 39″ OKoordinaten: 48° 51′ 44″ N, 10° 7′ 39″ O
Braunenberg (Baden-Württemberg)
Braunenberg
Gestein Weißer Jura
Besonderheiten Aufgrund des eisenerzhaltigen Gesteins wurde über Jahrhunderte Bergbau betrieben

Der Braunenberg ist ein 685,3 m ü. NHN[1] hoher Berg östlich des Aalener Stadtteils Wasseralfingen auf der Ostalb. Er ist die markanteste Erhebung des Höhenzuges Flexner (48° 52′ N, 10° 8′ O, 725,4 m ü. NHN), dem er vorgelagert ist.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Braunenberg ist Teil der östlichen Schwäbischen Alb und ihrer landschaftlich prägenden Schichtstufenlandschaft. Der Berg bietet eine Aussicht auf die Stadt und ins Remstal, zum Rosenstein, Stuifen und zum Hohenstaufen, die auch bei bewölkter Wetterlage als Silhouette zu erkennen sind. Außerdem besteht Sicht ins Kochertal, wo der Stadtteil Unterkochen und der Oberkochener Stadtteil Heide liegen.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Seite betrachtet ist das stufenarteige Relief des Berges gut zu erkennen. Es ist geprägt durch die Schichten des Braunen und Weißen Jura. Diese Schichten entstanden als das Gebiet von Meeren bedeckt war und den damaligen Meeresboden mit Ablagerungen bedeckten. Durch unterschiedliche klimatischen Voraussetzungen bedingt, entstand in der Schicht des Braunen Jura auf dem Braunenberg die für Ostwürttemberg typische Eisensandstein-Formation. Die mächtigere Kalkstein Schicht des Weißen Jura entstand darüber als Ablagerung eines tropischen Meeres mit Schwämmen und Korallenriffen. Durch die Hebung weiter Teile Süddeutschlands in der Kreidezeit hoben sich die Schichten und stellten sich schräg.[2] Durch Erosion und Entwässerung entstand das Tal des Kochers und das markante Relief des Braunenberges mit seinen typischen Abstufungen der verschiedenen Schichten.

Abbau der Rohstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1608 bis 1939 wurde im Braunenberg Eisenerz, zuerst für die umliegenden und ab 1671 für das Hüttenwerk Wasseralfingen, abgebaut. Mit einer Grubenbahn wurde das geförderte Material zu Tage gefahren und zuerst mit der ersten Zahnradbahn in Deutschland, und ab 1924 mit Seilbahnen, nach Wasseralfingen und ins Tal zum Hüttenwerk gebracht, wo es verarbeitet wurde. Der zur Verhüttung notwendige Kalkstein konnte von der oberen Kalksteinschicht mit einer Verlängerung der Seilbahn geholt werden.[3] Heute sind die Kalksteinbrüche noch sichtbar und enthalten etliche Fossilien. Die Anlagen der Seilbahn wurden nach Schließung der Grube vollständig abgebaut, jedoch sind noch entlang der gesamten ehemaligen Trasse die Reste der Fundamente zu finden.

Die am Braunenberg gelegene ehemalige Grube Wilhelm ist seit 1987 ein Besucherbergwerk und Heilstollen unter dem Namen Tiefer Stollen.

Sendeturm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südöstlich des Braunenbergs befindet sich seit 1956 der Sender Aalen des Südwestrundfunks, der nicht nur die gesamte Region Ostwürttemberg mit Fernseh- und Radioprogrammen versorgt, sondern auch weit darüber hinaus zu empfangen ist. Als Antennenträger dient ein 80 Meter hoher Stahlbetonturm, der mit dem aufgesetzten Antennenmast eine Gesamthöhe von 140 Metern erreicht.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Winfried Trinkle: Ostalb - Werden und Besiedlung. Einhorn, Schwäbisch Gmünd 1979, ISBN 3-921703-24-7, S. 24–29.
  3. Werner Bieg: Wasseralfingen, Aalen und oberes Kochertal. In: Walter Weller (Hrsg.): Bergbau und Bergleute. Wir Verlag, Aalen 1987, ISBN 3-924492-21-2, S. 20/21.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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