Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung

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Die Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung ist eine der Vorläuferorganisationen des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, in das sie 2004 überging.

Sie ging mittelbar aus der Reichsstelle für Raumordnung hervor, welche 1935 gegründet und 1940 um die Abteilung Landeskunde erweitert wurde und die nationalsozialistische Blut-und-Boden- und Volk-ohne-Raum-Politik umsetzen sollte. Nach deren Auflösung 1945 wurden das Institut für Landeskunde und das Institut für Raumforschung Ende der 1940er Jahre gegründet. Diese Institute dienten den Alliierten zunächst der Steuerung von Flüchtlingsströmen und landeskundlichen Erhebungen. Der geographische Ansatz der Landeskunde verlor bis in die 1970er Jahre immer mehr an Bedeutung und wurde von einer zunehmend sozialwissenschaftlich orientierten Raumordnung verdrängt. 1973 gingen sie in der Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung auf. Hauptziel der Bundesanstalt war, mit Hilfe der Raumordnung gleichwertige Lebensverhältnisse in der Bundesrepublik herzustellen.

Sie gab das Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands und die Geographische Landesaufnahme 1:200.000 heraus.

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung: Geschichte. (online)