brenne und sei dankbar

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brenne und sei dankbar ist der Titel einer Wanderausstellung der Bühnenkünstlerin Gesche Piening, die diese zusammen mit dem Medienkünstler Ralph Drechsel entwickelt und realisiert hat. Die Ausstellung »brenne und sei dankbar« beleuchtet Einzelaspekte der kulturpolitischen und finanziellen Grundsituation sowie der Arbeits- und Lebensbedingungen von Freien Tanz- und Theaterschaffenden in Deutschland. Sie ist ein Teil des Kunstprojektes TESTSET. TESTSET untersucht in unterschiedlichen Formaten das »Prinzip Theater« in grenzverletzenden Kulturproduktionen und -produkten, wobei das »Prinzip Theater« nicht zwangsläufig auf der Bühne zu suchen sein muss.

»brenne und sei dankbar« wurde im Sommer 2012 in der Akademie der Künste, Berlin, eröffnet und tourt seither als Wanderausstellung durch Deutschland.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um die derzeitige wirtschaftliche, soziale und arbeitsrechtliche Lage der Tanz- und Theaterschaffenden der Freien Tanz- und Theaterszene in Deutschland in seiner ganzen Komplexität zu dokumentieren, hat der Fonds Darstellende Künste in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Freier Theater und den Landesverbänden Freier Theater sowie mit zahlreichen weiteren Partnern 2008–2010 den »Report Darstellende Künste« erarbeitet und Ende 2010 publiziert. Dessen Ergebnisse sind Ausgangspunkt und Grundlage für die Ausstellung »brenne und sei dankbar«.

Titel »brenne und sei dankbar«[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ergebnisse des »Report Darstellende Künste« legen nahe, dass die Arbeits- und Lebensbedingungen in der Freien Theater- und Tanzszene in Deutschland äußerst prekär sind.[1] Dass dennoch eine große Zahl an freien Tanz- und Theaterproduktionen und Produktionsstätten existiert und erhalten wird, zeugt nach Ansicht der Ausstellungsmacher von großer Begeisterungsfähigkeit und Überzeugung der Akteure sowie von einem gewissen Hang zu einem protestantischen Arbeitsethos und künstlerischer Selbstdisziplin (Gesche Piening)[2]. Diese Ambivalenz schlägt sich im Titel »brenne und sei dankbar« nieder.

Ausstellungsorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ausstellung »brenne und sei dankbar« ist in (Freien) Theaterhäusern, in Ausbildungsstätten und politischen Institutionen zu sehen. Bisherige Ausstellungsorte: Akademie der Künste, Berlin; 7. Theaterfestival »150% made in Hamburg«; LOFFT – Das Theater; DANCE 2012 13. Internationales Festival für zeitgenössischen Tanz der Landeshauptstadt München; Schwankhalle Bremen; Südbahnhof Krefeld; Tafelhalle Nürnberg; Kampnagel K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Organisiert wird die Wanderausstellung »brenne und sei dankbar« durch die Künstlergruppe TESTSET. Die Ausstellung wurde gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, den ver.di-Bundesvorstand – Fachgruppe Theater und Bühnen und den Fonds Darstellende Künste e. V. Unterstützt wurde das Projekt durch die Akademie der Künste, Berlin und den Bundesverband Freier Theater e. V. (BuFT)

Literatur und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Jeschonnek: Report Darstellende Künste: Wirtschaftliche, soziale und arbeitsrechtliche Lage der Theater- und Tanzschaffenden in Deutschland. Klartext-Verlag, Essen 2010, ISBN 978-3-8375-0473-6.

Presseberichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. sueddeutsche.de: Kultur-Report über brotlose Kunst – Neues vom Kreativprekariat
  2. wochenanzeiger.de: Interview Gesche Piening